2-Oxo-PCE (Deschloro-N-ethyl-Ketamin / O-PCE) – Dissoziatives Research Chemical

2-Oxo-PCE (Deschloro-N-Ethyl-Ketamin / O-PCE) – Dissoziatives Research Chemical

2-Oxo-PCE ist eine nahe mit Deschloroketamin verwandte, in Deutschland 2-oxo-PCE (O-PCE)bisher nicht dem BtMG unterliegende, dissoziative Substanz, die vor allem als MXE Ersatz angesehen (ähnlich wie Methoxphenidin, MXP oder Diphenidin) und in Research Chemicals Shops verkauft wird.
Es zählt zu den Arylcyclohexylaminen!

Es hat bei zu häufigem Konsum ähnlich negative Auswirkungen auf die Blase wie Ketamin, außerdem besteht der Verdacht, dass es (wegen seiner Ähnlichkeit zu Deschloroketamin) immunmodulatorisch wirkt.
Mehr dazu bei der Überschrift 2-Oxo-PCE Nebenwirkungen und Risiken!

Von der Wirkung her ist es ziemlich MXE ähnlich, hat aber auch einen stimulierenden Effekt, erst Recht wenn es nasal eingenommen wird.

Andere Namen: 2′-Oxo-PCE, O-PCE, Eticyclidone (engl.), Eticyclidon, N-ethyl-Ketamin, N-ethyl-ketamine (engl.), Deschloro-N-ethyl-Ketamin, 3F-MeO-PCP, 22′-Oxo-PCE, 2-Oxo-PCE, Deschloroethylketamin

IUPAC: 2-(ethylamino)-2-phenylcyclohexan-1-one

Summenformel: C14H20ClNO

Molekulare Masse: 253,768 g/mol

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

Wegen der dissoziativen, Ketamin– und MXE-ähnlichen Wirkung besteht die Gefahr, dass 2-Oxo-PCE von Drogendealern als MXE oder Ketamin verkauft wird, um einen höheren Preis verlangen oder mehr Nachfrage generieren zu können.
Es gibt zum Beispiel einige Fälle, bei denen eine als Ketamin verkaufte Substanz in Wirklichkeit Diphenidin war!
Auch O-PCE kann (wenn es mit einer wirkungslosen Substanz wie Lactose gestreckt wird) als MXE oder Ketamin ausgegeben werden!

Ein solcher Betrug ist fahrlässig körperverletzend und kann tödliche Folgen für den Konsumenten haben, da 2-Oxo-PCE ganz anders als MXE oder Ketamin dosiert wird und auch andere Nebenwirkungen und Risiken hat.
Ob es sich um MXE oder 2-Oxo-PCE handelt kann ohne Labor nicht ermittelt werden, zumindest Ketamin wird von einigen Drogenschnelltests allerdings erkannt.

Testet euer Ketamin mit einem Drogenschnelltest darauf, ob es sich tatsächlich um Ketamin handelt!!
Wenn es eine andere als die für Ketamin normale Reaktion gibt, sollte die Substanz nicht konsumiert werden!
Einen EZ-Test der Ketamin erkennt gibt es hier.

 

Wirkung von 2-Oxo-PCE

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

Die Wirkung von Dissoziativa ist individuell sehr unterschiedlich und variiert auch stark mit der eingenommenen Dosis.
Während geringere bis normale Dosierungen noch nahezu alltagstauglich sind, lösen hohe Dosierungen einen sehr psychedelischen, dissoziativen Trip aus.

  • Motorische Schwierigkeiten / Dissoziation vom Körper – Der Körper lässt sich schwerer kontrollieren. Die Dissoziation vom Körper kann in hohen Dosierungen zu außerkörperlichen Erfahrungen (out-of-body experience) führen.
  • Intensivierung / Veränderung des Tastsinns – Berührungen können sich stimulierend und vibrierend anfühlen.
  • Euphorie
  • Stimulation (aufputschend) – Die stimulierende Komponente wird bei 2-Oxo-PCE besonders hervor gehoben, mehr dazu weiter unten (nach der Auflistung)!
  • Schwebegefühl
  • Depersonalisation / Derealisation – Dissoziation vom Bewusstsein
  • Egotod in hohen Dosierungen möglich
  • Visuelle Veränderungen (halluzinogene / psychedelische Effekte) – Es ist üblich, dass auf 2-Oxo-PCE Berauschte doppelt und langsamer sehen.
  • CEVs (Closed eye visuals) – Pseudohalluzinationen bei geschlossenen Augen.
  • Verändertes Denken
  • Angstlösung / antidepressiv – Auf manche Konsumenten wirkt diese Substanz angstlösend und antidepressiv.

