4-FA (4-FMP / 4-Fluoramphetamin) – Empathogener, MDMA-ähnlicher Upper

4-FA (4-Fluoramphetamin) – Empathogener, MDMA-ähnlicher Upper

4-FA (4-Fluoramphetamin / 4-Fluoramphetamine) ist ein in hohen Dosierungen 4-FA (4-Fluoramphetamin)stark serotonerger Upper, der seit mehreren Jahren als Designerdroge in Research Chemical Shops verkauft wurde / wird, dann aber in einigen Ländern weltweit illegalisiert wurde.

Daraufhin fand 4-FA vereinzelt den Weg in den Schwarzmarkt, auf dem es meist in Form von Ecstasy Pillen verkauft wird. Teils wird den Konsumenten fälschlicherweise MDMA statt 4-FA versprochen, sehr oft werden diese Tabletten aber auch explizit als 4-Fluoramphetamin Pillen verkauft, da diese Substanz durchaus eine gewisse Beliebtheit besitzt.
4-FA wird außerdem häufig in Pulverform vertrieben, üblicherweise liegt es als HCl (Hydrochlorid) Salz vor, seltener kann es auch als Fumarat Salz verkauft werden. 4-FA Base wird eigentlich nie angeboten, da sie flüssig, recht instabil und nicht gut zum Konsum geeignet ist.

Die Wirkung von 4-FA ist sehr dosisabhängig.
Bis etwa 75mg wirkt es hauptsächlich stimulierend und nootropisch (konzentrations- und leistungssteigernd), erst in Dosierungen von etwa 100-120mg tritt die serotonerge, empathogene Wirkung ein.
Eine Erklärung wieso es diesen starken Wirkunterschied gibt, findet ihr bei der Überschrift „4-FA Pharmakologie“!
4-Fluoramphetamin unterscheidet sich also sehr deutlich von den anderen Fluor-substituierten Amphetamine wie 2-FA oder 3-FA, die beide eher in die stimulierende Richtung gehen.

Diese Substanz zählt zu den etwas bekannteren neuen psychoaktiven Substanzen, da ein paar wissenschaftliche Untersuchungen und etliche Erfahrungsberichte von Usern publiziert wurden.
Sie ist dennoch noch lange nicht so gut erforscht wie MDMA!

Wegen der serotonergen Wirkung könnte diese Substanz potentiell als Streckmittel, bzw. für die Hersteller billigerer Ersatz für XTC-Pillen verwendet werden.
Um sich als Konsument vor einer solchen Verwechslung zu schützen wenn man unbekannte Ecstasy Tabletten konsumieren will, sollte man diese immer mit einem Drogenschnelltest (bspw. Mandelin, Marquis, Ehrlichs Reagent, Liebermann oder Froehde) testen ob tatsächlich MDMA enthalten ist. Gleiches gilt auch für kristallines MDMA.

4-FA zeigt beim Marquis Test keine Reaktion, wird beim Mandelin Reagent blassblau, beim Liebermann Test orange und beim Froehde Test lila bis braun.

Andere Namen: 4-FA, 4-Fluoramphetamin, 4-Fluoramphetamine (engl.), 4-FMP, PAL-303, Flux, para-Fluoroamphetamin, para-Fluoramphetamine (engl.), PFA, p-FA, 4-Fluoroamphetamin, para-Fluor-α-methylphenethylamin

IUPAC: (RS)-1-(4-Fluorophenyl)propan-2-amine (engl.), (RS)-1-(4-Fluorophenyl)propan-2-amin

