3-MeO-PCP (3-Methoxyphencyclidin) – Research Chemical Dissoziativum (Substanzinfo)

3-MeO-PCP (3-Methoxyphencyclidin) – Research Chemical Dissoziativum (Substanzinfo)

3-MeO-PCP (3-Methoxyphencyclidin) ist ein dissoziativ wirkendes Arylcyclohexylamin 3-MeO-PCPwelches ein Analog von PCP ist und ähnliche Eigenschaften besitzt.
Erstmals synthetisiert wurde es 1979 (als PCP-Analoge untersucht wurden), die erste Erwähnung der psychoaktiven Wirkung dieser Substanz im Menschen wurde 1999 von John Q. Beagle (ein Pseudonym) getätigt und in den letzten Jahren wurde es dann als Research Chemical oder Designerdroge online verkauft, es erschien vermutlich 2011 erstmals auf dem Markt.

Seither wurde es in einigen Ländern weltweit illegalisiert und gilt als recht beliebte Ketamin / PCP / MXE Alternative mit vergleichweise sehr hoher Potenz.
Bekannt ist 3-MeO-PCP als stark psychotisch und manisch wirkendes Dissoziativum, v.a. wenn es in zu hohen Dosierungen eingenommen wird.

Bei der Synthese von 3-MeO-PCP kann ein toxisches Cyanid zurück bleiben, dies ist auch eine Gefahr bei 4-MeO-PCP, wahrscheinlich jedoch nicht bei MXE, 3-MeO-PCE & Ketamin.

Andere Namen: 3-MeO-PCP, 3-Methoxyphencyclidin, 3-Methoxyphencyclidine (engl.), 3-Methoxy-Phencyclidin, 3-Methoxy-PCP, 3-methoxy PCP, 3-MeO Phencyclidin

IUPAC: 1-[1-(3-methoxyphenyl)cyclohexyl]-piperidin, 1-[1-(3-methoxyphenyl)cyclohexyl]-piperidine (engl.)

Summenformel: C18H27NO

Molekulare Masse: 273,42 g/mol

Schmelzpunkt: 204-205°C (HCl)

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

Wegen der dissoziativen, Ketamin– und MXE-ähnlichen Wirkung besteht die Gefahr, dass 3-MeO-PCP von Drogendealern als MXE oder Ketamin verkauft wird, um einen höheren Preis verlangen oder mehr Nachfrage generieren zu können.
Es gibt zum Beispiel einige Fälle, bei denen eine als Ketamin verkaufte Substanz in Wirklichkeit Diphenidin war!
Auch 3-MeO-PCP kann (wenn es mit einer wirkungslosen Substanz wie Lactose gestreckt wird) als MXE oder Ketamin ausgegeben werden!

Ein solcher Betrug ist fahrlässig körperverletzend und kann tödliche Folgen für den Konsumenten haben, da dieses Dissoziativum ganz anders als MXE oder Ketamin dosiert wird und auch andere Nebenwirkungen und Risiken hat.
Ob es sich um MXE oder 3-MeO-PCP handelt kann ohne Labor nicht ermittelt werden, zumindest Ketamin wird von einigen Drogenschnelltests allerdings erkannt.

Testet euer Ketamin mit einem Drogenschnelltest darauf, ob es sich tatsächlich um Ketamin handelt!!
Wenn es eine andere als die für Ketamin normale Reaktion gibt, sollte die Substanz nicht konsumiert werden!
Einen EZ-Test der Ketamin erkennt gibt es hier.

 

Wirkung von 3-MeO-PCP

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

Die Wirkung von Dissoziativa ist individuell sehr unterschiedlich und variiert auch stark mit der eingenommenen Dosis.
Während geringere bis normale Dosierungen noch nahezu alltagstauglich sind, lösen hohe Dosierungen einen sehr psychedelischen, dissoziativen Trip aus.