Die Wirkung von 2-Oxo-PCE ist, verglichen mit anderen Dissoziativa, deutlich stimulierender und klarer.
Die erste Hälfte der Wirkzeit soll vor allem aufputschend & stimulierend, die zweite Hälfte vor allem dissoziativ und weniger stimulierend sein.

Die stimulierenden Effekte sollen vor allem auftreten wenn dieses Dissoziativum nasal konsumiert wird, wird es oral oder rektal eingenommen, ist die Wirkung meist eher entspannender, sedierender.

Höhere Dosierungen können bei 2-Oxo-PCE gefährlicher als bei Ketamin sein, da der Konsument nicht betäubt sondern stimuliert wird und dementsprechend sich und andere verletzen kann, wenn er die Kontrolle über seine Handlungen verliert.

In sehr hohen Dosierungen kann man mit dieser Substanz, wie mit anderen Dissoziativa auch, eine außerkörperliche, sehr intensive psychedelische Erfahrung machen.
Bei Ketamin nennt man diesen Zustand K-Hole.
Von der Intensität her ist ein solcher Trip mit einer DMT Breakthrough Erfahrung zu vergleichen, es handelt sich hier um eine tiefenpsychologische Erfahrung und keinen Spaßrausch!
Nur Konsumenten die psychisch absolut gefestigt sind sollten so etwas in Erwägung ziehen.
Es kann zu Erleuchtungs-ähnlichen Zuständen, zum Bereisen anderer Welten und zu verstörenden und verwirrenden Sinneseindrücken kommen.

Mit Worten beschreiben kann man einen solchen Zustand, ähnlich wie den DMT Breakthrough, allerdings nicht.

Verglichen wird die Wirkung von O-PCE meist entweder mit der von MXE, 3-MeO-PCP oder auch mit der von PCP.
Viele Konsumenten beschreiben es als „hardcore“ Dissoziativum, da es gerade in hohen Dosierungen eine sehr heftige Wirkung (auch verglichen mit dem K-Hole bei Ketamin) entfalten soll, ebenso wie PCP.

Es wird meist als insgesamt runder und näher an MXE beschrieben als die, ebenfalls als legale MXE-Alternativen (bzw. Ketamin-Alternativen) verkauften, Deschloroketamin, Methoxphenidin und Diphenidin.

 

2-Oxo-PCE Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Beeinträchtigung des Erinnerungsvermögens – In sehr hohen Dosen kann es zu Blackouts kommen. Dies kann mitunter sehr gefährlich sein, wenn kein Tripsitter vorhanden ist, der auf den Berauschten aufpasst.
    Dementsprechend dürfen hohe Dosierungen nur mit einem solchen eingenommen werden.
  • Ernste Blasen-Probleme – 2-Oxo-PCE kann bei öfterem Konsum Blasenbeschwerden auslösen, ebenso wie Ketamin.
    Dazu zählen Blut im Urin, Inkontinenz, verstärkter Urindrang und Blasendruck.
    Um diese unangenehme Nebenwirkungen nicht zu verspüren sollte man 2-Oxo-PCE nicht öfter als alle 2-4 Wochen einnehmen.
    Verglichen mit Ketamin löst 2-Oxo-PCE etwas weniger Blasenprobleme aus, da es potenter ist und man so weniger Substanz für einen Rausch einnehmen muss.
  • Schwindel
  • Angstzustände / Panikattacken / Auslösung einer Drogenpsychose möglich
  • Müdigkeit
  • Craving – Der Konsument will nachlegen um den Rausch zu verlängern. Dies führt zu mehr Neben- und negativen Nachwirkungen!

