3-Fluoroamphetamin / 3-FA – Research Chemical Upper & Amphetamin-Analog (Substanzinfo)

3-Fluoroamphetamin / 3-FA – Research Chemical Upper & Amphetamin-Analog (Substanzinfo)

3-FA (3-Fluoramphetamin) ist ein als Research Chemical verkaufter Upper der zu den 3-FA / 3-Fluoroampethamin / 3-FluoroamphetamineAmphetaminen zählt und ein Fluor-substituiertes Amphetamin-Analog ist.
Oft wird diese neue psychoaktive Substanz als eher mildere Stimulanz mit weniger stark ausgeprägten Nebenwirkungen beschrieben, mehr dazu bei der Überschrift „Wirkung von 3-FA„.

Verglichen mit den nahen verwandten 2-FA, 2-FMA und 4-FA ist 3-FA eher unbeliebt und unbekannter, da es auf einige Personen nicht befriedigend genug wirkt.

Vorsicht, anscheinend ist bislang kein oder nur extrem selten echtes 3-Fluoroamphetamin in Umlauf! 3-FA ist ein extrem starker Dopaminausschütter, die Infos hier basieren auf den Berichten über die als 3-FA verkauften Substanzen.
Es werden wahrscheinlich unterschiedliche Cathinone oder Amphetamine fälschlicherweise als 3-FA verkauft.
Ihr solltet euch also nicht auf die Infos hier verlassen, erst Recht nicht auf die Dosisangaben!!

Andere Namen: 3-FA, 3-Fluoroamphetamin, 3-Fluoroamphetamine (engl.), PAL-353, 3-Fluoramphetamin, 3-Fluoramphetamine (engl.), 3-fluoro-α-methyl-benzeneethanamine, 3-fluoro-α-methyl-benzeneethanamin

IUPAC: (RS)-1-(3-Fluorophenyl)propan-2-amin, (RS)-1-(3-Fluorophenyl)propan-2-amine (engl.)

Summenformel: C9H12FN

Molekulare Masse: 153,196 g/mol

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von 3-FA

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Stimulation (Aufputschend, wachmachend)
  • Appetitzügelnd
  • Konzentrations- und Leistungssteigerung – Verglichen mit 2-FA oder 2-FMA soll 3-FA deutlich weniger leistungssteigernd wirken und damit schlechter als Arbeitsdroge geeignet sein. Dies ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich & liegt auch an Set & Setting.
  • Aphrodisierend – Steigerung der sexuellen Lust und Verzögerung des Orgasmus
  • Gesteigerter Rededrang – Ein sogenannter „Laberflash“
  • Euphorisch
  • Gesteigertes Selbstbewusstsein
  • Verbesserte Wahrnehmung von Musik
  • Verstärkte Empathie – Dieser Effekt tritt üblicherweise nur leicht oder überhaupt nicht auf, deutlich geringer als bei 4-FA, vergleichbar mit vielen anderen Uppern.

Die Wirkung von 3-FA ist mit der von anderen Stimulanzien wie Amphetamin (Speed), 2-FA, 2-FMA, Ethylphenidat oder 4F-MPH vergleichbar, das heißt sie ist hauptsächlich stimulierend (aufputschend), nur sehr leicht empathogen und in manchen Situationen euphorisch und/oder leistungssteigernd.
Einige Konsumenten beschreiben 3-FA als nicht allzu leistungssteigernd und ebenso als nicht allzu spaßig, damit zählt es zu den eher unbeliebteren Uppern.

Dennoch sind die Nebenwirkungen verglichen mit anderen Uppern nur gering ausgeprägt und oft wird die Wirkung als durchaus angenehm empfunden.

3-Fluoroamphetamin wird oft als eher sanfter, milderer Upper empfunden, sanfter als bspw. Amphetamin, ähnlich wie 2-FA oder auch 2-FMA.
Für einige Menschen ist die Wirkung dieser Substanz jedoch auch sehr unbefriedigend und deutlich unangenehmer / langweiliger als die von 2-FA!

 

