2C-B – Infos über legendäres psychedelisches Phenethylamin von Dr. Shulgin

2C-B – Legendäres psychedelisches Phenethylamin von Sasha Shulgin

2C-B ist ein 1974 erstmals von Alexander Shulgin (aka. Sasha Shulgin, R.I.P) 2C-BPsychedelikum, das zu den Phenethylaminen zählt (ebenso wie Meskalin).
Sasha veröffentlichte den Syntheseweg und einige Erfahrungsberichte über die Wirkung von 2C-B in seinem legendären Standardwerk der psychedelischen Drogen – PiHKAL (Phenethylamines I have known and loved).
Es hat eine sehr starke psychedelische Wirkung, ist aber laut den meisten Konsumenten in normaler Dosierung bei weitem nicht so intensiv wie LSD, 1P-LSD, psilocybinhaltige Pilze oder Meskalin.

Die Wirkung von 2C-B wird als sehr empathogen und optisch, aber weniger kopflastig beschrieben (die Gedankengänge werden also nicht so stark psychedelisch beeinträchtigt).
Wegen der empathogenen Wirkung (gerde in niedrigeren Dosierungen) wurde 2C-B seit den späten 1980ern (nach dem Verbot von MDMA 1985) als MDMA-Ersatz in XTC Pillen verwendet.
Da es deutlich psychedelischer als MDMA ist und schneller einen unangenehmen Trip auslösen kann, kann es sehr unangenehm für Konsumenten werden, wenn sie 2C-B konsumieren obwohl sie eigentlich MDMA einnehmen wollten.

Man sollte unbekannte Ecstasy Tabletten immer mit einem Drogentest testen!
Die meisten Tests reagieren mit 2C-B, der Marquis Reagent wirs beispielsweise erst gelb und dann hellgrün.

Ende der 1990er wurde es sogar von der deutschen Firma „Drittewelle“ synthetisiert und als Aphrodisiakum / Legal High verkauft, was dann recht schnell zum Verbot dieser Substanz in Deutschland führte.
Inzwischen ist es in den allermeisten Ländern weltweit illegal. Um das Verbot von 2C-B zu umgehen, ist auf dem Research Chemical Markt die Substanz 2C-B-FLY in Umlauf, die sehr ähnlich wie das 2C-B wirkt, in den meisten Ländern allerdings noch legal ist.
Auch bk-2C-B wird als 2C-B Ersatz angeboten, die Wirkung dieser Substanz erreicht aber bei weitem nicht die Qualität der psychedelischen Wirkung von 2C-B und ist deswegen sehr unbeliebt.

In Afrika wird 2C-B von der indigenen Bevölkerung als Entheogen verwendet, daher stammt der Name Ubulawu Nomathotholo, was übersetzt etwas in Richtung „Medizin der singenden Ahnen“ bedeutet.
Es zählt zu den sehr wenigen Substanzen die in der westlichen Welt entdeckt und dennoch im schamanischen Kontext konsumiert werden, unter anderem von den Sangoma, Nyanga und Amagqirha.

2C-B erhält man üblicherweise entweder als Reinstoff, in Kapseln abgefüllt oder in Pillen gepresst.
Meist wird diese Substanz in Form eines Hydrochlorid-Salzes, manchmal in Form eines Hydrobromid Salzes angeboten, die Angaben hier beziehen sich auf das verbreitete 2C-B HCl.

Andere Namen: 2C-B, 2CB, 4-Brom-2,5-dimethoxyphenylethylamin, Nexus, 4-Brom-2,5-dimethoxyphenethyl-azan, Bromo, Erox, Eros, Venus, Ubulawu Normathotholo, Bromdimethoxyphenethylamin, BDMPEA, Spectrum, Rusko, B’s, CB’s, Bees, Bromo Meskalin, Bromo Mescaline (engl.)

IUPAC: 2-(4-bromo-2,5-dimethoxyphenyl)ethanamin , 2-(4-bromo-2,5-dimethoxyphenyl)ethanamine (engl.),

