2C-C – Von Shulgin entdecktes psychedelisches Phenethylamin (Substanzinfo)

2C-C – Von Shulgin entdecktes psychedelisches Phenethylamin (Substanzinfo)

2C-C (2,5-Dimethoxy-4-chlorphenethylamin) ist ein Phenetylamin welches psychedelisch 2C-Cwirkt und, ebenso wie viele andere Psychedelika und Empathogene, von Sasha Shulgin entdeckt und in seinem Standardwerk PiHKAL (Phenethylamines I have known and loved) beschrieben wurde.

Es handelt sich um ein eher weniger beliebtes 2C-X, verglichen mit bspw. 2C-B, 2C-E oder 2C-I, da es (bei moderaten Dosierungen) nicht allzu intensiv oder „besonders“ / „magisch“, dafür aber recht stark körperlich wirkt.

Es gehört zu den psychedelischen Phenethylaminen der 2C-Familie („2C-X“), es gibt jedoch deutlich weniger Untersuchungen & Erfahrungsberichte als zu 2C-B.

Andere Namen: 2C-C, (4-Chloro-2,5-dimethoxyphenethyl)amin, (4-Chloro-2,5-dimethoxyphenethyl)amine (engl.)

IUPAC: 2-(4-Chloro-2,5-dimethoxyphenyl)ethan-1-amin, 2-(4-Chloro-2,5-dimethoxyphenyl)ethan-1-amine (engl.)

Summenformel: C10H14ClNO2

Molekulare Masse: 215,6778 g/mol

Schmelzpunkt: 2C-C HCl: 220-221°C

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von 2C-C

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Psychedelisch (Pseudohalluzinationen, psychedelisches Denken – „Mindtrip“) – Dazu zählen Visionen bei geschlossenen wie auch bei offenen Augen
  • Verändertes Hören
  • Verändertes (meist verlangsamtes) Zeitgefühl
  • Starke Euphorie möglich
  • Gefühl der Einigkeit und Empathie
  • Aphrodisierend – Tiefe Verbundenheit mit dem Partner und ein stark intensivierter Orgasmus kann (vor allem bei gemäßigten / normalen Dosierungen) eintreten, im hohen Dosisbereich kann es sehr schwer werden, bei der Sache zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen.
  • Sedation / Entspannung – 2C-C wirkt laut einigen Konsumenten sehr körperlich entspannend, was es von anderen psychedelischen Phenethylaminen unterscheidet!
    Tritt jedoch nicht bei allen Konsumenten auf, einige empfinden hingegen sogar eine Stimulation!
  • Energetisierung / Stimulation – Paradox zur sedativen / entspannenden Wirkung kommt es manchmal auch zu energetisierenden bzw. stimulierenden Effekten, wie es bei anderen Psychedelika auch oft der Fall ist.
    Manche Konsumenten fühlen sich auch unter dem Einfluss von 2C-C aufgeputscht, lebendig und interessiert. Dies tritt üblicherweise bei niedrigeren bis moderaten Dosierungen ein, höhere erzeugen dann eher stärkere körperliche Effekte die sich meist nicht mehr allzu energetisierend anfühlen.

2C-C 3D MolekülEine allgemeine Beschreibung der Wirkung fällt bei Psychedelika recht schwer, da der Trip stark subjektiv ist und von Person zu Person, von Dosis zu Dosis, und sogar von Einnahme zu Einnahme sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Jemandem der noch nie eine starke psychedelische Droge einnahm einen psychedelischen Trip zu erklären funktioniert nur ansatzweise, komplett nachvollziehen kann die unerfahrene Person die Wirkung allerdings nicht.

Die Gefühle werden verstärkt, die Wahrnehmung wird verändert und neue optische und akustische Reize können wahrgenommen werden.
Alles kann einem fremdartig und unbekannt vorkommen, als wäre man wieder ein kleines Kind.
Die Gedankengänge sind verändert, vor dem inneren Auge sieht man Muster, Farben oder sogar Personen und „Animationen“.

Die Wirkung ist vergleichbar mit anderen psychedelischen Phenethylaminen (2C-B, 2C-B-FLY, 25C-NBOMe, 2C-E, ein wenig auch mit Meskalin etc.) und wer ein solches bereits probierte, kann sich die Art der psychedelischen Effekte von 2C-C deutlich besser vorstellen.

Besonders bemerkenswert an 2C-C ist, dass es auf einige Personen sehr körperlich entspannend, bis hin zu sedativ / schlaffördernd wirkt, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Psychedelika wie LSD, 1P-LSD oder auch 2C-B.
Dies tritt jedoch nicht immer und bei jedem ein, manche Berichte empfinden 2C-C sogar als stimulierend / uppend, ebenso wie 2C-B oder 2C-B-FLY!

Von der Intensität her handelt es sich hier um ein eher leichteres / seichteres Psychedelikum, bei moderaten Dosierungen wird im Normalfall kein so starker Mindtrip wie bei 1P-LSD oder LSD eintreten, jedoch ein etwas stärkerer als bei 2C-B.
Die körperlichen Effekte sind recht stark ausgeprägt (stärker als bei 2C-B, jedoch schwächer als bei 2C-E oder 2C-P) und können so wohl als angenehm wie auch als unangenehm empfunden werden.