3-FA Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist nur wenig bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Abhängigkeitspotential vorhanden, es ist etwa ähnlich wie bei Amphetamin!
  • Sehr unangenehmer Kater & Comedown (zu deutsch Runterkommen) – Wenn hoch dosiert oder oft nachgelegt wird, wird der Kater am nächsten Tag und das Runterkommen wenn die Wirkung abflacht deutlich unangenehmer
  • Dehydration
  • Steigerung des Blutdrucks
  • Unterdrückung der Körperfunktionen (z.B. Harndrang, Hunger & Durst)
  • Übelkeit & Magenprobleme – Erst recht bei höheren Dosierungen, regelmäßigem Konsum oder wenn oft nachgelegt wird.
  • Paranoia & psychotische Phasen („Drogenpsychose“) möglich, vor allem bei Überdosierung & regelmäßigem Konsum – Eine durch regelmäßigen, hochdosierten Upper Konsum ausgelöste Psychose tritt recht häufig ein und laut einer Studie können sich 5-15% der betroffenen Personen nie komplett von ihrer Krankheit erholen (d.h. haben bis an ihr Lebensende noch hin und wieder psychotische Symptome).
    Dementsprechend vorsichtig ist mit Uppern umzugehen – zu häufiger, exzessiver Konsum wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit heftige Probleme verursachen!
  • Craving, also Gier nach der Substanz (Deswegen wird oft nachgelegt)
  • Kalte Hände & Füße
  • Erweiterung der Pupillen
  • Sexuelle Dysfunktion möglich
  • Neurotoxizität / Kardiotoxizität ist möglich, aber nicht bestätigt
  • Verengung der Blutgefäße (Vasokonstriktion)
  • Zähneknirschen und Kieferkrämpfe („kiefern“, „Kieferkicks“, „Mundgulasch“) – Geringer als bei MDMA, 4-FA und auch 2-FMA, vergleichbar vielleicht mit 2-FA.
  • Kurzatmigkeit
  • Schweißausbrüche
  • Unangenehmer Körper- und Mundgeruch – tritt vor allem beim Konsum von höheren Dosierungen auf.
  • Unangenehmer Bodyload („aufgeladenes“ Körpergefühl) – Vor allem bei hohen Dosierungen

3-FA / 3-FluoroamphetaminUm der Dehydration entgegen zu wirken und eine Beschädigung der Nieren zu verhindern muss genug getrunken werden (etwa 250-500ml Wasser pro Stunde)!

Insgesamt sind die Nebenwirkungen meist eher sanfter ausgeprägt als bei vielen anderen Uppern wie Amphetamin oder a-PHP.
Da die Wirkung von einigen Personen jedoch als nicht sehr zufriedenstellend empfunden wird kann es zu Dysphorie / schlechter Laune wegen der Schlaflosigkeit und dem veränderten Denken kommen.

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale Konsum von 3-FA, hierfür füllt man die Substanz am besten in Leerkapseln oder baut sich eine Taschentuch-„Bombe“.

Auch der nasale Konsum ist recht verbreitet allerdings nicht gut geeignet, da 3-Fluoroamphetamin stark brennt und die empfindliche Nasenschleimhaut beschädigen kann.
Die Wirkung tritt hier schneller ein und man muss etwas niedriger dosieren, wenn auch nicht allzu viel, da die Bioverfügbarkeit oral recht gut zu sein scheint.

Theoretisch sollte auch der rektale, sublinguale, inhalative und intravenöse Konsum funktionieren, von diesen Konsumformen ist jedoch abzuraten und es gibt kaum Erfahrungsberichte über sie.
Der sublinguale Konsum beschädigt die Zähne & das Zahnfleisch, der inhalative die Lunge (vermutlich sehr starke Beschädigung, außerdem ist die Suchtgefahr deutlich höher!), der rektale Konsum die Darmschleimhaut und der intravenöse Konsum die Venen (auch hier eine extreme Beschädigung & starke Erhöhung der Suchtgefahr!).

 

3-FA Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 10-15mg
  • Leichte Wirkung: 15-30mg
  • Normal: 25-50mg
  • Starke Wirkung: 50-70mg
  • Sehr starke Wirkung: 70mg+

Nasal:

  • Erste Effekte ab: 8-15mg
  • Leichte Wirkung: 12-25mg
  • Normal: 20-45mg
  • Starke Wirkung: 40-65mg
  • Sehr starke Wirkung: 60mg+

 

3-Fluoroamphetamin Wirkzeit

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 20-60 Minuten
  • Hochkommen: 30-60 Minuten
  • Hauptwirkung: 4-6 Stunden
  • Davon Peak: 2-3 Stunden
  • Runterkommen: 1-2 Stunden
  • Afterglow: 2-6 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 5-30 Minuten
  • Hochkommen: 15-60 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-6 Stunden
  • Davon Peak: 1-3 Stunden
  • Runterkommen: 1-2 Stunden
  • Afterglow: 2-6 Stunden

 

Rechtsstatus von 3-FA

Da es sich hier um ein Amphetamin handelt, fällt 3-FA unter das deutsche Neue Psychoaktive Substanzen Gesetz und somit ist der Verkauf und die Einfuhr aus dem Ausland illegal.

Ebenfalls illegal ist es in China, Großbritannien und Kanada und in Ländern mit Analog- und Stoffgruppenverboten.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzbildung verläuft wie bei anderen, ähnlich wirkenden Uppern und Cathinonen.
Jede Einnahme lässt die Toleranz steigen, nach 3-7 Tagen sollte sie (je nach konsumierter Menge) wieder auf etwa die Hälfte, nach 7-14 Tagen auf Null reduziert sein.

Wird oft nachgelegt und / oder werden hohe Mengen eingenommen, kann es auch deutlich länger dauern, bis die Toleranz wieder auf den Anfangspunkt gesunken ist!