Summenformel: C10H14BrNO2

Molekulare Masse: 260,1 g/mol

Schmelzpunkt: 234-235 °C

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von 2C-B

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Psychedelisch (Pseudohalluzinationen, psychedelisches Denken – „Mindtrip“) – Dazu zählen Visionen bei geschlossenen wie auch bei offenen Augen. 2C-B wird in höheren Dosierungen als deutlich weniger gedanklich, dafür aber stark optisch beschrieben. Die visuellen Veränderungen sind meist geometrisch, sehr großflächig und detailiert.
    Es zählt zu den eher „seichteren“ Psychedelika (nicht so wie beispielsweise 2C-P, LSD, 1P-LSD, Meskalin, Psilocybin oder 5-MeO-DMT).
  • Bodyload / Verändertes Körpergefühl – Psychedelische Phenylethylamine gelten meist als sehr stark auf den Körper wirkend. Es kommt, gerade beim Hochkommen, zu einem wirklich intensiven Bodyload, bei dem sich der Konsument oft für längere Zeit hinsetzen / hinlegen muss, und sich nicht sehr gut fühlt.
    Bei 2C-B ist die körperliche Wirkung nicht so stark ausgeprägt wie bei anderen 2C-X (bspw. bei 2C-P oder 2C-E, bei ersterem kann der Bodyload während dem Hochkommen extrem unangenehm sein), allerdings dennoch deutlich spürbar und laut vielen Konsumenten eher schwer zu beschreiben.
    Das Körpergefühl ist bei 2C-B allerdings oftmals auch recht angenehm! Es kann zu einem wärmenden, kribbelnden Gefühl kommen, das zu Euphorie und sexueller Lust führen kann. Der Bodyload dieser Substanz wird deswegen oft mit dem von MDMA verglichen.
    Neben dieser angenehmen, euphorischen Komponente wird außerdem häufig von einem elektrisierendem, kitzelndem bis hin zu stechendem Gefühl berichtet. Dieses erinnert viele Konsumenten an das elektrische Kribbeln, das man bei (etwas höheren) Dosierungen LSD spürt.
    Die negativen, anstrengenden Wirkungen des Bodyloads sind bei 2C-B eher nicht so stark ausgeprägt, meist wird er als recht angenehm empfunden.
  • Verändertes Hören
  • Verändertes (meist verlangsamtes) Zeitgefühl
  • Starke Euphorie möglich
  • Gefühl der Einigkeit und Empathie – Gerade in geringeren Dosierungen ist die empathische Seite von 2C-B stark im Vordergrund, während noch kaum psychedelische Effekte zu spüren sind. Dennoch wird die Empathie meist als geringer als die von MDMA ausgelöste empfunden, jedoch deutlich stärker als die von anderen Psychedelika wie LSD, Psilocybin oder auch 2C-P!
  • Aphrodisierend – Tiefe Verbundenheit mit dem Partner und ein stark intensivierter Orgasmus kann (vor allem bei gemäßigten / normalen Dosierungen) eintreten, im hohen Dosisbereich kann es sehr schwer werden, bei der Sache zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen.
    2C-B ist ein sehr beliebtes Aphrodisiakum, es gilt als eines der am stärksten aphrodisierenden Psychedelika.
    Da die Wirkung nicht ganz so kopflastig und intensiv ist, kann man sich außerdem leichter auf den Sex konzentrieren als bei anderen „stärkeren“ Psychedelika wie LSD, psilocybinhaltige Pilze oder Meskalin.
  • Stimulation – 2C-B gilt als recht aufputschendes Psychedelikum. Trippende fühlen sich oft energetisiert und können deswegen gut Tanzen (und auch Sex haben), das Level der Stimulation wird oft mit der von MDMA verglichen.
    Dies ist auch ein Grund, weshalb 2C-B manchmal in Ecstasy Pillen als MDMA-Ersatz verwendet wird.

Wird 2C-B gemeinsam mit anderen Menschen genommen (selbst wenn es nur eine Person ist) ist die Wirkung meist hauptsächlich empathogen, auch in höheren Dosierungen wenn schon starke Optics zu sehen sind.
Nimmt der Konsument die Substanz alleine oder mit einem Therapeuten ein, kann die Wirkung sehr analytisch und introspektiv werden.
Deshalb wird 2C-B auch als mögliche Substanz für eine psycholytische Therapie gehandelt!

Generell wird die Wirkung als sanft, seichter und weniger gedanklich beschrieben.
In geringen Dosierungen wirkt es auf viele Konsumenten sehr MDMA-ähnlich, also stark empathogen und leicht stimulierend.

In höheren Dosierungen kommt es dann zu deutlichen optischen Veärnderungen und auch die Gedankengänge ändern sich, meist empfinden Konsumenten die gedankliche Wirkung aber als eher klar und analytisch.
Eine mittlere Dosierung (etwa 15-20mg 2C-B) wird bei dieser Substanz als Museums-Ebene beschrieben, bei der die Trippenden ihre Umgebung oft interessiert beobachten, weshalb einige erfahrene Konsumenten auch von schönen / beeindruckenden Museumsbesuchen auf einer moderaten Dosis 2C-B berichten.