Summenformel: C9H12FN

Molekulare Masse: 153,20 g/mol

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von 4-FA

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Empathie & Liebe für die Mitmenschen, Gefühl der Geborgenheit – Dies ist die wohl wichtigste Wirkung dieser Substanz.
  • Stimulation (Aufputschend, wachmachend) – Die stimulierende Komponente ist, verglichen mit anderen Uppern, nur gering ausgeprägt, da die Wirkung in höheren Dosierungen vor allem auf der Serotonin-Aktivität beruht. Die Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung ist bei dieser Substanz auch deutlich geringer als bei anderen ähnlichen Drogen (mehr dazu beim Unterpunkt Pharmakologie).
    Gerade in geringeren Dosierungen wird aber dennoch meist deutliche Stimulation verspürt!
  • Appetitzügelnd
  • Konzentrations- und Leistungssteigerung . 4-FA wirkt auf viele Konsumenten in geringeren Dosierungen sehr nootropisch. Wird die Dosierung zu hoch angesetzt ist diese Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit allerdings nicht mehr spürbar, da die euphorische, empathogene & berauschende Wirkkomponente zu sehr in den Vordergrund tritt.
  • Aphrodisierend – Steigerung der sexuellen Lust und Verzögerung des Orgasmus
  • Euphorisch – In geringeren Dosierungen ist 4-Fluoramphetamin kaum euphorisch, da die serotonerge Wirkung erst bei höheren Dosierungen (ab etwa 100mg, mehr dazu beim Unterpunkt „4-FA Pharmakologie“) eintritt. Dann kann diese Substanz von der euphorisierenden Wirkung her aber durchaus mit MDMA, 5-MAPB oder MDAI verglichen werden!
  • Gesteigerter Rededrang – Ein sogenannter „Laberflash“
  • Verbessertes Musikempfinden – Konsumenten fühlen sich oft eins mit der Musik und können sich beim Tanzen sehr gut auf sie einlassen.
  • Intensivere Licht- und Farbwarhnehmung
  • Intensivierung des Tastsinns – Berührungen, vor allem von anderen Menschen, können sich kribbelnd und besonders angenehm anfühlen. Diese Wirkung ist bei 4-FA sehr stark ausgeprägt (laut einigen Berichten sogar stärker als bei MDMA!), hinzu kommt oftmals ein sehr angenehmes Kribbeln am ganzen Körper.
  • Offenheit – Man sollte serotonerge Upper besser nicht mit Menschen nehmen die man nicht gut kennt, da man Dinge von sich erzählen könnte, die man anderen eigentlich nicht erzählen will.

Die Wirkung von 4-FA ist in höheren Dosierungen sehr MDMA-ähnlich und nicht mit 2-FA oder 3-FA vergleichar.
In geringen Dosierungen ist der empathogene Effekt eher nicht verspürbar, in solchen ist der nootropische und stimulierende Effekte im Vordergrund, laut einigen Konsumenten ähnelt 4-FA in solch nierigeren Dosen stark Amphetamin (oder auch 2-FA / 3-FA).

Die stimulierende Wirkung hält bei den meisten Konsumenten nur während des Peaks (des Wirkhöhepunkts) an und verringert sich dann recht schnell.
Die Euphorie kann mehrere Stunden nach der Einnahme noch anhalten, es gibt sogar Berichte darüber, dass eine hochdosierte Einnahme 10-15 Stunden Euphorie zur Folge hat.

Generell wird die Wirkung von 4-Fluoramphetamin von vielen Konsumenten als sanfter und angenehmer als die von MDMA (und ähnlichen Substanzen wie 5-MAPB) empfunden.

 

Nebenwirkungen und Risiken von 4-Fluoramphetamin

Um die Nebenwirkungen zu reduzieren ist es bei 4-FA sehr sinnvoll, keine zu hohen Dosierungen einzunehmen und nicht nachzulegen!
Welche die richtige Dosierung ist, muss jeder für sich selbst heraus finden, indem er (nach einem Allergietest) im niedrigen Dosisbereich startet und sich dann langsam (über mehrere Einnahmen und Wochen hinweg – mindestens 2 Wochen Pause sollten auch nach einem zu leichten 4-FA Rausch eingehalten werden!) hochdosiert.

Um Langzeitschäden (und Neurotoxizität) zu verhindern, muss nach jedem höher dosierten 4-FA Rausch (also ab etwa 80-100mg) mindestens 2, besser noch 4-6 Monate Pause gemacht werden, bis wieder ein stark serotonerges Empathogen (wie MDMA, Methylon, 5-MAPB oder MDAI) eingenommen wird.
Die Wirkung wird auch deutlich schwächer, wenn man Empathogene zu häufig einnimmt.

Von Nachlegen wird bei 4-FA generell abgeraten, da die Nebenwirkungen so wirklich deutlich verstärkt werden!