Es gibt ein Suchtpotential.
Dieses ist geringer als bei Downern, aber deutlich höher als bei Psychedelika.
Regelmäßiger Konsum führt höchstwahrscheinlich zu körperlichen Problemen. So wohl Ketamin als auch MXE können diese verursachen wenn sie übermäßig eingenommen werden!
Das Absetzen von nach dauerhaftem Konsum löst Entzugssymptome aus.

Genaues über die Toxizität dieser Substanz gibt es nicht, da sie erst seit kurzer Zeit vom Menschen konsumiert wird und da keine wissenschaftliche Studien zum Konsum in Rauschdosierungen existieren.
Laut Userberichten soll seltener Konsum in moderaten Dosierungen allerdings keine akuten toxischen Wirkungen und ungewöhnliche Nebenwirkungen zur Folge haben, dies ist selbstverständlich keine Garantie!

Diese Substanz ist nahe mit Deschloroketamin verwandt und Deschloroketamin hat eventuell immunmodulatorische, antibiotische Wirkungen.
Es kann nicht gesagt werden, ob 2-Oxo-PCE ebenfalls als Immunmodulator oder Antibiotikum wirkt, nur weil es nahe mit Deschloroketamine verwandt ist, ausgeschlossen werden kann es aber nicht.

Immunmodulatoren können bei öfterer, regelmäßiger Einnahme ernsthaft schädigend auf das Immunsystem wirken, weshalb man 2-Oxo-PCE vorsichtshalber nur sehr selten einnehmen soll, noch seltener als andere, besser erforschte Dissoziativa wie Ketamin!

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der nasale oder der orale Konsum von 2-Oxo-PCE.

Angeblich soll Eticyclidon nasal eher stimulierender und oral / rektal eher entspannender, sedierender wirken.
Manche User mögen den nasalen, manche den oralen Konsum lieber.
„Gesünder“ ist sicherlich der orale, da die empfindlichen Nasenschleimhäute durch das Schnupfen von Substanzen beschädigt werden.

Am besten man füllt die gewünschte Dosierung der Substanz in eine Leerkapsel (klick) und schluckt diese:

Auch der sublinguale, inhalative, rektale, intravenöse und intramuskuläre Konsum dürfte möglich sein, über diese Konsumformen ist allerdings sehr wenig bekannt.

 

2-Oxo-PCE Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Bei Dissoziativa wie diesen muss mit besonders niedriger Dosierung gestartet und langsam hochdosiert werden, da selbst gleiche Dosierungen bei unterschiedlichen Konsumenten sehr verschiedene Wirkung auslösen kann.
Auch wenn man erfahren mit dissoziativen Substanzen ist, kann die Wirkung vor dem ersten Konsum nicht abgeschätzt werden!

2-Oxo-PCE gilt als etwa doppelt so potent wie MXE.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 3-6mg
  • Leichte Wirkung: 6-10mg
  • Normal: 10-20mg
  • Starke Wirkung: 20-35mg
  • Sehr starke Wirkung: 35mg+

Nasal:

  • Erste Effekte ab: 1-3mg
  • Leichte Wirkung: 3-6mg
  • Normal: 6-12mg
  • Starke Wirkung: 12-20mg
  • Sehr starke Wirkung: 20mg+

 

2-Oxo-PCE Wirkzeit

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 30-90 Minuten
  • Hauptwirkung: 5-8 Stunden
  • Afterglow: 4-12 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 20-60 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-4 Stunden
  • Afterglow: 2-6 Stunden

Ein leichter Afterglow (bzw. Nacheffekte) werden von einigen Konsumenten selbst mehrere Tage nach dem Konsum von O-PCE noch verspürt.
Höhere Dosierungen verlängern die Wirkung (und auch den Afterglow) enorm!

 

Rechtsstatus von 2-Oxo-PCE

In Deutschland unterliegt 2-Oxo-PCE bisher nicht dem BtMG und ist damit nicht illegalisiert.

Ebenso ist es auch in den meisten anderen Ländern weltweit, Länder mit Analog-Gesetzen ausgenommen.

England beispielsweise verbot 2013 alle Arylcyclohexylamine, zu denen Deschloro-N-ethyl-Ketamin auch zählt.