Die aphrodisierende, luststeigernde Wirkung wird so wohl in geringen wie auch in hohen Dosierungen verspürt, im höheren Dosisbereich kann der Konsument allerdings abgelenkt sein und kann sich eventuell nicht mehr so gut auf Sex konzentrieren.

Auch wenn 2C-B als eher anfängerfreundliches Psychedelikum gilt, berichten einige erfahrene Psychonauten von einer bösen / dunklen Seite dieser Substanz.
Diese soll bei dem nahe verwandten 2C-B-FLY beispielsweise nicht auftreten.
In geringeren / normalen Dosierungen wird diese Komponente eher selten verspürt, meist tritt sie wenn dann in höheren Dosen auf.

Eine allgemeine Beschreibung der Wirkung fällt bei Psychedelika recht schwer, da der Trip stark subjektiv ist und von Person zu Person, von Dosis zu Dosis, und sogar von Einnahme zu Einnahme sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Jemandem der noch nie eine starke psychedelische Droge einnahm einen psychedelischen Trip zu erklären funktioniert nur ansatzweise, komplett nachvollziehen kann die unerfahrene Person die Wirkung allerdings nicht.

Die Gefühle werden verstärkt, die Wahrnehmung wird verändert und neue optische und akustische Reize können wahrgenommen werden.
Alles kann einem fremdartig und unbekannt vorkommen, als wäre man wieder ein kleines Kind.
Die Gedankengänge sind verändert, vor dem inneren Auge sieht man Muster, Farben oder sogar Personen und „Animationen“.

 

Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Evtl. Leicht erhöhter Blutdruck / erhöhte Herzfrequenz
  • Paranoia, Angstzustände („Badtrip“)
  • Angstvolle Ich-Auflösung
  • Pupillenerweiterung – Es kommt meist zu einer sehr starken Erweiterung der Pupillen.
  • Dysphorie, Trauer, ein Gefühl des Verlassenseins können aufkommen
  • Übelkeit & Erbrechen – Dies ist eine typische Nebenwirkung von psychedelischen Phenethylaminen. Tritt gerade beim Hochkommen sehr oft auf, verschwindet aber üblicherweise, wenn die Wirkung den Höhepunkt erreicht hat. Ist weniger stark ausgeprägt als bei anderen 2C-X wie 2C-P / 2C-E und auch deutlich geringer als bei Meskalin.
    Dennoch wird sie als stärker als bei LSD, Psilocybin oder DMT beschrieben!
  • Blähungen / Durchfall / Sonstige gastrointestinale Beschwerden – Treten vor allem beim Hochkommen auf und verschwinden üblicherweise mit dem Wirkungshöhepunkt.

2C-B ist, wie schon erwähnt, weniger intensiv und „mindtrippig“ als andere Psychedelika.
Weil die Wirkung eher optisch und weniger gedanklich ist, ist auch das Risiko auf einen sogenannten Badtrip, Angstzustände und das Geraten in Denkschleifen (sich immer wiederholende Gedanken) & negativen Gedankengängen etwas geringer.

Dennoch – es handelt sich bei 2C-B immer noch eher um ein Psychedelikum als um ein Empathogen!
Man sollte die psychedelische Seite der Wirkung wirklich nicht unterschätzen, gänzlich aus bleibt der gedankliche Trip und die Gefahr auf Badtrips bei dieser Substanz nämlich nicht.
Es handelt sich deswegen auch nicht um einen guten MDMA Ersatz, gerade unerfahrene User können mit der Wirkung des 2C-Bs überfordert sein, wenn sie nicht gut genug auf Set & Setting achteten, eine zu hohe Dosierung wählten oder einfach unvorbereitet waren.

Gerade in hohen Dosen wird 2C-B (ebenso wie die anderen 2C-X) ziemlich unkalkulierbar, es kann zu viel stärkeren psychedelischen Effekten kommen als erwartet.

Ein starker psychedelischer Trip ist ein sehr intensives, tiefenpsychologisches Erlebnis.
Psychedelische Drogen sind keine Spaßdrogen sondern Werkzeuge, mit denen die eigene Psyche erforscht und sogar geheilt werden kann.
Und so muss man diese Drogen auch behandeln!

