4-MEC / 4-Methylethcathinon – Cathinon & Mephedron (4-MMC) Ersatz

4-MEC / 4-Methylethcathinon – Substanzinfo zum Cathinon & Mephedron (4-MMC) Ersatz

4-MEC (4-Methylethcathinon / 4-Methylethcathinone) ist ein 4-MEC (4-Methylethcathinon)stimulierendes, empathogen wirkendes Cathinon, das als Mephedron (Mephedrone / 4-MMC) Ersatz vermarktet und in Research Chemical Shops verkauft wird.
Es erschien etwa 2010 auf dem Research Chemical Markt und wurde dann recht schnell verbreitet, woraufhin es wenige Jahre nach Erscheinen schon in einigen Ländern (darunter in Deutschland) verboten wurde, mehr dazu bei der Überschrift „Rechtsstatus von 4-MEC„!

4-Methylethcathinon wirkt auf die allermeisten Menschen deutlich weniger angenehm und empathogen / euphorisch als Mephedron, Konsumenten die 4-MMC bereits kennen sind von 4-MEC meist sehr enttäuscht.
Dennoch – manchen gefällt diese Substanz, vor allem jenen, die Mephedrone nicht mehr kennen und deswegen keine so hohe Erwartungshaltung haben. 4-MEC gilt als etwas weniger serotonerg und empathogen als 3-MMC oder 4-MMC, das heißt die Wirkung ist oftmals weniger euphorisch und mehr stimulierend.
Wir stellten bereits das nah mit 4-Methylethylcathinon verwandte Cathinon 3-MEC vor, das als noch deutlich weniger lohnend und wirksam als 4-MEC gilt.

Wegen der serotonergen Wirkung könnte diese Substanz potentiell als Streckmittel, bzw. für die Hersteller billigerer Ersatz für XTC-Pillen verwendet werden.
Um sich als Konsument vor einer solchen Verwechslung zu schützen wenn man unbekannte Ecstasy Tabletten konsumieren will, sollte man diese immer mit einem Drogenschnelltest testen ob tatsächlich MDMA enthalten ist. Gleiches gilt auch für kristallines MDMA.
Laut ecstasydata.org zeigt 4-MEC beim Marquis Reagent keine Reaktion und der Mecke Reagent wird (sehr) leicht grün.

Es gibt sogar bestätigte Berichte darüber, dass 4-MEC in Neuseeland, Schweden und weiteren Ländern Ecstasy Tabletten gefunden wurde, die fälschlicherweise als MDMA-Pillen verkauft worden sind!

Üblicherweise wird 4-Methylethcathinon als kristallines Pulver oder in Form von größeren Kistallen verkauft, hierbei handelt es sich um das Hydrochlorid Salz des 4-MEC.
Selten findet sich diese Substanz auch in Tabletten oder in Fertigprodukten, die aus verschiedenen Substanzen und Streckstoffen bestehen (sogenannte „Blends“ oder „Badesalze“, meist in Pulverform), wie NRG-2.
Die Angaben hier beziehen sich auf 4-MEC HCl.

Andere Namen: 4-Methylethcathinon, 4-Methlyethcathinone (engl.), NRG-2, 4-Methylethylcathinon, 4-Methylethylcathinone (engl.), 4-Methyl-N-ethylcathinon

IUPAC: 2-(Ethylamino)-1-(4-methylphenyl)propan-1-on, 2-(Ethylamino)-1-(4-methylphenyl)propan-1-one (engl.)