  • Motorische Schwierigkeiten / Dissoziation vom Körper – Der Körper lässt sich schwerer kontrollieren. Die Dissoziation vom Körper kann in hohen Dosierungen zu außerkörperlichen Erfahrungen (out-of-body experience) führen.
  • Stimulation / aufputschend – Verglichen mit anderen Dissoziativa (Ketamin, MXE oder Deschloroketamin) ist 3-MeO-PCP sehr stimulierend, vergleichbar ist die Stärke der Stimulation mit 3-MeO-PCE.
    Dennoch kann es (vor allem in hohen Dosen) auch zu sedierenden Effekten kommen!
  • Intensivierung / Veränderung des Tastsinns – Berührungen können sich stimulierend und vibrierend anfühlen.
  • Euphorie – Viele Konsumenten beschreiben 3-MeO-Phencyclidin als deutlich euphorischer als viele anderen Dissoziativa wie bspw. Ketamin oder Diphenidin.
  • Schwebegefühl
  • Depersonalisation / Derealisation – Dissoziation vom Bewusstsein
  • Egotod in hohen Dosierungen möglich
  • Visuelle Veränderungen (halluzinogene / psychedelische Effekte) – Es ist üblich, dass auf einem Dissoziativum Berauschte doppelt und langsamer sehen.
  • Akustische Veränderungen – Halluzinationen, Verzerrungen
  • CEVs (Closed eye visuals) – Pseudohalluzinationen bei geschlossenen Augen.
  • Verändertes Denken
  • Angstlösung / antidepressiv – Auf manche Konsumenten wirkt diese Substanz angstlösend und antidepressiv.
  • Steigerung des Selbstbewusstseins, „Egopush“ – Diese Komponente ist eher schwach ausgeprägt und nicht mit dem Egopush, den Kokain, 4-CMC und andere Upper auslösen, vergleichbar. Ist eher nur bei geringen Dosierungen spürbar!
  • Verändertes Zeitgefühl – Zeit kommt einem normalerweise sehr viel langsamer vor oder ist für den Konsumenten komplett abstrakt.
  • Olfaktorische Halluzinationen – Veränderung des Geruchsinns
  • Intensivierung der Träume

Je nach Dosierung ist die Wirkung sehr unterschiedlich. Je höher dosiert wird, desto verwirrender und stärker psychedelischer wird die Wirkung, geringere Dosierungen können sogar fast noch alltagstauglich sein.
Außerdem wirken Dissoziativa auch auf jede Person anders, gerade bei 3-MeO-PCP und PCP liest man oft von sehr unangenehmen, schlimmen, aber auch von sehr positiven, introspektiven Erfahrungen.
Es kommt mindestens ebenso oft zu „Badtrips“ wie bei Psychedelika, wenn nicht sogar öfter. 3-MeO-PCP ist hier definitiv anfälliger als andere Dissoziativa wie Ketamin oder MXP!

In sehr hohen Dosierungen kann man mit dieser Substanz, wie mit anderen Dissoziativa auch, eine außerkörperliche, sehr intensive psychedelische Erfahrung machen.
Bei Ketamin nennt man diesen Zustand K-Hole.
Von der Intensität her ist ein solcher Trip mit einer DMT Breakthrough Erfahrung zu vergleichen, es handelt sich hier um eine tiefenpsychologische Erfahrung und keinen Spaßrausch!
Nur Konsumenten die psychisch absolut gefestigt sind sollten so etwas in Erwägung ziehen.
Es kann zu Erleuchtungs-ähnlichen Zuständen, zum Bereisen anderer Welten und zu verstörenden und verwirrenden Sinneseindrücken kommen.

3-MeO-PCP ist jedoch nicht für den hochdosierten Konsum geeignet, da diese Substanz viel stärker psychotisch & manisch als andere Dissoziativa wirkt und außerdem stimulierend ist, was dazu führen kann dass der Konsument unbewusst noch Dinge tut die für ihn oder andere gefährlich sein können.

Mit Worten beschreiben kann man einen solchen Zustand, ähnlich wie den DMT Breakthrough, allerdings nicht.

 