  • Abhängigkeitspotential vorhanden – ähnlich, aber etwas höher als bei MDMA (geringer als bei hauptsächlich dopamin- & noradrenalinergen Uppern wie Amphetamin).
    Wird 4-FA in geringeren Dosierungen (in denen die serotonerge Wirkung noch nicht so sehr zum Vorschein kommt) eingenommen, kann die Suchtgefahr deutlich höher als bei MDMA und fast schon Amphetamin-ähnlich sein, die Wirkung basiert in solchen Mengen nämlich mehr auf dem dopaminergen und noradrenergen Wirkmechanismus!
  • Dehydration
  • Steigerung des Blutdrucks – Dies (und die Erhöhung der Herzfrequenz) ist bei höheren Dosierungen / wenn nachgelegt wird eine sehr präsente und unangenehme Nebenwirkung.
  • Unterdrückung der Körperfunktionen (z.B. Harndrang, Hunger & Durst)
  • Serotonin-Syndrom – Bei Überdosierung & Mischkonsum möglich (siehe Überschrift Mischkonsum und gefährliche Kombinationen), kann im schlimmsten Fall tödlich enden oder dauerhafte Schäden verursachen!
  • Übelkeit & Magenprobleme – Erst recht bei höheren Dosierungen, regelmäßigem Konsum oder wenn oft nachgelegt wird.
  • Paranoia & psychotische Phasen („Drogenpsychose“) möglich – Vor allem bei Überdosierung, wenn auch extrem selten & geringere Gefahr als bei Uppern wie Amphetamin
  • Craving, also Gier nach der Substanz (Deswegen wird oft nachgelegt)
  • Kalte Hände & Füße
  • Erweiterung der Pupillen – Stark ausgeprägt, ähnlich wie bei MDMA.
  • Sexuelle Dysfunktion möglich – Diese sind aber eher selten, die meisten empfinden 4-FA als ziemlich geeignete Sexdroge.
  • Neurotoxizität – Die Neurotoxizität ist schwächer als bei MDMA und auch deutlich schwächer als bei den nahe verwandten Analogen 4-CA, 4-BA oder 4-IA.
    Um sie komplett zu umgehen sollte 4-FA maximal alle paar Monate und nicht zu hoch dosiert oder im Mischkonsum eingenommen werden!
  • Kardiotoxizität ist möglich, aber nicht bestätigt
  • Depressive Verstimmungen beim Runterkommen & in den nächsten Tagen – Das Runterkommen / Comedown ist bei 4-FA deutlich weniger unangenehm als bei MDMA, 5-MAPB, Methylon etc.!
    Wenn moderate Dosierungen gewählt werden, kann so gut wie gar kein Runterkommen, sondern nur ein angenehmer Afterglow verspürt werden.
  • Bei Überdosierung: Halluzinationen, Schwindel & veränderte optische Wahrnehmung, Verwirrtheitszustände
  • Verengung der Blutgefäße
  • Probleme beim Urinieren
  • Zähneknirschen und Kieferkrämpfe („kiefern“, „Kieferkicks“, „Mundgulasch“)
  • Schweißausbrüche
  • Nasenbluten – Vor allem bei nasalem Konsum (4-FA nasal ist sehr ungeeignet, siehe Unterpunkt Konsumformen / Applikationswege!), kann aber sogar bei oralem / sublingualem Konsum auftreten! 4-FA scheint sehr schädlich auf die Schleimhäute zu wirken.

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

Um der Dehydration entgegen zu wirken und eine Beschädigung der Nieren zu verhindern muss genug getrunken werden (etwa 250-500ml Wasser pro Stunde)!

4-FA gilt als generell eher nebenwirkungsärmere Substanz, die kaum (oder nur wenig) Übelkeit, Bluthochdruck, Panik / Angst und ein nicht wirklich unangenehmes Runterkommen erzeugt.
Dies liegt vermutlich daran, dass dieser Upper wenig am adrenergen Alpha-1, dafür aber mehr am Alpha-2 Rezeptor wirkt (mehr dazu beim Unterpunkt 4-FA Pharmakologie).

In (zu) hohen Dosierungen kann es aber durchaus dennoch zu sehr unangenehmen Nebenwirkungen kommen!
Es besteht nachwievor die Gefahr eines Serotonin-Syndroms, das sogar tödlich enden kann (bei starker Überdosis oder Mischkonsum mit anderen serotonergen Substanzen / MAO-Hemmern).
Von einem MDMA ähnlichen Kater (E-Kater) wird man bei exzessivem Konsum auch bei 4-FA nicht verschont, schließlich wirkt diese Substanz in hohen Dosierungen sehr stark serotonerg (so wohl ausschüttend als auch wiederaufnahmehemmend).

Gerade der Herzschlag scheint bei höheren Dosierungen (oder dem Nachlegen) von 4-FA stark unangenehm erhöht zu werden, weshalb die meisten Konsumenten von zu hohen Dosen abraten.

 

Konsumformen / Applikationswege

Bei 4-FA ist der orale Konsum die übliche und bestgeeignetste Konsumform.