 

2C-C Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Evtl. Leicht erhöhter Blutdruck / erhöhte Herzfrequenz
  • Paranoia, Angstzustände („Badtrip“)
  • Angstvolle Ich-Auflösung
  • Pupillenerweiterung
  • Dysphorie, Trauer, ein Gefühl des Verlassenseins können aufkommen
  • Veränderte Temperaturwahrnehmung / Erhöhte Empfindlichkeit
  • Gänsehaut
  • Psychosomatische Muskel- / Gelenkschmerzen
  • Unangenehme Körpergefühle / Bodyload
  • Übelkeit / Erbrechen – Meist nur während des Hochkommens, wenn die Hauptwirkung einsetzt verschwinden diese Symptome üblicherweise.

Ein starker psychedelischer Trip ist ein sehr intensives, tiefenpsychologisches Erlebnis.
Psychedelische Drogen sind keine Spaßdrogen sondern Werkzeuge, mit denen die eigene Psyche erforscht und sogar geheilt werden kann.
Und so muss man diese Drogen auch behandeln!

Ein schlechter, überfordernder Trip kann im Konsumenten ein Trauma auslösen und eine Angststörung hinterlassen.
Dies vergeht im Normalfall, wenn der Trippende den Trip verarbeitet hat, was Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern kann.
Um die Wahrscheinlichkeit eines schlechten Trips zu verringern, sollte man alle Safer Use Regeln einhalten und sehr gut auf Set, Setting & Dosis achten.
Mehr Safer Use Regeln gibt es hier!
Außerdem sollten zwischen jedem Trip angemessene Pausen eingehalten werden, sodass er integriert werden kann, werden diese nicht eingehalten steigt das Risiko für negative psychische Nachfolgen drastisch.

Die starke körperliche Wirkung von 2C-C ist ein potentieller Quell für unangenehme Wirkkomponenten dieser Substanz.
Gerade in hohen Dosierungen kann der Bodyload anstrengend und heftig werden. Wie gesagt kann, nicht bei jedem Menschen kommt es zu dieser Nebenwirkung, durchschnittlich vermutlich jedoch deutlich häufiger als bei LSD bzw. 1P-LSD / AL-LAD / ETH-LAD.

 

Konsumformen / Applikationswege

Am verbreitetsten ist der orale Konsum von 2C-C.
Auch die Einnahme von 2C-C nasal ist möglich, jedoch nicht zu empfehlen, da es zu sehr starkem Brennen kommt (wie bei den anderen 2C Substanzen auch), das den Trip negativ beeinflussen kann.
Wird nasal konsumiert muss deutlich niedriger dosiert werden und die Wirkung kann wenige Minuten nach Einnahme anfluten.

Auch der rektale, intravenöse und sublinguale Konsum sollte möglich sein, über diese Methoden ist jedoch wenig bekannt und wegen der Ungewissheit über die Dosierung sollte man eher von ihnen Abstand nehmen.

 

2C-C Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 2-10mg
  • Leichte Wirkung: 10-30mg
  • Normal: 30-50mg
  • Starke Wirkung: 45-70mg
  • Sehr starke Wirkung: 70mg+

Nasal:

  • Erste Effekte ab: 2-5mg
  • Leichte Wirkung: 5-15mg
  • Normal: 15-25mg
  • Starke Wirkung: 22-35mg
  • Sehr starke Wirkung: 35mg+

 

2C-C Wirkzeit

Je nach eingenommener Dosis kann die Wirkzeit deutlich variieren.

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 20-90 Minuten
  • Hochkommen: 15-30 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-7 Stunden
  • Davon Peak: 2-4 Stunden
  • Afterglow: 2-4 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 5-30 Minuten
  • Hochkommen: 10-30 Minuten
  • Hauptwirkung: 2-6 Stunden
  • Davon Peak: 1-4 Stunden
  • Afterglow: 2-4 Stunden

 

Rechtsstatus von 2C-C

In Deutschland unterliegt 2C-C der Anlage 1 des BtMG und ist damit verboten & nicht verkehrsfähig.

Ebenfalls illegal ist es in China, Canada, Schweden, den USA und in Ländern mit Analog / Stoffgruppen Verboten.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzentwicklung erfolgt bei 2C-C, so wie bei anderen Psychedelika auch, extrem rapide nach der Einnahme und baut sich auch recht schnell wieder ab.
Vermutlich ist sie nach wenigen Tagen oder gar Stunden wieder komplett abgebaut, es gibt Userberichte, die von täglichem Konsum über einige Tage hinweg und von keiner Verschwächerung der Wirkung berichten.

 

2C-C Pharmakologie

2C-C ist hauptsächlich ein Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer mit IC50 5-HT: 31±7,8 μM NE: 63±18 μM, welcher Wirkmechanismus genau für die psychedelischen Effekte verantwortlich ist, ist jedoch nicht hinreichend erforscht (ebenso wie bei den anderen, etablierteren Psychedelika).