Ein schlechter, überfordernder Trip kann im Konsumenten ein Trauma auslösen und eine Angststörung hinterlassen.
Dies vergeht im Normalfall, wenn der Trippende den Trip verarbeitet hat, was Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern kann.
Um die Wahrscheinlichkeit eines schlechten Trips zu verringern, sollte man alle Safer Use Regeln einhalten und sehr gut auf Set, Setting & Dosis achten.
Mehr Safer Use Regeln gibt es hier!

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale Konsum von 2C-B.
Auch der nasale Konsum ist verbreitet, dieser löst allerdings extrem starkes Brennen aus und ist schädlich für die empfindliche Nasenschleimhaut, weshalb die meisten Konsumenten von dieser Konsummethode abraten.
2C-B gilt als eine der nasal schmerzhaftesten psychoaktiven Substanzen die es gibt!
Der Schmerz setzt extrem schnell und stark ein und kann bis zu einer halben Stunde anhalten. Es ist zu vermuten, dass dieser Schmerz auf eine schwere Beschädigung der Schleimhaut hindeutet!

Bei nasalem Konsum muss deutlich niedriger dosiert werden, die Wirkung setzt viel schneller ein (unabhängig vom Mageninhalt) und wird oft als „heftiger“ und unangenehmer empfunden, der Schmerz kann dem Trip außerdem eine negative Richtung geben.

Am besten also man konsumiert 2C-B oral, hierfür kann man den Reinstoff in einem geeigneten Lösemittel (bspw. Ethanol) lösen und dann mit volumetrischer Dosierung genau dosieren.
Mehr Infos zu volumetrischer Dosierung gibt es hier!
Besitzt man eine Feinwaage die genau genug ist, kann man sich seine Dosierung auch abwiegen und dann in eine Leerkapsel füllen.

Auch inhalativer, intravenöser, sublingualer, rektaler und intramuskulärer Konsum sollte möglich sein, über diese Konsumformen ist allerdings nicht viel bekannt.

Bei rektalem Konsum muss ebenfalls deutlich niedriger dosiert werden als bei oralem Konsum, die Wirkung setzt schneller ein und hält kürzer an.
Gleiches gilt auch für den intravenösen / intramuskulären Konsum, von dem erstens wegen den möglichen Venenschäden und zweitens wegen der viel zu intensiven, zu schnell einsetzenden Wirkung abzuraten.
Die empfindliche Darmschleimhaut kann durch das 2C-B beschädigt werden, weshalb man nicht zu oft rektal konsumieren sollte!

 

2C-B Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Auch wenn die therapeutische Dosisspanne (also die Dosierungen, die man für einen positiven Effekt verwenden kann) bei 2C-B recht groß ist, können schon wenige Milligramm zu einer extrem Verstärkung des Trips führen.
Zwischen 20mg und 25mg beispielsweise ist meist schon ein deutlicher Unterschied zu spüren!

Oral:

  • Erste Effekte ab: 2-8mg
  • Leichte Wirkung: 5-20mg
  • Normal: 15-30mg
  • Starke Wirkung: 25-50mg
  • Sehr starke Wirkung: 40mg+

Nasal / rektal:

  • Erste Effekte ab: 1-5mg
  • Leichte Wirkung: 4-10mg
  • Normal: 8-18mg
  • Starke Wirkung: 18-30mg
  • Sehr starke Wirkung: 28mg+

Wirkzeit

Bei oralem Konsum kommt es sehr darauf an, wie leer der Magen bei der Einnahme ist. Je voller er ist, desto länger dauert es bis die Wirkung einsetzt.
Um eine möglichst schnelle Wirkung zu erzielen sollte man etwa 2-4 Stunden vorm Konsum nichts essen.

Mit erhöhen der Dosierung kann sich die Wirkzeit drastisch verlängern!
Es gibt Berichte über eine 12 stündige, starke Wirkung nach Einnahme einer hohen Dosierung 2C-B oral.

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 45-90 Minuten
  • Hochkommen: 15-45 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-4 Stunden
  • Runterkommen: 30-120 Minuten
  • Afterglow: 2-6 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 1-15 Minuten
  • Hochkommen: 5-30 Minuten
  • Hauptwirkung: 2-3 Stunden
  • Runterkommen: 15-90 Minuten
  • Afterglow: 2-5 Stunden

Rektal:

  • Wirkungseintritt nach: 5-20 Minuten
  • Hochkommen: 15-45 Minuten
  • Hauptwirkung: 2-4 Stunden
  • Runterkommen: 30-120 Minuten
  • Afterglow: 2-5 Stunden

 

Rechtsstatus von 2C-B

In Deutschland unterliegt 2C-B der Anlage 1 des BtMG und ist damit illegal.

