2-MMC (2-Methylmethcathinon) – Stimulierendes Cathinon & legaler Mephedron-Ersatz?

2-MMC (2-Methylmethcathinon) – Legaler Mephedron Ersatz & Cathinon

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein in Deutschland bisher legales 2-MMC (2-Methylmethcathinon)Cathinon, das als Mephedron (4-MMC, 4-Methylmethcathinon) oder 3-MMC (3-Methylmethcathinon) Ersatz in Research Chemicals Shops verkauft wird.
Die Wirkung ähnelt jedoch eher der von 2-FA oder Amphetamin, als der von 3-MMC oder Mephedron, weshalb viele Konsumenten eher enttäuscht sind.

Neben 2-MMC werden aktuell unter anderem auch noch Ethyl-Hexedron, Mexedrone, 3-CMC oder 4-CMC als Mephedron (4-MMC) bzw. 3-MMC Ersatz / Alternative / Replacement angeboten.
Von den genannten wird 2-MMC von den meisten Konsumenten als wirktechnisch am weitesten von Mephedron entfernt empfunden.

Andere Namen: 2-MMC, 2-Methylmethcathinon, 2-Methylmethcathinone (engl.), 2-Methyl-Methcathinon, 2-Methyl-MC

IUPAC: (2RS)-2-(Methylamino)-1-(2-methylphenyl)propan-1-one

Summenformel: C11H15NO

Molekulare Masse: 177,24 g/mol

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

Wirkung von 2-MMC

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Stimulation (Aufputschend, wachmachend) – Verglichen mit 3-MMC / 4-MMC eher starke Stimulation, manche Konsumenten beschreiben die aufputschende Wirkung in höheren Dosierungen sogar als eher unangenehm und überstimulierend.
  • Appetitzügelnd
  • Konzentrations- und Leistungssteigerung – Gerade die Leistungssteigerung soll bei 2-Methylmethcathinon besonders stark ausgeprägt sein.
  • Aphrodisierend – Steigerung der sexuellen Lust und Verzögerung des Orgasmus
  • Gesteigerter Rededrang – Ein sogenannter „Laberflash“
  • Euphorisch – Deutlich weniger Euphorie als bei 3-MMC oder Mephedron.
  • Gesteigertes Selbstvertrauen – „Egopush“

Die meisten Konsumenten halten die Wirkung von 2-MMC nicht vergleichbar mit der von Mephedron (4-MMC) (und viele auch nicht mit der von 3-MMC).
Sie ist weniger euphorisch und spaßig, mehr leistungssteigernd und stimulierend.

Während 3-MMC und Mephedron als Party- oder Spaßdrogen gelten, gilt 2-MMC eher als Lern-, Arbeits- und Leistungsdroge.
Verglichen wird diese neue psychoaktive Substanz von der Wirkung her meist eher mit 2-FA oder sogar mit Ritalin (Methylphenidat) als mit 3-MMC oder Mephedron!

Konsumenten, die auf der Suche nach einem Mephedron Ersatz sind, sind mit 2-MMC also an der falschen Adresse und werden höchstwahrscheinlich enttäuscht sein!

 

Nebenwirkungen und Risiken

  • Abhängigkeitspotential vorhanden – Es ist etwa ähnlich wie bei Amphetamin und deutlich geringer als bei 3-MMC / 4-MMC!
  • Dehydration
  • Steigerung des Blutdrucks
  • Unterdrückung der Körperfunktionen (z.B. Harndrang, Hunger & Durst)
  • Übelkeit
  • Paranoia & psychotische Phasen („Drogenpsychose“) möglich, vor allem bei Überdosierung
  • Craving, also Gier nach der Substanz (Deswegen wird oft nachgelegt) – Das Craving bei 2-MMC soll eher geringer ausgeprägt sein.
    Nicht vergleichbar mit dem sehr starken Craving bei 3-MMC oder 4-MMC, laut einigen Userberichten sogar geringer als bei Amphetamin oder 2-FA!
  • Kalte Hände & Füße
  • Erweiterung der Pupillen
  • Sexuelle Dysfunktion möglich
  • Neurotoxizität / Kardiotoxizität ist möglich, aber nicht bestätigt
  • Verengung der Blutgefäße
  • Zähneknirschen und Kieferkrämpfe („kiefern“, „Kieferkicks“, „Mundgulasch“)
  • Kurzatmigkeit

