5-APB – Research Chemical Empathogen & MDA Ersatz (Substanzinfo)

5-APB – Research Chemical Empathogen & MDA Ersatz

5-APB ist ein Empathogen mit stimulierender, euphorisierender & vor allem 5-APBempathogener Wirkung, welches zu den Benzofuranen zählt und seit 2010 als Research Chemical verkauft wird.
Dieses und ähnliche empathogene Benzofurane sind von MDA abgeleitet und die Wirkung von 5-APB ist mit der von MDA vergleichbar. Es kommt öfter zu leicht psychedelischen / halluzinogenen Effekten als bei MDMA.

Ebenso wie 6-APB wird 5-APB manchmal Benzofury genannt, was zu Missverständnissen führen kann.
Vor dem Erscheinen auf dem RC-Markt war nichts über den menschlichen Konsum dieses Empathogens bekannt!

5-APB wird normalerweise entweder als Succinat oder als Hydrochlorid Salz verkauft, wobei die gleiche Menge HCl um 10% potenter ist als die gleiche Menge Succinat. Dosisangaben die sich auf das Succinat beziehen müssen also angepasst werden, man muss 10% der Menge abziehen.
Es gab einige Fälle bei denen eine andere empathogene Substanz fälschlicherweise als 5-APB verkauft worden ist, man trifft 5-APB recht selten an.

Wegen der serotonergen Wirkung könnte diese Substanz potentiell als Streckmittel, bzw. für die Hersteller billigerer Ersatz für XTC-Pillen verwendet werden.
Um sich als Konsument vor einer solchen Verwechslung zu schützen wenn man unbekannte Ecstasy Tabletten konsumieren will, sollte man diese immer mit einem Drogenschnelltest testen ob tatsächlich MDMA enthalten ist. Gleiches gilt auch für kristallines MDMA.

Andere Namen: 5-APB, 5-(2-aminopropyl)benzofuran, Benzofury, Benzo fury

IUPAC: 1-Benzofuran-5-ylpropan-2-amin, 1-Benzofuran-5-ylpropan-2-amine (engl.)

Summenformel: C11H13NO

Molekulare Masse: 175,23 g/m

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von 5-APB

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Empathie & Liebe für die Mitmenschen, Gefühl der Geborgenheit – Dies ist die wohl wichtigste Wirkung dieser Substanz.
  • Stimulation (Aufputschend, wachmachend) – Die stimulierende Komponente ist, verglichen mit anderen Uppern, nur gering ausgeprägt, da die Wirkung hauptsächlich auf der Serotonin-Aktivität beruht (mehr dazu beim Unterpunkt Pharmakologie) und sich in Empathie und Euphorie äußert.
    Bei einigen Menschen wirkt 5-APB etwas stimulierender als 6-APB, dies ist jedoch sehr von Set & Setting abhängig und tritt nicht immer ein.
    Die Stimulation ist mit der von MDMA / MDA vergleichbar.
  • Sedierend – Paradox zum stimulierenden Effekt kann 5-APB auch sedierend / schlaffördernd / entspannend wirken, vor allem bei höheren Dosierungen. Dies ist sehr stark von Set & Setting abhängig, nimmt man die Substanz zuhause ein und legt sich ins Bett ist die Sedation deutlich spürbarer, als wenn man sie als Partydroge einnimmt und tanzen geht. Soll weniger sedierend als 6-APB sein.
  • Psychedelisch – Ebenso wie MDA ist 5-APB ein Empathogen mit psychedelischer Note, diese ist jedoch deutlich geringer ausgeprägt als bei bspw. 6-APB. Dennoch immer noch deutlich psychedelischer als MDMA!
    Tritt vor allem bei höheren Dosierungen ein und unterscheidet sich recht deutlich von klassischen Psychedelika wie LSD / 1P-LSD / 4-AcO-MET etc.
  • Appetitzügelnd
  • Konzentrations- und Leistungssteigerung
  • Aphrodisierend – Steigerung der sexuellen Lust und Verzögerung des Orgasmus
  • Euphorisch
  • Gesteigerter Rededrang – Ein sogenannter „Laberflash“
  • Verbessertes Musikempfinden – Konsumenten fühlen sich oft eins mit der Musik und können sich beim Tanzen sehr gut auf sie einlassen.
  • Intensivere Licht- und Farbwarhnehmung
  • Intensivierung des Tastsinns – Berührungen, vor allem von anderen Menschen, können sich kribbelnd und besonders angenehm anfühlen
  • Offenheit – Man sollte serotonerge Upper besser nicht mit Menschen nehmen die man nicht gut kennt, da man Dinge von sich erzählen könnte, die man anderen eigentlich nicht erzählen will.