Summenformel: C12H17NO

Molekulare Masse: 4-MEC HCl: 227,7 g/mol, 4-MEC: 191,27 g/mol

Schmelzpunkt: 198-199°C

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von 4-MEC

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Empathie & Liebe für die Mitmenschen, Gefühl der Geborgenheit – Bei den meisten Konsumenten ist Empathie bei dieser Substanz eher gering ausgeprägt – nicht mit MDMA, MDAI, Methylon o.ä. vergleichbar.
  • Stimulation (Aufputschend, wachmachend) – Die stimulierende Komponente ist, verglichen mit anderen Cathinonen wie 4-MMC, 3-MMC, 4-CMC oder gar 2-MMC, nur gering ausgeprägt.
    Einige Konsumenten verspüren sogar überhaupt keine Stimulation und können kurze Zeit nachdem die Wirkung abflachte einschlafen.
    Die Stimulation tritt hauptsächlich während des Peaks auf und nimmt dann recht schnell wieder ab.
    In geringeren Dosierungen ist die aufputschende Komponente jedoch deutlich spürbar!
  • Appetitzügelnd
  • Konzentrations- und Leistungssteigerung
  • Aphrodisierend – Steigerung der sexuellen Lust und Verzögerung des Orgasmus.
  • Euphorisch – Die Euphoie ist bei 4-MEC meist eher gering ausgeprägt, jedoch stärker als bei 3-MEC. Dennoch, kein Vergleich zu Mephedron oder 3-MMC. Jedoch kein Vergleich mit MDMA, MDAI, 5-MAPB o.ä.!
  • Gesteigerter Rededrang – Ein sogenannter „Laberflash“
  • Gesteigertes Selbstvertrauen – „Egopush“
  • Verbessertes Musikempfinden – Konsumenten fühlen sich oft eins mit der Musik und können sich beim Tanzen sehr gut auf sie einlassen.
  • Intensivere Licht- und Farbwarhnehmung
  • Intensivierung des Tastsinns – Berührungen, vor allem von anderen Menschen, können sich kribbelnd und besonders angenehm anfühlen
  • Lokalanästhetisch (betäubend) – 4-MEC wirkt, verglichen mit anderen ähnlichen psychoaktiven Substanzen, recht stark betäubend auf die Schleimhäute, während der Wirkung fühlen sich die Zähne deshalb oft narkotisiert an.

Generell ist die Wirkung von 4-Methylethcathinon sehr Cathinon-typisch und erinnert stark an Methcathinon oder vergleichbare substituierte Cathinone wie 4-CMC, 4-MMC, 3-MMC oder 3-MEC.
Sie basiert hauptsächlich auf leicht stimulierenden, leicht empathogenen (Steigerung der Empathie gegenüber anderen Menschen) und euphorischen Effekten, die vermutlich durch die Aktivität im Dopamin, Noradrenalin und Serotonin-Haushalt zustande kommen.
Die Musikwahrnehmung wird etwas verbessert (allerdings nicht so stark wie bei MDMA oder Mephedron), sexuelle Stimulation und Steigerung der Lust kann verspürt werden, konsumeirt man mit anderen Menschen steigert sich oftmals die Lust auf Kommunikation und es kommt zu einem sogenannten Laberflash.

In geringeren Dosierungen soll diese Substanz hauptsächlich stimulierend wirken und sogar an Amphetamin, Methylphenidat, 3-FPM, 4F-MPH oder ähnliche (wenig euphorische) Upper erinnern.
Je höher man dosiert, desto unklarer (also verwirrender / „verklatschender“) und berauschender wird die Wirkung des 4-Methylethcathinone dann.

Da die Wirkzeit von 4-MEC recht kurz ist (mehr dazu bei der Überschrift „4-MEC Wirkzeit“) und die Wirkung bei vielen Lust auf mehr macht, kommt es recht schnell zu Craving, also der Gier, nachzulegen.
Dies ist ein Grund für das große Gefahrenpotential dieser neuen psychoaktiven Substanz (wie auch bei anderen ähnlichen Cathinonen), da einige Konsumenten mitunter extreme Dosierungen einnehmen.