Nasaler Konsum brennt extrem stark und beschädigt die empfindlichen Nasenschleimhäute!
Am besten man füllt die gewünschte Dosierung der Substanz in eine Leerkapsel (klick) und schluckt diese:

Auch rektaler, sublingualer, inhalativer und intravenöser sollte theoretisch möglich sein, über diese Konsumformen gibt es allerdings relativ wenige Infos.

Da 4-Fluoramphetamine zu den sehr ätzenden Substanzen zählt, ist rektaler Konsum nicht sehr gut geeignet, da die empfindliche Darmschleimhaut stark beschädigt werden kann.
Gleiches gilt für sublingualen Konsum (wegen der Mundschleimhaut) und insbesondere für IV Konsum (wegen den Venen).

Inhalativer Konsum ist sehr ungeeignet, da er vermutlich sehr karzinogen (kerbserregend) ist und bei Überdosis leicht zu Blackouts führen kann!
Die Suchtgefahr & das Craving ist hier (ebenso wie bei intravenösem Konsum) drastisch erhöht.

 

4-FA Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Die Wirkung von 4-FA schwankt stark mit der eingenommenen Dosis. In geringeren Dosierungen wirkt es als Stimulanz, in hohen als stark serotonerges Empathogen.
Mehr dazu beim Unterpunkt „4-FA Pharmakologie“!
Für viele Konsumenten liegt die perfekte Dosierung (mit starken positiven, aber geringen negativen Wirkungen) bei etwa 100-130mg. Natürlich schwankt dies von Person zu Person!

Oral:

  • Erste Effekte ab: 10-20mg
  • Leichte Wirkung: 20-50mg
  • Normal: 50-100mg
  • Starke Wirkung: 100-150mg
  • Sehr starke Wirkung: 150mg+

Nasal / sublingual / rektal:

  • Erste Effekte ab: 5-15mg
  • Leichte Wirkung: 10-30mg
  • Normal: 30-70mg
  • Starke Wirkung: 70-100mg
  • Sehr starke Wirkung: 100mg+

 

4-FA Wirkzeit

Die Wirkzeit ist bei serotonergen Uppern stark von der konsumierten Dosierung abhängig (und natürlich auch davon ob und wann nachgelegt wurde).
Bei höheren Dosierungen kann die Wirkung teils extrem lange anhalten, es gibt Berichte über 15 bis 20 stündige 4-FA „Trips“!

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 30-60 Minuten
  • Hochkommen: 15-45 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-7 Stunden
  • Runterkommen: 1-3 Stunden
  • Afterglow: 3-8 Stunden

Nasal / sublingual / rektal:

  • Wirkungseintritt nach: 15-60 Minuten
  • Hochkommen: 15-45 Minuten
  • Hauptwirkung: 2-4 Stunden
  • Runterkommen: 1-2 Stunden
  • Afterglow: 3-5 Stunden

 

Safer Use und Set & Setting bei 4-FMP

Diese Angaben hier beziehen sich auf die Einnahme einer höheren Dosis 4-FA, bei der die serotonerge Wirkung zum Vorschein kommt. Bei niedrigeren Dosen wirkt 4-Fluoramphetamine eher in Richtung Amphetamin (Erklärung: Siehe Überschrift 4-FA Pharmakologie).

Bei dieser Substanz sind, wie bei allen anderen Empathogenen, das Set und Setting extrem wichtige Faktoren, dafür wie positiv die Wirkung ausfällt.
Set bezeichnet den Zustand des Konsumenten, also beispielsweise seine Stimmung, seine Sicht auf die Dinge, seine Art zu denken und sein bisheriges Leben.
Setting ist der Ort an dem der Konsum stattfindet und beinhaltet auch die Personen, mit der die Droge eingenommen wird.

Man sollte serotonerge Empathogene nur konsumieren, wenn man vorher schon gute Laune hat.
Es handelt sich nicht um eine Glückspille die man einwirft und die einen zuverlässig auf Wolke Sieben schickt, sondern die Gefühle werden, ähnlich wie bei Psychedelika nur nicht ganz so ausgeprägt wie bei diesen, verstärkt.