Insgesamt ist die Wirkung sehr nah an der von MDA, das heißt es handelt sich um ein Empathogen mit leicht psychedelischer Wirkkomponente, die deutlich stärker als bei MDMA ausgeprägt ist (bei MDMA treten psychedelische Effekte üblicherweise erst bei Überdosierung ein).

Einige 5-APB Konsumenten empfinden die Wirkung als recht stabil und weniger wellen-artig als bspw. bei MDA oder bei 6-APB, oft jedoch auch als etwas weniger empathogen / euphorisch und auch weniger psychedelisch.
Es zählt zu den recht beliebten Benzofuranen, vergleichbar mit 6-APB. Einigen Menschen scheint die Wirkung von 5-APB etwas zu seicht / langweilig zu sein, was jedoch auch nur an zu niedriger Dosis liegen kann.

Manche Personen mögen 5-APB sogar lieber als 6-APB oder MDA, da es so stabil & dadurch besser kontrollierbar wirkt, oft auch etwas klarer / weniger verwirrend.

 

5-APB Nebenwirkungen und Risiken

  • Abhängigkeitspotential vorhanden – ähnlich wie bei MDMA (geringer als bei hauptsächlich dopamin- & noradrenalinergen Uppern wie Amphetamin)
  • Dehydration
  • Steigerung des Blutdrucks
  • Unangenehmes Hochkommen – Das Hochkommen, also die Zeit zwischen Wirkungseintritt und Hauptwirkung, kann bei Empathogenen unangenehm sein & mit einem starken Bodyload oder selten auch Paranoia / Dysphorie einher gehen.
    Bei 5-APB wird das Hochkommen teils als recht lang & unangenehm beschrieben, wobei andere Menschen kein allzu starkes Hochkommen erlebten. Ist sehr von Set & Setting, Dosis und der konsumierenden Person abhängig.
  • Unterdrückung der Körperfunktionen (z.B. Harndrang, Hunger & Durst)
  • Serotonin-Syndrom – Bei Überdosierung & Mischkonsum möglich (siehe Überschrift Mischkonsum und gefährliche Kombinationen), kann im schlimmsten Fall tödlich enden oder dauerhafte Schäden verursachen!
  • Übelkeit & Magenprobleme – Erst recht bei höheren Dosierungen, regelmäßigem Konsum oder wenn oft nachgelegt wird. Tritt meist während des Hochkommens auf und hört dann mit dem Wirkeintritt auf.
  • Paranoia & psychotische Phasen („Drogenpsychose“) möglich – Vor allem bei Überdosierung oder viel zu häufigem Konsum, wenn auch extrem selten & geringere Gefahr als bei Uppern wie Amphetamin.
  • Craving, also Gier nach der Substanz (Deswegen wird oft nachgelegt)
  • Kalte Hände & Füße
  • Erweiterung der Pupillen
  • Sexuelle Dysfunktion möglich
  • Neurotoxizität ist möglich, aber nicht bestätigt – Bei zu hohen Dosierungen, zu häufiger Einnahme oder Mischkonsum ist Neurotoxizität (also Gehirnschädigung) sehr wahrscheinlich!
  • Vermutlich Kardiotoxizität – Also herzschädigend, wegen des Agonismus am 5-HT2B Rezeptor. Ebenso wie bei MDMA & Fenfluramin.
  • Depressive Verstimmungen beim Runterkommen & in den nächsten Tagen
  • Bei Überdosierung: Halluzinationen, Schwindel & veränderte optische Wahrnehmung, Verwirrtheitszustände
  • Verengung der Blutgefäße
  • Probleme beim Urinieren
  • Zähneknirschen und Kieferkrämpfe („kiefern“, „Kieferkicks“, „Mundgulasch“) – Soll etwas geringer als bei MDA, MDMA oder 6-APB ausgeprägt sein, wobei die Kieferkrämpfe in hohen Dosierungen ebenfalls sehr stark werden können.
  • Schweißausbrüche

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

5-APB 3D MolekülUm der Dehydration entgegen zu wirken und eine Beschädigung der Nieren zu verhindern muss genug getrunken werden (etwa 250-500ml Wasser pro Stunde)!
Außerdem darf man sich beim Tanzen, Feiern o.ä. nicht zu sehr verausgaben, dies kann zu Kreislaufzusammenbrüchen, Herzproblemen & auch dem Tode führen!