 

Toleranzbildung

Jeder Konsum dieser Substanz lässt die Toleranz ansteigen.
Bis diese sich halbiert, muss man 3-7 Tage warten, bis sie komplett verschwunden ist dauert es 1-2 Woche.
Es gibt eine Kreuztoleranz mit allen anderen dissoziativ wirkenden Drogen!

 

Pharmakologie von 2-Oxo-PCE

Genaue wissenschaftliche Untersuchungen zur Pharmakolgie dieser dissoziativen Substanz gibt es bisher leider nicht.

Vermutlich wirkt 2-Oxo-PCE allerdings wie andere, ähnliche Dissoziativa als NMDA-Antagonist.

 

2-Oxo-PCE Löslichkeit

Über die genaue Löslichkeit ist nicht viel bekannt.

Laut Userberichten ist O-PCE aber sehr gut in Wasser löslich, es lösen sich etwa 50-150mg/ml.
In einer Wasser-Wirkstoff-Lösung ist diese Substanz allerdings nicht gut haltbar und sollte nur wenige Tage gelagert werden.

Für bessere Haltbarkeit sollte Ethanol (oder Vodka) oder zumindest destilliertes Wasser verwendet werden.

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.
Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • Downer: Der Mischkonsum mit atemdepressiv wirkenden Downern und Dissoziativa ist lebensgefährlich!
    Letztere potenzieren die sedierenden, atemdepressiven, muskelrelaxierenden Effekte vieler Downer und erhöhen auch die Gefahr eines Blackouts (Amnesie).
    Dies kann dazu führen, dass weitere Drogen nachgelegt werden und deine tödliche Atemdepression eintritt. Oder dass der Konsument sich selbst oder andere verletzt!
    Beispiele für Downer, die man nicht mit dissoziativ wirkenden Drogen kombinieren darf, sind: 1-4-Butandiol, einige Antidepressiva, Benzodiazepine, GHB / GBL, Opioide (Heroin, Morphin, Tramadol, Tilidin & co.), Alkohol, Barbiturate, Z-Benzos (Zopiclon, Zolpidem)
  • Empathogene: Einige vor allem serotonerge Empathogene (MDMA, Methylon, MDAI…) können sehr unangenehme Wechselwirkungen mit Dissoziativa haben.
    User berichten von manischen Symptomen, Paranoia und starken dissoziativen Effekten!
  • Kratom: Wenn das Dissoziativum gering dosiert wird, kann der Mischkonsum mit Kratom die opioide Wirkung verstärken und einen angenehmen Rausch auslösen.
    Vorsicht, nicht zu hoch dosieren! Bei Kratom handelt es sich um ein atemdepressiv wirkendes Opioid, es kann also zu oben (beim Punkt Downer) beschriebenen gefährlichen Wechselwirkungen kommen.
  • Psychedelika: Auf viele Konsumenten wirkt die Kombination von Psychedelika mit Dissoziativa kontraproduktiv und unangenehm. Der Trip kann düsterer und verwirrender werden, das Erinnerungsvermögen wird sehr stark beeinträchtig.
    Die halluzinogene Wirkung wird deutlich verstärkt.
    An diese Kombination sollten sich nur sehr erfahrene Psychonauten wagen, die bereits etliche Erfahrungen im Monokonsum der Substanzen besitzen.
  • Andere Dissoziativa: Die Wirkung kann durch die Kombination verschiedener Dissoziativa extrem verstärkt werden.
    Ist nur für sehr erfahrene Konsumenten die etliche Erfahrungen mit den Substanzen im Monokonsum haben geeignet!
    Es muss deutlich niedriger dosiert werden.

Weitere Substanzinfos zu Arylcyclohexylaminen

2 Kommentare

  1. Die angstlösende, euphorisierende und antidepressive Wirkung überwiegt bei mir bei sublingualem Konsum auch in hohen Dosen auf den Tag verteilt. Verstärkt wird sie durch scharfes Essen oder scharfe Säfte.
    Bei Mischkonsum mit Alkohol setzt bei mir schon in geringen Mengen Alc., ein Schwerwerden der Zunge ein und die Aussprache wird erschwert, was auch bei nasalem und oralem Konum auftritt.

    VG

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