Das Setting sollte ein sicherer Ort sein, der den Berauschten vertraut und für alle Personen angenehm ist.
Sehr gut eignet sich bei schönem Wetter ein abgeschirmter Platz in der Natur, beispielsweise auf einer Wiese an einem Fluss!
Alternativ nehmen einige Menschen serotonerge Upper auch gerne auf Partys und in Discos, dies ist allerdings nur für erfahrenere Konsumenten geeignet, die bereits einige Erfahrungen mit dieser Substanz machten und sich sicher sind, dass sie der Rausch auch in der Öffentlichkeit nicht überfordert.
Ist dies der Fall können auch Partys, Festivals und Konzerte gute Orte für Einnahme sein, besonders elektronische Musik erfreut sich hier großer Beliebtheit.
Man sollte, konsumiert man öffentlich, allerdings niedriger dosieren um mögliche Nebenwirkungen (wie Übelkeit & Paranoia) zu reduzieren!

Da man wegen er empathogenen Wirkung eventuell Dinge erzählt, von denen man im nüchternen Zustand nicht möchte, dass andere Leute sie wissen, sollte man wie schon gesagt Empathogene nur mit Personen einnehmen, denen man vertraut, die man mag, im besten Falle liebt.
So können sich auch viel tiefere und bessere Gespräche entwickeln als mit weniger guten Bekannten!

 

Rechtsstatus von 4-FA

In Deutschland unterliegt 4-FA seit Januar 2012 der Anlage 1 des BtMG.

Ebenfalls verboten ist es unter anderem in der Schweiz, einigen US-Bundesstaaten, Litauen, Ungarn, Frankreich, Israel, Polen, Slovakei, Tschechien und England.
Wegen seiner Ähnlichkeit zu weltweit verbotenen Substanzen kann es auch in Ländern mit Analog-Gesetzen verboten sein.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzbildung verläuft bei 4-FA ähnlich wie bei MDMA.
Gerade bei häufigem, hochdosierten Konsum steigt die Toleranz an und es werden größere Mengen benötigt um den selben Effekt zu erzielen.
Diese baut sich nach etwa 7-14 Tagen Konsumpause wieder ab.

Doch Vorsicht:
Dass die Toleranz gegenüber der Substanz abgebaut ist bedeutet nicht, dass sie nach nur 7-14 Tagen wieder so wie vor der ersten Einnahme wirkt!
Der Serotoninhaushalt muss sich erst wieder einigermaßen erholen und normalisieren, bis während des Rausches wieder eine genug hohe Serotoninkonzentration im Hirn entstehen kann, sodass eine euphorische, positive Wirkung verspürt wird.
Würde der Konsument diese Substanz alle 14 Tage nehmen, würde die Wirkung von mal zu mal schwächer und unangenehmer werden.

Eine Pause von 2-3 Monaten ist das Minimum, wenn eine gute Wirkung durch serotonerge Upper verspürt werden soll!
Selbstverständlich gilt diese Pause für alle serotonerge Upper. 4-FA, MDMA, 5-MAPB und MDAI beispielsweise sind alles Substanzen die eine Kreuztoleranz haben und ein und den selben Serotoninhaushalt beanspruchen.

 

4-FA Pharmakologie

Der Wirkmechanismus von 4-Fluoramphetamin verändert sich mit der eingenommenen Dosis.

Werden etwa 50-100mg eingenommen, wirkt diese Substanz nur als Dopamin und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer und -Ausschütter, werden 100mg oder mehr eingenommen, wirkt sie als Dopamin-, Noradrenalin und Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und -Ausschütter.

Diese Besonderheit hat zur Folge, dass 4-FA in geringen Dosierungen eher Amphetamin-ähnlichen, funktionablen Uppern (wie 2-FA, 2-MMC oder 3-FPM) gleicht, in höheren Dosierungen erinnert es wiederrum mehr an MDMA-ähnliche Empathogene (wie Methylon, MDAI oder 5-MAPB).

Desweiteren existiert eine Studie, die bestätigt, dass die 4-Fluorin-substituierten Amphetamine eine geringere Aktivität am adrenergen Alpha-1 Rezeptor, dafür aber eine 200 mal höhere Wirkung am Alpha-2 Rezeptor zeigen.
Das hat zur Folge, dass die Wiederaufnahmehemmung von Noradrenalin deutlich verringert ist, das heißt die Konzentration des Noradrenalin steigt nicht so stark an wie bei anderen Uppern.
Die geringere noradrenerge Wirkung kann wiederrum bedeuten, dass 4-FA weniger unangenehme Nebenwirkungen und eine stärkere nootropische Wirkung (Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit) mit sich bringt.