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

Um der Dehydration entgegen zu wirken und eine Beschädigung der Nieren zu verhindern muss genug getrunken werden (etwa 250-500ml Wasser pro Stunde)!

Die Nebenwirkungen sollen, verglichen mit 3-MMC / 4-MMC, generell eher geringer ausgeprägt sein, natürlich nur wenn nicht mit der Dosis und dem Nachlegen übertrieben wird.
Auch der eher nebenwirkungsärmere Upper 2-FA (2-Fluoramphetamin) soll noch etwas mehr Nebenwirkungen hervorrufen als 2-MMC!

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale oder der nasale Konsum.

2-MMC soll geschnupft verglichen mit anderen, ähnlichen Drogen eher weniger stark brennen.
Ein Problem ist allerdings der laut Konsumenten sehr ekelhafte Geschmack, der bei nasalem Konsum den Rachen runterläuft.
Dieser macht (auch aufgrund der eher höheren Mengen die man schnupfen muss) den nasalen Konsum dann doch eher unangenehm.

Bei nasalem Konsum setzt die Wirkung schneller ein, hält weniger lange an und man muss etwas niedriger dosieren als bei oralem.

Auch wenn diese Substanz nasal nicht so stark brennt werden die empfindlichen Nasenschleimhäute dennoch sehr stark belastet!
Am besten man füllt die gewünschte Dosierung der Substanz in eine Leerkapsel (klick) und schluckt diese:

Inhalativer, intravenöser und rektaler Konsum könnte auch möglich sein, über diese Konsummethoden ist allerdings kaum etwas bekannt.

 

2-MMC Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 20-40mg
  • Leichte Wirkung: 50-80mg
  • Normal: 80-130mg
  • Starke Wirkung
  • Sehr starke Wirkung: 200mg+

Nasal:

  • Erste Effekte ab: 3-10mg
  • Leichte Wirkung: 10-30mg
  • Normal: 20-50mg
  • Starke Wirkung: 50-100mg
  • Sehr starke Wirkung: 100mg+

 

Wirkzeit von 2-MMC

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 20-45 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-5 Stunden
  • Davon Peak: 30-90 Minuten
  • Afterglow: 2-6 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 2-10 Minuten
  • Hauptwirkung: 2-4 Stunden
  • Davon Peak (auch „Flash“ genannt): 30-60 Minuten
  • Afterglow: 2-4 Stunden

 

Rechtsstatus von 2-MMC

2-MMC unterliegt in Deutschland (noch) nicht dem BtMG.

Auch in den meisten anderen Ländern weltweit dürfte es legal sein, diejenigen mit Analog-Gesetzen ausgeschlossen, da diese Substanz ein Cathinon und sehr nah mit dem illegalisierten Mephedron verwandt ist.

Da es sich hier um ein Cathinon handelt, fällt 2-MMC unter das deutsche NPS Gesetz.

 

Toleranzbildung

Die Toleranzbildung verläuft wie bei anderen, ähnlich wirkenden Uppern und Cathinonen.
Jede Einnahme lässt die Toleranz steigen, nach 3-5 Tagen sollte sie (je nach konsumierter Menge) wieder auf etwa die Hälfte, nach 7-10 Tagen auf Null reduziert sein.

Wird oft nachgelegt und / oder werden hohe Mengen eingenommen, kann es auch deutlich länger dauern, bis die Toleranz wieder auf den Anfangspunkt gesunken ist!