3-MeO-PCP Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Beeinträchtigung des Erinnerungsvermögens – In sehr hohen Dosen kann es zu Blackouts kommen. Dies kann mitunter sehr gefährlich sein, wenn kein Tripsitter vorhanden ist, der auf den Berauschten aufpasst.
    Dementsprechend dürfen hohe Dosierungen nur mit einem solchen eingenommen werden.
  • Angstzustände / Panikattacken / Manie / Auslösung einer Drogenpsychose möglich – 3-MeO-PCP gilt als eines der am stärksten manisch & psychotisch wirkenden Dissoziativa! In höheren Dosierungen kommt es sehr oft zu unangenehmen & psychotischen Zuständen, es gibt auch einige Fälle in denen der Konsum einer hohen Dosis 3-MeO-Phencyclidin zu einer länger anhaltenden Psychose führte.
    Dies liegt vermutlich an der besonders hohen Potenz und der stark stimulierenden Wirkung.
    Dementsprechend muss man besonders darauf achten keine zu hohen Dosierungen einzunehmen & lange Pausen zwischen jedem Konsum (mindestens 1-2 Monate) einzuhalten!
  • Blasenprobleme – 3-MeO-PCP scheint ähnliche Blasenprobleme wie Ketamin zu verursachen, jedoch in etwas geringerem Ausmaß, vermutlich aufgrund der höheren Potenz wodurch weniger Substanz konsumiert wird.
    Dazu zählen unter anderem Blut im Urin, Inkontinenz, verstärkter Harndrang & Blasendruck und Blasenschmerzen.
    Diese Probleme treten jedoch nur ein, wenn 3-MeO-PCP regelmäßig und mit zu geringen Pausen eingenommen wird. Um sie zu umgehen muss man mehrere Wochen oder besser Monate Pause zwischen jedem Konsum einhalten und keine zu hohen Dosierungen einnehmen.
  • Erhöhung der Herzrate
  • Gefühlslosigkeit
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Craving – Der Konsument will nachlegen um den Rausch zu verlängern. Dies führt zu mehr Neben- und negativen Nachwirkungen!
  • Ego-Tod / Angstvolle Ich-Auflösung – Bei sehr hohen Dosierungen
  • Sexuelle Dysfunktion und Senkung der Libido möglich
  • Verwirrtheit
  • Übelkeit

Es gibt ein Suchtpotential.
Dieses ist geringer als bei Downern, aber deutlich höher als bei Psychedelika.
Regelmäßiger Konsum führt höchstwahrscheinlich zu körperlichen Problemen, wie bereits oben erwähnt löst 3-MeO-PCP die gleichen Blasenschäden aus wie Ketamin, nur etwas geringer ausgeprägt wegen der niedrigeren Menge die zu konsumieren ist.
Das Absetzen nach dauerhaftem Konsum löst Entzugssymptome aus.

Eine unberechenbare Gefahr ist die Möglichkeit, das ein toxisches Cyanid als Syntheserückstand im 3-MeO-PCP verbleiben kann.
Dies trifft auch auf den nahen Verwandten 4-MeO-PCP, nicht jedoch auf 3-MeO-PCE oder MXE zu.
Aus diesem Grund sollte man vorsichtig beim Konsum sein und keine zu hohen Dosierungen einnehmen!

Da Konsumenten sich bei sehr hohen Dosierungen sehr verwirrt fühlen und nicht alltagstauglich sind, muss bei solchen Experimenten immer ein möglichst nüchterner und erfahrener Tripsitter dabei sein, der im Notfall auch den Krankenwagen rufen kann!
Es kommt außerdem hochdosiert manchmal zu Angstzuständen, psychotischen Zuständen und Panikattacken, auch hier muss der Tripsitter beruhigend auf den Berauschten eingehen und ihn in ein sicheres Umfeld schaffen.

Mehr Safer Use Regeln gibt es hier!

Der Dauerkonsum bzw. zu regelmäßige Konsum von Dissoziativa ist eine heftige Beeinträchtigung des Gehirns und kann zu Psychosen und einer starken Veränderung der Realitätswahrnehmung führen, die oftmals sehr negativ ist.
Es gibt nicht wenige Dauerkonsumenten von Dissoziativa die in der Psychatrie o.ä. landeten!
Deswegen sollte man mindestens einen Monat, besser noch länger Pause zwischen jedem Konsum einhalten. Wenn es gar nicht anders geht sind 2 Wochen das Minimum!

3-MeO-PCP ist eines der am stärksten psychotisch & manisch wirksamen Dissoziativa, vergleichbar vielleicht mit PCP.
Wie bereits gesagt muss deswegen penibel darauf geachtet werden keine zu hohen Dosierungen einzunehmen, nicht nachlegen & lange Pausen einzuhalten!
Es existieren etliche Berichte von Psychosen & lange anhaltenden psychotischen Zuständen die durch den Konsum dieser Substanz ausgelöst wurden.
Am besten sollte jedes Mal ein Tripsitter dabei sein, der darauf achtet dass nicht zu oft nachgelegt wird.

Es ist ein Todesfall im Zusammenhang mit dieser Substanz bekannt, nämlich nach dem Mischkonsum von 3-MeO-PCP, Amphetamin & Diphenhydramin (DPH).