 

3-FA Pharmakologie

Es gibt keine genauen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Wirkmechanismus von 3-Fluoroamphetamin, die Angaben hier basieren also auf Spekulationen basierend auf ähnlich wirkenden Stimulanzien.

Vermutlich wirkt es hauptsächlich als Dopamin- und Noradrenalin-Ausschütter und außerdem als leichter Serotonin-Ausschütter und/oder –Wiederaufnahmehemmer.
Vergleichbar mit 2-FA, 2-FMA, 3-FMA oder auch Ethylphenidat, jedoch deutlich anders als 4-FA, welches deutlich stärker an den Serotonin Rezeptoren wirkt.

Echtes 3-FA wirkt sehr stark als Dopamin-Ausschütter, allerdings war wohl noch nie oder nur extrem selten echtes 3-Fluoroamphetamin in Umlauf!

 

Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun die eine oder die andere Substanz vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

Uns sind leider keine Informationen zur Reaktion von 3-FA auf Testing Reagents bekannt.
Solltet ihr welche haben hinterlasst bitte ein Kommentar oder meldet euch hier!

 

Löslichkeit

3-FA HCl ist sehr gut in Wasser löslich, nämlich etwa 20mg/ml.
In Ethanol lösen sich etwa 30mg/ml, in DMSO und in Dimethyl Formamid je etwa 20mg/ml.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • Andere Stimulanzien: Der Mischkonsum von verschiedenen Stimulanzien ist potentiell sehr gefährlich, da der Blutdruck und die Herzfrequenz stark erhöht und auch die Nebenwirkungen wie Dehydration verstärkt werden.
    Die Wirkung kann sich unvorhersehbar potenzieren und es kann gefährliche Wechselwirkungen (wie starke Neurotoxizität oder ein Serotonin-Syndrom) geben, man muss sich also genauestens über jede einzelne Kombination informieren, die man einnehmen will!
  • 25X-NBOMe, 25x-NBF & co.: Die Amphetamin-Analoge von psychedelischen Phenethylaminen, wie 25x-NBOMe, 25x-NBF etc. sind an sich schon aufputschend und stimulierend und wirken stark auf die Herzfrequenz und den Blutdruck.
    Der Mischkonsum von Stimulanzien mit diesen Psychedelika ist lebensgefährlich!!
  • Psychedelika: Auch bei anderen Psychedelika kann es im Mischkonsum mit Stimulanzien zu Komplikationen mit dem Blutdruck und Kreislauf kommen.
    Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen, da die Upper Paranoia verstärken und die Gefahr auf einen Badtrip erhöhen.
  • DXM & andere Dissoziativa: Der Mischkonsum von DXM (und auch anderen Dissoziativa) mit Stimulanzien kann sehr gefährlich sein. Blutdruck und Herzfrequenz werden erhöht und auch hier kann es zu psychischen Problemen (Panikattacken, Badtrip) kommen.
  • Alkohol: Stark gesteigerte Dehydration! Die Wirkung des Alkohols wird durch den Upper unterdrückt, weswegen nicht mehr abgeschätzt werden kann, ob zu viel getrunken wird.
    Dies kann zu einer Alkoholvergiftung, die lebensbedrohlich werden kann, führen.
  • Tramadol, Kratom & andere Opioide: Die Krampfschwelle wird beim Mischkonsum stark gesenkt, weshalb es leicht zu Krampfanfällen kommen kann.
  • MDMA: Die neurotoxischen Effekte des MDMA werden durch den Mischkonsum mit Uppern verstärkt, der Kater am nächsten Tag wird dadurch deutlich schlimmer.
  • MAO-Hemmer: Tödliche Kombination! Vorsicht!
  • Downer: Die Kombination aus Uppern und Downern (wie Benzodiazepinnen, Opioiden, Alkohol & GBL) kann zu einer gefährlichen Kreislaufbelastung führen.
    Die Herzfreguenz und der Blutdruck könnnen erhöht werden.
    Außerdem wird die sedierende Komponente der Downer unterdrückt, weshalb es leicht zu einer Überdosierung kommen kann, weil der Konsument nicht mehr einschätzen kann, wie stark die Wirkung der Downer bereits ist und er deshalb eventuell nachlegt.

Weitere Substanzinfos zu Amphetaminen

7 Kommentare

  1. Da es noch nie richtiges 3-FA, bzw einen Batch ,auf dem Markt gab, sind die Infos hierzu auch völlig falsch. Es ist der stärkste dem Menschen bekannte Dopaminreleaser.. Also mit mild hat das nichts zutun.

    LG

    Dr. K.

        1. Vielen Dank, ich ergänzte das im Artikel und schrieb oben hin, dass man sich nicht auf die Angaben verlassen sollte.
          Das sollte vorerst die Verbreitung von Fehlinformationen vermeiden, werde das in Zukunft noch genauer in der Substanzinfo zu erläutern!

          1. Hallo,

            ich kann in Zukunft ja immer mal neue Artikel testlesen und falls mir was auffällt was dazu schreiben. kann man dich auch per email erreichen?

            LG Dr. K

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