Es ist in den meisten Ländern weltweit verboten, darunter in der ganzen EU, in Argentinien, Belgien, Brasilien, Canada, Dänemark, Estland, Italien, Japan, Holland, Norwegen, Polen, Spanien, Schweden, der Schweiz, Russland, England und der USA.
Auch in Ländern mit Analogverboten ist diese Substanz vermutlich illegal, beispielsweise in Australien.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzentwicklung erfolgt bei 2C-B, so wie bei anderen Psychedelika auch, extrem rapide nach der Einnahme und baut sich auch recht schnell wieder ab.
Vermutlich ist sie nach wenigen Tagen oder gar Stunden wieder komplett abgebaut, es gibt Userberichte, die von täglichem Konsum über einige Tage hinweg und von keiner Verschwächerung der Wirkung berichten.

 

Toxizität von 2C-B

Es ist keine LD50 (Letale Dosis bei der 50% aller Konsumenten sterben) bekannt, auch nicht im Tierversuch.
Sie scheint bei 2C-B recht hoch zu liegen, es gibt Berichte über den Konsum von 100mg und mehr, der zu keinen Todesfällen führte.

Über Neurotoxizität oder sonstigen möglichen körperlichen Langzeitschäden vom Konsum von 2C-B ist nichts bekannt, es scheint sich hier um eine recht sichere psychoaktive Substanz zu handeln.

 

2C-B Pharmakologie

Die Pharmakologie von 2C-B ist etwas ganz besonderes, wenn man sie mit anderen typischen Psychedelika vergleicht.
Dieses Phenethylamin hat nämlich nur eine geringe Effikitivität am 5-HT2A Rezeptor und ist dementsprechend nur ein schwacher partieller Agonist an diesem Rezeptor.

2C-B wirkt deutlich stärker am 5-HT2C Rezeptor, es wird vermutet dass dieser Wirkmechanismus für die psychedelische Wirkung dieser Substanz verantwortlich ist.
In Tierversuchen an Ratten stellte man außerdem fest, dass 2C-B die Dopamin-Konzentration im Gehirn erhöhte, eventuell wirkt es also auch im Menschen als dopaminerge Substanz, beispielsweise als Dopamin-Wiederaufnahmehemmer und/oder als -Ausschütter.

Wie genau die psychedelische Wirkung zustande kommt ist nachwievor unklar und Gegenstand zahlreicher Forschung.
Dies trifft nicht nur auf 2C-B sondern auch auf alle anderen Psychedelika zu – der Mensch ist gerade mal beim Beginn der Psychoaktiva Forschung angelangt.

 

Löslichkeit von 2C-B

Es gibt starke Unterschiede zwischen der Löslichkeit von 2C-B HCl und der von 2C-B HBr, da man sich nicht sicher sein kann welches Molekül man erhält, sollte man diese Angaben deswegen mit Vorsicht genießen.

2C-B ist eher schlecht wasserlöslich, über die genaue Löslichkeit ist nichts bekannt, das Hydrobromid soll sich laut den meisten Berichten aber besser in Wasser lösen als das Hydrochlorid Salz.
Von 2C-B HBr wird eine Löslichkeit von bis zu 15mg/ml in Wasser berichtet, hierfür muss aber Hitze zugeführt & umgerührt werden.
Von 2C-B HCl könnten sich bei Zimmertemperatur nur 1ml/mg oder noch weniger lösen.

Die Löslichkeit von 2C-B HCl in Ethanol beträgt etwa 3mg/ml, in DMSO etwa 2,5mg/ml und in Dimethyl Formamid (DMF) etwa 5mg/ml.

 