Die Wirkung von 4-MEC wird von den meisten Konsumenten als deutlich besser als die Wirkung des nahen Verwandten 3-MEC empfunden.
4-Methylethcathinon zählt zu den eher beliebeteren, meist als lohnenswerter beschriebenen Mephedron Ersatzstoffen.
Dennoch, an Mephedron kommt die Wirkqualität dieser Substanz nicht ran, 3-MMC wird von vielen dem 4-MEC ebenfalls vorgezogen.
Es gibt jedoch einige Menschen, die 4-MEC für einen eher „schlechten“ Mephedron-Ersatz halten, da die Wirkung angeblich nicht so stark empathisch und mehr stimulierend sein soll.
Gefühlt soll die Wirkung weniger stark auf der serotonergen Aktivität, sondern mehr auf der Dopamin & Noradrenalin Wiederaufnahmehemmung / Ausschüttung basieren.

Auch wenn sich fast jeder einig ist, dass 4-MEC besser als 3-MEC ist, ist es für viele eine eher enttäuschende Droge, da sie nur eine sehr kurze Wirkzeit hat und auf viele Konsumenten nicht sehr intensiv / euphorisch wirkt.
Einige Konsumenten empfinden die Wirkung als sehr „08/15“ und unbesonders, verglichen mit anderen Cathinonen. Die Meinungen sind wirklich sehr geteilt, dies kann entweder an Qualitätsschwankungen des verkauften Stoffes oder an den Erwartungshaltungen der Konsumenten bzw. den Unterschieden zwischen jeder Person liegen.

Auf viele wirkt 4-MEC verwirrender / „verklatschender“ als 3-MMC und 4-MMC, in höheren Dosierungen kommt es also zu stärkeren Verwirrtheitszuständen als bei den genannten Stoffen.

 

Nebenwirkungen und Risiken

  • Abhängigkeitspotential vorhanden – Das Suchtpotential ist bei 4-MEC eher hoch, ähnlich wie bei anderen Cathinonen wie Mephedron, 3-MMC, Ethyl-Hexedron oder 3-CMC. MDMA beispielsweise hat, weil die Wirkung auf der serotonergen Aktivität beruht und sie durch häufige Einnahme viel schlechter wird, ein deutlich geringeres Abhängigkeitspotential.
  • Dehydration
  • Steigerung des Blutdrucks
  • Unterdrückung der Körperfunktionen (z.B. Harndrang, Hunger & Durst)
  • Serotonin-Syndrom – Bei Überdosierung & Mischkonsum (siehe Überschrift Mischkonsum und gefährliche Kombinationen), kann im schlimmsten Fall tödlich enden oder dauerhafte Schäden verursachen!
  • Übelkeit
  • Schweißausbrüche – Diese Nebenwirkung wird beim Konsum von 4-MEC sehr häufig verspürt.
  • Unangenehmer, eventuell chemischer Mund- & Körpergeruch – tritt vor allem auf, wenn eine hohe Dosierung eingenommen, oder öfter nachgelegt wird.
  • Paranoia & psychotische Phasen („Drogenpsychose“) möglich – Vor allem bei Überdosierung, wenn auch extrem selten & geringere Gefahr als bei Uppern wie Amphetamin
  • Craving, also Gier nach der Substanz (Deswegen wird oft nachgelegt) – ist bei Cathinonen wie 4-MEC, 3-MEC, Ethyl-Hexedron oder Mephedron sehr stark ausgeprägt und ein erheblicher Risikofaktor! Es gibt viele Userberichte darüber, dass enorme Mengen 4-MEC in einer „Session“ verkonsumiert wurden, was zu heftigen Nach- und Nebenwirkungen führen kann.
  • Kalte Hände & Füße
  • Erweiterung der Pupillen
  • Sexuelle Dysfunktion möglich
  • Neurotoxizität / Kardiotoxizität ist möglich, aber nicht bestätigt – Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass 4-MEC neurotoxisch wird, da das verwandte Mephedrone als Dopamin-Ausschütter agiert und diese Wirkung so gut wie immer zu Neurotoxizität führt.
  • Depressive Verstimmungen beim Runterkommen & in den nächsten Tagen
  • Bei Überdosierung: Halluzinationen, Schwindel & veränderte optische Wahrnehmung, Verwirrtheitszustände
  • Verengung der Blutgefäße (Vasokonstriktion)
  • Probleme beim Urinieren
  • Zähneknirschen und Kieferkrämpfe („kiefern“, „Kieferkicks“, „Mundgulasch“)