 

Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun die eine oder die andere Substanz vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

2C-C wird bei Kontakt mit dem Marquis Reagent zunächst gelb, dann (gift)grün, mit dem Mandelin Reagent gelb mit immer deutlicher werdenden grünen Schlieren, mit dem Mecke Reagent grün bis schwarz, mit dem Froehde Reagent gelb und grünlich, mit dem Liebermann Reagent schwarz / dunkelbraun.

 

Löslichkeit

Die Löslichkeit von 2C-C HCl in Ethanol beträgt etwa 0,5mg/ml, in DMSO 5mg/ml und in Dimethyl Formamid (DMF) 3mg/ml.

Über die Löslichkeit in Wasser ist uns nichts bekannt, solltet ihr Infos zur Löslichkeit von 2C-C haben schreibt uns!

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • MAO-Hemmer: 2C-X und andere psychedelische Phenethylamine (wie Meskalin oder 25x-NBOMe) soll man nicht mit MAO-Hemmern kombinieren, da es zu unvorhersehbaren Wechselwirkungen & negativen Effekten kommen kann!
    Die allermeisten erfahrenen Psychonauten die diese Kombination probierten raten davon ab, sie ist potentiell sogar körperlich gefährlich und kann im schlimmsten Fall gar zum Tode führen!
    Außerdem ist mit einer enormen Verstärkung der Wirkung & Verlängerung der Wirkdauer zu rechnen.
  • Andere Psychedelika: Der Mischkonsum von verschiedenen Psychedelika miteinander kann eine unvorhersehbar intensive Verstärkung der Wirkung (Wechselwirkungen) auslösen. Nur erfahrene Psychonauten sollten mit solchen Kombinationen experimentieren!
    Es kann außerdem gefährliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Psychedelika geben, man muss sich also vorher genauestens über jede Kombination informieren, die man einnehmen möchte!
  • Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Paranoia und Verwirrtheitszustände sind häufig, es kann auch zu körperlichen Problemen wie Bluthochdruck und Herzrasen kommen.
    Viele Konsumenten berichten außerdem davon, dass die Kombination aus Psychedelika und Dissoziativa oft einen düsteren, nur schwer zu kontrollierenden Trip verursacht. Auch diese Kombinationen dürfen nur von erfahrenen Psychonauten eingegangen werden, die wissen was sie tun.
  • Alkohol: Der Trip wird etwas abgestumpft wenn Alkohol dazu getrunken wird. Der Mischkonsum ist nicht empfehlenswert, es kann zu Übelkeit kommen.
  • Kratom & andere Opioide: Auch hier wird der psychedelische Trip abgestumpft und abgeschwächt.
  • Benzodiazepine: Benzodiazepine schwächen den Trip stark ab und können Angstzustände und Panikattacken während einer psychedelischen Reise unterdrücken.
    Benzos werden auch im Krankenhaus Konsumenten gegeben, die starke Panik haben.
    Oft wird der Trip nicht komplett beendet, sondern nur die Angst, dies kommt auf das Benzodiazepin und auf die Dosierung an.
    Vorsicht, Benzodiazepine als Tripstopper zu haben ist kein Freifahrtsschein auf die Safer Use Regeln verzichten zu können!
    Auch ein Horrortrip der mit Benzos abgebrochen wurde kann eine posttraumatische Belastungsstörung hinterlassen. Einige Konsumenten spekulieren sogar, dass ein mit Benzo abgebrochener Trip das häufiger tut als ein durchgestandener Badtrip.
  • Upper (Amphetamin, 2-FA, 4F-MPH, Kokain etc.): Der Mischkonsum von Stimulanzien mit Psychedelika ist gar keine gute Idee!
    Da Upper psychotisch und angststeigernd wirken, ist die Horrortrip-Gefahr deutlich erhöht und auch die Gefahr eine anhaltende „Drogenpsychose“ zu entwickeln steigt massiv.
    Auch körperlich kann diese Kombination sehr bedrohlich, bis hin zu lebensgefährlich sein, da der Kreislauf und das Herz belastet wird.
    Wenn der Upper extrem gering dosiert wird können manch erfahrene Konsumenten vielleicht mit dieser Mischung umgehen, für die allermeisten ist dies jedoch ein striktes Tabu!
  • Empathogene (MDMA, Methylon, 5-MAPB etc.): Das Mischen von Psychedelika mit Empathogenen (was meist stark serotonerge Upper sind) erzeugt eine sehr heftige psychedelische Erfahrung, die von starker Empathie und Liebe begleitet, aber auch sehr belastend und intensiv sein kann, weshalb sie nur von erfahrenen Psychonauten eingenommen werden sollte.
    Beide Substanzen (so wohl das Psychedelikum als auch das Empathogen) müssen etwa halb so niedrig dosiert werden, wie wenn man die Substanzen im Monokonsum nehmen würde!

Weitere Substanzinfos zu Phenylethylaminen

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