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale Konsum von 3-MeO-PCP.

Auch der nasale / intranasale Konsum ist möglich, kann die empfindliche Nasenschleimhaut jedoch beschädigen und ist mit Schmerzen verbunden.
Es muss deutlich niedriger dosiert werden und das Craving (also die Gier nachzulegen) wird erhöht.

Auch intravenöser, rektaler, intramuskulärer und sublingualer sollte möglich sein, über diese Konsumformen ist jedoch recht wenig bekannt.

Intravenöser & intramuskulärer Konsum ist extrem risikoreich und kann die Venen stark verletzen, im schlimmsten Fall kann es hier zu Abszessen & Gefäßverengung kommen.
Die Suchtgefahr & das Craving ist bei diesen Konsumformen am größten, man muss weitaus niedriger dosieren. Auf keinen Fall zu empfehlen!

 

3-MeO-PCP Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Aufgrund der hohen Potenz sollte man die Substanz volumetrisch dosieren (siehe Safer Use).

Bei Dissoziativa wie diesen muss mit besonders niedriger Dosierung gestartet und langsam hochdosiert werden, da selbst gleiche Dosierungen bei unterschiedlichen Konsumenten sehr verschiedene Wirkung auslösen kann.
Auch wenn man erfahren mit dissoziativen Substanzen ist, kann die Wirkung vor dem ersten Konsum nicht abgeschätzt werden!

Oral:

  • Erste Effekte ab: 1,5-3mg
  • Leichte Wirkung: 3-5mg
  • Normal: 5-10mg
  • Starke Wirkung: 10-18mg
  • Sehr starke Wirkung: 15mg+

Nasal:

  • Erste Effekte ab: 1-2mg
  • Leichte Wirkung: 2-5mg
  • Normal: 5-10mg
  • Starke Wirkung: 9-13mg
  • Sehr starke Wirkung: 13mg+

 

3-MeO-PCP Wirkzeit

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 20-40 Minuten
  • Hauptwirkung: 4-6 Stunden
  • Afterglow: 2-48 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 10-30 Minuten
  • Hauptwirkung: 2-4 Stunden
  • Afterglow: 2-48 Stunden

 

Rechtsstatus von 3-MeO-PCP

In Deutschland unterliegt 3-MeO-PCP der Anlage II des BtMG und ist damit illegal.

Ebenso illegal ist es in Großbrittanien, Canada, Tschechien und Schweden.
In den meisten anderen Ländern weltweit ist es noch erlaubt.

 

Toleranzentwicklung

Jeder Konsum dieser Substanz lässt die Toleranz ansteigen.
Bis diese sich halbiert, muss man 3-7 Tage warten, bis sie komplett verschwunden ist dauert es 1-2 Woche.
Es gibt eine Kreuztoleranz mit allen anderen dissoziativ wirkenden Drogen!

Dennoch sollte man deutlich länger als 1-2 Wochen pausieren, da 3-MeO-PCP sehr psychotisch & manisch wirkt, v.a. bei zu häufigem Konsum!

 

Pharmakologie von 3-MeO-PCP

3-MeO-Phencyclidin wirkt am NMDA Rezeptor (Ki = 20 nM) und auch am Serotonintransporter (Ki = 216 nM) und dem Sigma1 Rezeptor (Ki = 42 nM).
Im Gegensatz zur Muttersubstanz PCP hat 3-MeO-PCP eine stärkere Affinität für den Serotonin Transporter (bei PCP ist diese lediglich Ki = 2,234 nM) wie auch für den NMDA Rezeptor, von allen drei isomerischen Substituten (also 4-MeO-PCP & 2-MeO-PCP) besitzt 3-MeO-PCP die stärkste Affinität!

Es gibt jedoch nicht genug Studien & Untersuchungen zum Wirkmechanismus von 3-MeO-PCP, es ist bspw. nicht geklärt ob und welche toxischen Effekte diese Substanz hat.
Ursprünglich wurde vermutet dass die Substanz auch noch auf die Opioid- und/oder Dopamin-Rezeptoren wirken, diese Vermutung wurde durch Untersuchungen jedoch nicht bestätigt.

 

Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

3-MeO-PCP Reagent
Quelle: EcstasyData.org

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun die eine oder die andere Substanz vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

Beim Kontakt mit dem Marquis Reagent reagiert 3-MeO-PCP mit keiner oder einer sehr leicht blauen Verfärbung, der Mecke Reagent mit einer sehr leicht gelblichen (erst nach 10-20 Sekunden), der Mandelin Reagent mit keiner oder einer gelb-grünlichen Verfärbung und der Ehrlich Reagent mit keiner Verfärbung.