Da 4-MEC als potenter Serotonin-Ausschütter wirkt (mehr dazu bei der Überschrift 4-Methylethcathinon Pharmakologie), beeinträchtigt es den Serotonin-Haushalt ganz enorm und man muss deswegen zwischen jedem Konsum mehrere Wochen (besser Monate) Pause einhalten.
Die Wirkung wird durch häufigeren Konsum mit jedem mal schwächer, schädlicher und unbefriedigender.
Da diese Substanz so unerforscht ist ist auch nichts über die Neurotoxizität bekannt, man muss aber davon ausgehen, dass die Einnahme von höheren Dosierungen oder der häufigere Konsum (öfter als alle paar Wochen) ziemlich sicher eine Neurotoxizität mit sich bringt.

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

Um der Dehydration entgegen zu wirken und eine Beschädigung der Nieren zu verhindern muss genug getrunken werden (etwa 250-500ml Wasser pro Stunde)!

Der Hangover am nächsten Tag bzw. das Runterkommen noch am gleichen Tag wird von verschiedenen Menschen als sehr unterschiedlich schlimm wahrgenommen.
Einige empfinden den Kater den mittlere bis höhere Dosen 4-MEC auslösen als noch deutlich schlimmer als der MDMA (bzw. 5-MAPB / MDAI) Kater (wenn höhere Dosen eingenommen / öfter nachgelegt wird, bei korrektem Umgang mit diesen Substanzen kommt es zu gar keinem Kater!).
Andere wiederrum verspüren nur leichte, nicht allzu unangenehme Nachwirkungen und halten 4-MEC in dieser Hinsicht für sanfter als Mephedron, 3-MMC oder ähnliche Cathinone.

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale oder nasale Konsum von 4-MEC.

4-MEC oral ist die am wenigsten ungesunde Methode, die auch die Konsumform der Wahl sein sollte, wenn man diese Substanz (trotz der negativen Userberichte) konsumieren will.
Einige Konsumenten empfehlen, das 4-MEC in ein Glas Wasser zu schütten, es im Wasser zu lösen und dann zu trinken, dies soll die Aufnahme verbessern und die Wirkung soll so etwas schneller eintreten.
Da 4-MEC einen sehr intensiven, unangenehmen Geschmack hat, kann diese Methode aber Ekelgefühle und Übelkeit hervorrufen.
Um den Geschmack zu umgehen kann man die gewünschte Dosierung in eine Leerkapsel (klick) füllen und diese schlucken.

Bei oralem Konsum ist auch das Craving etwas geringer ausgeprägt und die Wirkung hält länger!

Viele Konsumenten berichten bei 4-MEC nasal von einem sehr ekelerregenden Geschmack, starkem Brennen in der Nase und auch Hals- und Rachenschmerzen, wenn die Droge den Hals runterläuft.
Aufgrund der vergleichbar eher niedrigeren Potenz von 4-MEC und den dementsprechend großen Mengen an Substanz die man einnehmen muss, ist nasaler Konsum umso schlechter geeignet.
Nasaler Konsum wirkt schneller und kürzer und man benötigt geringere Mengen als bei oraler Einnahme, dennoch rät fast jeder Konsument, der 4-MEC intranasal applizierte, davon ab und empfiehlt stattdessen den oralen Konsum.

Auch sublingualer, rektaler, inhalativer und intravenöser sollte theoretisch möglich sein, über diese Konsumformen ist aber sehr wenig bekannt.