 

2-MMC Pharmakologie

Genaues über den Wirkmechanismus von 2-Methylmethcathinon ist bisher nicht bekannt.
Aufgrund der Wirkung wird aber spekuliert, dass die Effekte vor allem auf einer Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung oder Ausschüttung basieren.

Höchstwahrscheinlich gibt es ebenso eine Dopamin- und Serotoninwiederaufnahmehemmung und/oder -Ausschüttung, die dopaminerge und serotonerge Aktivität sollte aber geringer als bei 3-MMC oder Mephedron (4-MMC) ausgeprägt sein!

 

Löslichkeit

2-MMC löst sich gut in Wasser, genaues über die Menge an lösbarer Substanz pro ml Flüssigkeit gibt es aber nicht.
In normalem Wasser sollte es sich nicht gut halten und nur wenige Tage gelagert werden, möchte man es länger in flüssigem Zustand lagern, sollte man es in Vodka oder einer anderen Ethanol-haltigen Flüssigkeit lösen.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • Andere Stimulanzien: Der Mischkonsum von verschiedenen Stimulanzien ist potentiell sehr gefährlich, da der Blutdruck und die Herzfrequenz stark erhöht und auch die Nebenwirkungen wie Dehydration verstärkt werden.
  • 3-MMC: Wenn beide Substanz deutlich niedriger dosiert werden (oral also bspw. 40mg 2-MMC und 40mg 3-MMC) kann der Mischkonsum laut einigen Konsumenten verträglich sein.
    Doch vorsicht, in hohen Dosierungen werden die Nebenwirkungen verstärkt und der Kreislauf belastet!
  • 25X-NBOMe, 25x-NBF & co.: Die Amphetamin-Analoge von psychedelischen Phenethylaminen, wie 25x-NBOMe, 25x-NBF etc. sind an sich schon aufputschend und stimulierend und wirken stark auf die Herzfrequenz und den Blutdruck.
    Der Mischkonsum von Stimulanzien mit diesen Psychedelika ist lebensgefährlich!!
  • Psychedelika: Auch bei anderen Psychedelika kann es im Mischkonsum mit Stimulanzien zu Komplikationen mit dem Blutdruck und Kreislauf kommen.
    Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen, da die Upper Paranoia verstärken und die Gefahr auf einen Badtrip erhöhen.
  • DXM & andere Dissoziativa: Der Mischkonsum von DXM (und auch anderen Dissoziativa) mit Stimulanzien kann sehr gefährlich sein. Blutdruck und Herzfrequenz werden erhöht und auch hier kann es zu psychischen Problemen (Panikattacken, Badtrip) kommen.
  • Alkohol: Stark gesteigerte Dehydration! Die Wirkung des Alkohols wird durch den Upper unterdrückt, weswegen nicht mehr abgeschätzt werden kann, ob zu viel getrunken wird.
    Dies kann zu einer Alkoholvergiftung, die lebensbedrohlich werden kann, führen.
  • Tramadol, Kratom & andere Opioide: Die Krampfschwelle wird beim Mischkonsum stark gesenkt, weshalb es leicht zu Krampfanfällen kommen kann.
  • MDMA: Die neurotoxischen Effekte des MDMA werden durch den Mischkonsum mit Uppern verstärkt, der Kater am nächsten Tag wird dadurch deutlich schlimmer.
  • MAO-Hemmer: Tödliche Kombination! Vorsicht!
  • Downer: Die Kombination aus Uppern und Downern (wie Benzodiazepinnen, Opioiden, Alkohol & GBL) kann zu einer gefährlichen Kreislaufbelastung führen.
    Die Herzfreguenz und der Blutdruck könnnen erhöht werden.
    Außerdem wird die sedierende Komponente der Downer unterdrückt, weshalb es leicht zu einer Überdosierung kommen kann, weil der Konsument nicht mehr einschätzen kann, wie stark die Wirkung der Downer bereits ist und er deshalb eventuell nachlegt.

 

Weitere Substanzinfos zu Cathinonen