 

Löslichkeit

Die Löslichkeit von 3-MeO-PCP HCl in Ethanol beträgt ~20mg/ml, in DMSO ~11mg/ml und in Dimethyl Formamid (DMF) ~16mg/ml.
Es ist auch wasserlöslich (etwa 1-5mg/ml), in Wasser kann die Substanz jedoch schnell an Potenz verlieren, wenn überhaupt muss destilliertes Wasser verwendet werden.

Eine Flüssigkeit mit 30% Ethanol oder mehr sollte genügen um die Haltbarkeit deutlich zu erhöhen!

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.
Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • Upper: Die Kombination von 3-MeO-PCP mit Uppern ist sehr gefährlich & nicht zu empfehlen! Es wirkt psychotischer & manischer als viele anderen Dissoziativa, weshalb der Mischkonsum mit Uppern schnell zu Psychosen führen kann.
    Es ist außerdem ein Todesfall vom Mischkonsum von 3-MeO-PCP mit Amphetamin (& Diphenhydramin) bekannt, auch körperlich ist diese Kombination sehr gefährlich & schädlich!
    Auf keinen Fall kombinieren!
  • Downer: Der Mischkonsum mit atemdepressiv wirkenden Downern und Dissoziativa ist lebensgefährlich!
    Letztere potenzieren die sedierenden, atemdepressiven, muskelrelaxierenden Effekte vieler Downer und erhöhen auch die Gefahr eines Blackouts (Amnesie).
    Dies kann dazu führen, dass weitere Drogen nachgelegt werden und deine tödliche Atemdepression eintritt. Oder dass der Konsument sich selbst oder andere verletzt!
    Beispiele für Downer, die man nicht mit dissoziativ wirkenden Drogen kombinieren darf, sind: 1-4-Butandiol, einige Antidepressiva, Benzodiazepine, GHB / GBL, Opioide (Heroin, Morphin, Tramadol, Tilidin & co.), Alkohol, Barbiturate, Z-Benzos (Zopiclon, Zolpidem)
  • Empathogene: Einige vor allem serotonerge Empathogene (MDMA, Methylon, MDAI…) können sehr unangenehme Wechselwirkungen mit Dissoziativa haben.
    User berichten von manischen Symptomen, Paranoia und starken dissoziativen Effekten!
    Auch körperlich kann es wegen der Herzfrequenz steigernden Wirkung gefährlich werden!
  • Kratom: Wenn das Dissoziativum gering dosiert wird, kann der Mischkonsum mit Kratom die opioide Wirkung verstärken und einen angenehmen Rausch auslösen.
    Vorsicht, nicht zu hoch dosieren! Bei Kratom handelt es sich um ein atemdepressiv wirkendes Opioid, es kann also zu oben (beim Punkt Downer) beschriebenen gefährlichen Wechselwirkungen kommen.
  • Psychedelika: Auf viele Konsumenten wirkt die Kombination von Psychedelika und Dissoziativa kontraproduktiv und unangenehm. Der Trip kann düsterer und verwirrender werden, das Erinnerungsvermögen wird sehr stark beeinträchtig.
    Die halluzinogene Wirkung wird deutlich verstärkt.
    An diese Kombination sollten sich nur sehr erfahrene Psychonauten wagen, die bereits etliche Erfahrungen im Monokonsum der Substanzen besitzen.
    3-MeO-PCP ist noch weniger für den Mischkonsum mit Psychedelika geeignet als andere Dissoziativa wie MXE, Ketamin oder MXP, da es noch psychotischer & manischer wirkt!
    Es kommt also viel häufiger zu psychotischen und höchst unangenehmen bis hin zu traumatischen Zuständen die mitunter eine andauernde Psychose auslösen können.
  • Andere Dissoziativa: Das Mischen von verschiedenen Dissozaitiva miteinander kann die Wirkung unvorhersehbar potenzieren, dies ist nur für sehr erfahrene Konsumenten geeignet, die etliche Erfahrungen mit den einzelnen Substanzen im Monokonsum haben.
    Es kann außerdem gefährliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Dissoziativa geben, man muss sich also vorher genauestens über jede Kombination informieren, die man einnehmen möchte!

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