4-MEC sublingual dürfte etwas schneller als oral wirken und man sollte etwas geringere Dosierungen benötigen (etwa wie beim nasalen Konsum)

4-MEC IV (intravenös) ist der wohl schädlichste Applikationsweg, die Venen werden dadurch ernsthaft beschädigt und im schlimmsten Fall kann es zu heftiger Vasokonstriktion (Gefäßverengung) kommen, die zum Verlust eines Armes oder gar zum Tod führen kann. Desweiteren ist die Suchtgefahr und das Craving (Gier nach der Substanz) bei intravenösem Konsum am höchsten.
4-Methylethylcathinon gilt als sehr ätzende, für den intravenösen Konsum ungeeignete Substanz, da sie bei Injektion ein unangenehmes Brennen verursacht. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass 4-MEC IV enorme Schäden verursachen kann!
Ähnlich wie bei anderen ähnlichen Cathinonen (wie 4-MMC, 3-MMC…) soll beim IV Konsum ein sogenannter Flash auftreten, das ist ein sehr intensives, stimulierendes oder euphorisches Gefühl, das kurz nach der Einnahme eintritt und dann nur wenige Minuten anhält. Dieser Flash ist für das enorme Craving und das große Abhängigkeitspotential dieser Konsummethode verantwortlich.
Möchte man, entgegen aller Warnungen und Vernunft, 4-MEC intravenös konsumieren, muss man die Dosierung etwas niedriger, aber vergleichbar mit dem oralen Konsum ansetzen!

Es gibt einige Berichte darüber, dass 4-MEC IV schwere Schäden an den Venen, Abszesse etc. verursachte!

4-MEC rektal flutet ähnlich schnell wie intravenöser Konsum an, ist aber etwas weniger schädlich und erzeugt weniger Craving und Suchtverhalten. Die Dosierung ist auch hier deutlich niedriger anzusetzen.
Doch Vorsicht, die empfindliche Darmschleimhaut kann durch den rektalen Konsum solcher Substanzen schwer beschädigt werden, man sollte auf keinen Fall öfter als alle paar Monate zum rektalen Konsum greifen!

 

4-MEC Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 30-80mg
  • Leichte Wirkung: 60-120mg
  • Normal: 120-200mg
  • Starke Wirkung: 200-280mg
  • Sehr starke Wirkung: 280mg+

Nasal / sublingual / rektal:

  • Erste Effekte ab: 10-30mg
  • Leichte Wirkung: 25-40mg
  • Normal: 40-100mg
  • Starke Wirkung: 100-150mg
  • Sehr starke Wirkung: 150mg+

Intravenös / Intramuskulär:

  • Erste Effekte ab: 10-40mg
  • Leichte Wirkung: 30-70mg
  • Normal: 50-100mg
  • Starke Wirkung: 90-160mg
  • Sehr starke Wirkung: 160mg+

 

4-MEC Wirkzeit

Die Wirkzeit ist bei serotonergen Uppern stark von der konsumierten Dosierung abhängig (und natürlich auch davon ob und wann nachgelegt wurde).

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 45-90 Minuten
  • Hauptwirkung: 1-3 Stunden
  • Runterkommen: 2-4 Stunden
  • Afterglow: 2-5 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 5-15 Minuten
  • Hauptwirkung: 45-90 Minuten
  • Runterkommen: 15-60 Minuten
  • Afterglow: 1-3 Stunden

Intravenös / Intramuskulär:

  • Wirkungseintritt nach: wenige Sekunden bis wenige Minuten
  • Hauptwirkung: 15-30 Minuten
  • Runterkommen: 15-90 Minuten
  • Afterglow: 1-3 Stunden

Rektal:

  • Wirkungseintritt nach: 10-45 Minuten
  • Hauptwirkung: 1-3 Stunden
  • Runterkommen: 2-4 Stunden
  • Afterglow: 2-5 Stunden

 

Rechtsstatus von 4-MEC

In Deutschland unterliegt 4-MEC seit 2012 dem BtMG (Anlage 2) und ist damit illegal.