Nachweisbarkeit von 2C-B

2C-B ist so wohl im Urin, in den Haaren als auch im Blut nachweisbar.
Im Urin bis zu 3 Tage, im Blut etwa 24 Stunden, in den Haare vermutlich deutlich länger.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • MAO-Hemmer: Die Kombination von 2C-B mit MAOI (MAO-Inhibitoren / MAO-Hemmern) führt zu einer extrem starken Wirkverstärkung, die (wegen der Unterschiede zwischen verschiedenen MAO-Hemmern und Personen) nicht vorhersehbar und deswegen sehr gefährlich sind.
    Es gibt einige Berichte von täglichen Konsumenten des pharmazeutischen MAO-Hemmers Moclobemid, die 2C-B Einnahmen und von einer mindestens zwei, eher drei bis vier mal stärkeren Wirkung berichten. Dies bedeutet praktisch, dass bereits 5mg 2C-B oral eine mit 20mg vergleichbare Wirkung auslöste, die auch noch länger anhielt.
    Doch Vorsicht: Diese Kombination ist sehr gefährlich! Es ist nicht sicher, ob 2C-B sicher mit MAOI kombiniert werden kann oder ob es gar zu tödlichen Wechselwirkungen kommen kann!
    Vom Mischen von Phenylethylaminen mit MAOI wird von den meisten Konsumenten dringend abgeraten.
  • Andere Psychedelika: Der Mischkonsum von verschiedenen Psychedelika miteinander kann eine unvorhersehbar intensive Verstärkung der Wirkung (Wechselwirkungen) auslösen. Nur erfahrene Psychonauten sollten mit solchen Kombinationen experimentieren!
    Es kann außerdem gefährliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Psychedelika geben, man muss sich also vorher genauestens über jede Kombination informieren, die man einnehmen möchte!
  • MDMA & andere Empathogene (wie 5-MAPB, MDAI…): Die Kombination von 2C-B + MDMA wird Nexus Flip genannt.
    Hier tritt extrem starke Empathie, oftmals auch Euphorie und eine intensive psychedelische Wirkung ein, die theoretisch auch therapeutisches Potential haben könnte. Gleiches gilt auch für die Kombination von 2C-B mit anderen Empathogenen, man sollte sich jedoch genau über jede Kombination informieren, da es zu Wechselwirkungen kommen könnte.
    Die Kombination von Psychedelika mit Empathogenen ist nur für sehr erfahrene Psychonauten zu empfehlen, die etliche Erfahrungen mit den einzelnen Substanzen im Monokonsum haben!
    Die Wirkung kann sehr intensiv und heftig werden, außerdem muss man die Drogen zur richtigen Zeit einnehmen, um zu verhindern dass man vom MDMA (/anderen Empathogen) runterkommt während das 2C-B noch wirkt, da das zu einem sehr unangenehmen Trip führen kann.
  • Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Paranoia und Verwirrtheitszustände sind häufig, es kann auch zu körperlichen Problemen wie Bluthochdruck und Herzrasen kommen.
    Viele Konsumenten berichten außerdem davon, dass die Kombination aus Psychedelika und Dissoziativa oft einen düsteren, nur schwer zu kontrollierenden Trip verursacht. Auch diese Kombinationen dürfen nur von erfahrenen Psychonauten eingegangen werden, die wissen was sie tun.
  • Alkohol: Der Trip wird etwas abgestumpft wenn Alkohol dazu getrunken wird. Der Mischkonsum ist nicht empfehlenswert, es kann zu Übelkeit kommen.
  • Kratom & andere Opioide: Auch hier wird der psychedelische Trip abgestumpft und abgeschwächt.
  • Benzodiazepine: Benzodiazepine schwächen den Trip stark ab und können Angstzustände und Panikattacken während einer psychedelischen Reise unterdrücken.
    Benzos werden auch im Krankenhaus Konsumenten gegeben, die starke Panik haben.
    Oft wird der Trip nicht komplett beendet, sondern nur die Angst, dies kommt auf das Benzodiazepin und auf die Dosierung an.
    Vorsicht, Benzodiazepine als Tripstopper zu haben ist kein Freifahrtsschein auf die Safer Use Regeln verzichten zu können!
    Auch ein Horrortrip der mit Benzos abgebrochen wurde kann eine posttraumatische Belastungsstörung hinterlassen. Einige Konsumenten spekulieren sogar, dass ein mit Benzo abgebrochener Trip das häufiger tut als ein durchgestandener Badtrip.
  • Upper (Amphetamin, 2-FA, 4F-MPH, Kokain etc.): Der Mischkonsum von Stimulanzien mit Psychedelika ist gar keine gute Idee!
    Da Upper psychotisch und angststeigernd wirken, ist die Horrortrip-Gefahr deutlich erhöht und auch die Gefahr eine anhaltende „Drogenpsychose“ zu entwickeln steigt massiv.
    Auch körperlich kann diese Kombination sehr bedrohlich, bis hin zu lebensgefährlich sein, da der Kreislauf und das Herz belastet wird.
    Wenn der Upper extrem gering dosiert wird können manch erfahrene Konsumenten vielleicht mit dieser Mischung umgehen, für die allermeisten ist dies jedoch ein striktes Tabu!

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