 

Löslichkeit

4-FA ist sehr wasserlöslich, es gibt Userberichte darüber, dass 100-500mg (!) 4-FA HCl in 1ml Wasser ohne Rühren oder Erhitzen gelöst werden konnten.
Um ein gleichmäßiges Lösen zu garantieren sollte man vorsichtshalber von 30mg/ml Löslichket ausgehen, genaue Angaben gibt es zur Wasserlöslichkeit dieser Substanz nicht.
Um ein inaktiv werden des 4-Fluoramphetamins in Wasser zu verhindern, sollte destilliertes Wasser oder ein Ethanol-Wasser Gemisch (wie Vodka) verwendet werden, da die in Leitungs- oder Mineralwasser enthaltenen Stoffe eine Degradierung der Substanz zur Folge haben können.

4-Fluoramphetamin (als Hydrochlorid Salz) ist gut in Ethanol (~20mg/ml), DMSO (~30mg/ml) und Dimethyl Formamid (DMF) (~30mg/ml) löslich.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • Stimulanzien: Der Mischkonsum von verschiedenen Stimulanzien ist potentiell sehr gefährlich, da der Blutdruck und die Herzfrequenz stark erhöht und auch die Nebenwirkungen, die Neurotoxizität und die Dehydration verstärkt werden.
    Es kann gefährliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Uppern geben, man muss sich also vorher genauestens über jede Kombination informieren, die man einnehmen will!
  • Andere Empathogene (wie MDMA, 5-MAPB oder MDAI): Der Mischkonsum von verschiedenen stark serotonergen Empathogenen kann, je nach Wirkmechanismus der einzelnen Substanzen, ein Serotonin-Syndrom hervorrufen und eine sehr intensive serotonerge Wirkung auslösen.
    Die beiden Empathogene können sich gegenseitig unvorhersehbart potenzieren, es muss also deutlich niedriger dosiert werden.
    Auch hier werden normalerweise die Nebenwirkungen und die Neurotoxizität verstärkt und die Kreislauf- und Herzbelastung erhöht!
  • 25X-NBOMe, 25x-NBF & co.: Die Amphetamin-Analoge von psychedelischen Phenethylaminen, wie 25x-NBOMe, 25x-NBF etc. sind an sich schon aufputschend und stimulierend und wirken stark auf die Herzfrequenz und den Blutdruck.
    Der Mischkonsum von Stimulanzien mit diesen Psychedelika kann lebensgefährlich sein!!
  • Psychedelika: Auch bei anderen Psychedelika kann es im Mischkonsum mit Empathogenen zu Komplikationen mit dem Blutdruck und Kreislauf kommen.
    Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen, da die serotonerge Upper die Wirkung extrem verstärken und Paranoia auslösen können.
  • DXM: Der Mischkonsum von DXM mit serotonergen Uppern ist lebensgefährlich! Es kann zu einem potentiell tödlichen Serotoninsyndrom kommen, da DXM auch serotonerg wirkt. Die psychische Seite des Trips ist auch nicht unterschätzen und kann extrem verstörend und zu intensiv sein.
  • Andere Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Paranoia und Verwirrtheitszustände sind häufig, es kann auch zu körperlichen Problemen wie Bluthochdruck und Herzrasen kommen.
    Darf nur sehr niedrig dosiert und von Experten in diesem Bereich eingenommen werden!
  • Alkohol: Stark gesteigerte Dehydration! Die Wirkung des Alkohols wird durch diese Droge unterdrückt, weswegen nicht mehr abgeschätzt werden kann, ob zu viel getrunken wird.
    Dies kann zu einer Alkoholvergiftung, die lebensbedrohlich werden kann, führen.
  • Tramadol: Tramadol ist serotonerg, eine Kombination mit serotonergen Uppern ist deswegen potentiell tödlich, da es zu einem Serotoninsyndrom kommen kann!
  • Kratom & andere Opioide: Die Krampfschwelle wird beim Mischkonsum stark gesenkt, weshalb es leicht zu Krampfanfällen kommen kann.
  • MAO-Hemmer: Tödliche Kombination! Vorsicht!
  • Downer: Die Kombination aus Uppern und Downern (wie Benzodiazepinnen, Opioiden, Alkohol & GBL) kann zu einer gefährlichen Kreislaufbelastung führen.
    Die Herzfreguenz und der Blutdruck könnnen erhöht werden.
    Außerdem wird die sedierende Komponente der Downer unterdrückt, weshalb es leicht zu einer Überdosierung kommen kann, weil der Konsument nicht mehr einschätzen kann, wie stark die Wirkung der Downer bereits ist und er deshalb eventuell nachlegt.

Weitere Substanzinfos zu Amphetaminen

2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.