Ebenfalls verboten ist es in Polen, England, den USA und Ländern mit Analog- / Stoffgruppenverboten, da es zu den Cathinonen zählt und nahe mit dem weltweit fast überall illegalisierten 4-MMC (Mephedron / 4-Methylmethcathinon) verwandt ist.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzbildung verläuft vermutlich ähnlich wie bei anderen stimulierenden Cathinonen..
Gerade bei häufigem, hochdosierten Konsum steigt die Toleranz an und es werden größere Mengen benötigt um den selben Effekt zu erzielen, auch eine einmalige Einnahme sorgt aber für das Ansteigen der Toleranz gegen über des Wirkstoffes.
Diese baut sich nach etwa 7-14 Tagen Konsumpause wieder ab.

Wegen der starken Serotoninausschüttung muss man allerdings längere Pausen als 7-14 Tage einhalten (eher 4-8 Wochen) um Langzeitschäden zu verhindern und eine gleichbleibend gute Wirkung zu erzielen!

 

4-MEC Pharmakologie

Es gibt nur sehr wenige wissenschaftliche Untersuchungen zur Pharmakologie dieses Cathinons, die Angaben hier basieren auf Spekulationen und diese basieren auf der strukturellen Ähnlichkeit zu Mephedron (4-MMC) und auf der subjektiv empfundenen Wirkung.

Es gibt eine Tierstudie an Ratten, bei der festgestellt wurde, dass 4-Methylethcathinon hauptsächlich als Serotonin Ausschütter (Serotonin releasing agent – SRA) und auch als Dopamin-Wiederaufnahmehemmer wirkt.
Dies führte zu einer starken Erhöhung der Serotonin- und zu einer leichten Erhöhung der Dopamin-Konzentration.

Vermutlich wirkt es nicht nur als Dopamin, sondern auch als Serotonin und Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer (eine Ausschüttung von Dopamin oder Noradrenalin findet jedoch nicht statt).

Die meisten Konsumenten nehmen an, dass diese im Tierversuch entdeckte Wirkung in etwa so auch auf den Menschen zutrifft, wobei die stimulierende Komponente (die meist durch Dopamin oder Noradrenalin Aktivität zustande kommt) teils auch nicht zu knapp kommt und stärker als bei MDMA oder gar 5-MAPB ausgeprägt ist.

 

Löslichkeit von 4-MEC

4-MEC ist gut in Ethanol (etwa 30mg/ml), DMSO (etwa 30mg/ml) und Dimethyl Formamid (DMF) (etwa 12,5mg/ml) löslich. Diese Angaben beziehen sich auf 4-Methylethcathinon HCl und stammen von caymanchem.com.

Diese Substanz ist ebenso löslich in Wasser, über die genaue Löslichkeit ist jedoch nichts bekannt, man sollte deswegen vorsichtshalber von nicht mehr als 1mg/ml ausgehen (bzw. die Lösung stärker ansetzen, bspw. bei 10mg/ml und dann weiter verdünnen bis man sich sicher ist, dass sich alles gleichmäßig gelöst hat).

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.
Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

Da über den Wirkmechanismus von 4-MEC nichts bekannt ist (es gibt keine wissenschaftlichen Studien zur Pharmakologie), kann man nicht genau wissen, welche Kombination potentiell sehr gefährlich sein kann.
Im Mischkonsum mit serotonergen Substanzen könnte beispielsweise ein Serotonin-Syndrom entstehen und es kann immer starke Neurotoxizität oder Kardiotoxizität als Wechselwirkung geben.

  • Stimulanzien: Der Mischkonsum von verschiedenen Stimulanzien ist potentiell sehr gefährlich, da der Blutdruck und die Herzfrequenz stark erhöht und auch die Nebenwirkungen, die Neurotoxizität und die Dehydration verstärkt werden.
    Es kann gefährliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Uppern geben, man muss sich also vorher genauestens über jede Kombination informieren, die man einnehmen will!
    In einer wissenschaftlichen Studie wurde herausgefunden, dass das mit 4-MEC verwandte Mephedron im Mischkonsum mit Methamphetamin, Amphetamin und MDMA in Ratten eine stark erhöhte Nerotoxizität zur Folge hatte, das gleiche könnte auch für 4-MEC gelten!
    Hier gehts zur Studie.
    Da 4-MEC vermutlich als Serotonin-Ausschütter (SRA) wirkt, kann es außerdem zu einem Serotoninsyndrom kommen, wenn man es mit anderen serotonergen Uppern kombiniert.
  • MDMA & andere Empathogene (bspw. MDAI, Methylon, 5-MAPB): Empathogene wirken alle stark serotonerg. Der Mischkonsum von verschiedenen serotonergen Substanzen kann, je nach Wirkmechanismus der einzelnen Substanzen, ein Serotonin-Syndrom hervorrufen und eine sehr intensive serotonerge Wirkung auslösen. Da nichts über die Pharmakologie von 4-MEC bekannt ist, es aber vermutlich als Serotoninausschütter (und evtl. auch als Wiederaufnahmehemmer, SSRI / SRI) wirkt, ist hier Vorsicht geboten!
    Auch hier werden normalerweise die Nebenwirkungen und die Neurotoxizität verstärkt und die Kreislauf- und Herzbelastung erhöht!
  • 25X-NBOMe, 25x-NBF & co.: Die Amphetamin-Analoge von psychedelischen Phenethylaminen, wie 25x-NBOMe, 25x-NBF etc. sind an sich schon aufputschend und stimulierend und wirken stark auf die Herzfrequenz und den Blutdruck.
    Der Mischkonsum von Stimulanzien mit diesen Psychedelika kann lebensgefährlich sein!!
  • Psychedelika: Auch bei anderen Psychedelika kann es im Mischkonsum mit Empathogenen zu Komplikationen mit dem Blutdruck und Kreislauf kommen.
    Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen, da die serotonerge Upper die Wirkung extrem verstärken und Paranoia auslösen können.
  • DXM: Der Mischkonsum von DXM mit serotonergen Uppern ist lebensgefährlich! Es kann zu einem potentiell tödlichen Serotoninsyndrom kommen, da DXM auch serotonerg wirkt. Die psychische Seite des Trips ist auch nicht unterschätzen und kann extrem verstörend und zu intensiv sein.
  • Andere Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Paranoia und Verwirrtheitszustände sind häufig, es kann auch zu körperlichen Problemen wie Bluthochdruck und Herzrasen kommen.
    Darf nur sehr niedrig dosiert und von Experten in diesem Bereich eingenommen werden!
  • Alkohol: Stark gesteigerte Dehydration! Die Wirkung des Alkohols wird durch diese Droge unterdrückt, weswegen nicht mehr abgeschätzt werden kann, ob zu viel getrunken wird.
    Dies kann zu einer Alkoholvergiftung, die lebensbedrohlich werden kann, führen.
  • Tramadol: Tramadol ist serotonerg, eine Kombination mit serotonergen Uppern ist deswegen potentiell tödlich, da es zu einem Serotoninsyndrom kommen kann!
  • Kratom & andere Opioide: Die Krampfschwelle wird beim Mischkonsum stark gesenkt, weshalb es leicht zu Krampfanfällen kommen kann.
  • MAO-Hemmer: Tödliche Kombination! Vorsicht!
  • Downer: Die Kombination aus Uppern und Downern (wie Benzodiazepinnen, Opioiden, Alkohol & GBL) kann zu einer gefährlichen Kreislaufbelastung führen.
    Die Herzfreguenz und der Blutdruck könnnen erhöht werden.
    Außerdem wird die sedierende Komponente der Downer unterdrückt, weshalb es leicht zu einer Überdosierung kommen kann, weil der Konsument nicht mehr einschätzen kann, wie stark die Wirkung der Downer bereits ist und er deshalb eventuell nachlegt.

 

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