Die Nebenwirkungen von 5-APB scheinen laut einigen Konsumenten etwas geringer als die von 6-APB oder auch MDA ausgeprägt sein, angeblich sind die Kieferkrämpfe und auch die Vewirrtheit etwas weniger stark ausgeprägt. Dies kann jedoch auch an einer niedrigeren Dosierung / anderem Set & Setting liegen und trifft eventuell nicht immer zu.

Die leichte psychedelische Wirkkomponente, die 5-APB (ebenso wie MDA) eigen ist, kann etwas schneller zu Paranoia / einem unangenehmen Zustand führen, als dies bei MDMA passieren kann, welches bei normaler Dosierung nicht psychedelisch wirkt.
Da das Psychedelische etwas geringer als bei 6-APB ausgeprägt zu sein scheint ist diese Gefahr etwas geringer als bei 6-APB.

Ein weiterer Punkt der 5-APB potentiell unangenehmer als MDMA macht ist die deutlich längere Wirkzeit, gefällt einem die Wirkung nicht hält diese länger an.
Ein klassischer „Horrortrip“ / Badtrip ist jedoch sehr selten, da es sich immer noch um ein Empathogen und nicht um ein klassisches Psychedelikum handelt.
Während dem Hochkommen auftretende Paranoia / Unwohlsein ist recht häufig und kein Zeichen davon, dass der „Trip“ insgesamt schlecht wird, normalerweise verschwindet dieses Unwohlsein sobald die Wirkung voll eintritt.

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale Konsum von 5-APB, hierfür füllt man die Substanz am besten in eine Leerkapsel oder baut sich eine Taschentuch-„Bombe“, verwendet also ein kleines Stück einer Lage eines Taschentuchs und wickelt das Pulver darin ein.

5-APB nasal ist sinnlos, da die Bioverfügbarkeit geschnupft deutlich geringer ist als oral eingenomen, man muss also höher dosieren um die gleiche Wirkstärke zu erreichen. Außerdem ist der nasale Konsum schädlich für die empfindliche Nasenschleimhaut & kann zu Brennen führen.
5-APB sollte man also keinesfalls nasal konsumieren!

5-APB rektal funktioniert, hier ist Bioverfügbarkeit deutlich höher als bei oraler Einnahme, man muss also deutlich niedriger dosieren.
Außerdem setzt die Wirkung schneller ein und es kommt zu einem sog. „Flash“, also einem sehr intensiven Wirkeintritt.
Die empfindliche Darmschleimhaut kann durch den rektalen Konsum beschädigt werden, man sollte also nicht allzu oft auf diese Konsumform zurückgreifen.

Eine höhere Bioverfügbarkeit hat wohl nur der intravenöse Konsum von 5-APB, hiervon ist jedoch klar abzuraten da die Venen dadurch beschädigt werden können und es schlimmstenfalls zu einem Abszess / gar zu einer Armamputation kommen kann.
Außerdem ist die Suchtgefahr beim IV Konsum deutlich höher und man muss viel niedriger dosieren; die Wirkung setzt sehr schnell ein.

Über sublingualen oder inhalativen Konsum ist uns nichts bekannt.

 

5-APB Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 20-40mg
  • Leichte Wirkung: 30-60mg
  • Normal: 50-80mg
  • Starke Wirkung: 75-100mg
  • Sehr starke Wirkung: 100mg+

Rektal:

  • Erste Effekte ab: 10-20mg
  • Leichte Wirkung: 15-30mg
  • Normal: 25-40mg
  • Starke Wirkung: 35-50mg
  • Sehr starke Wirkung: 50mg+

 

5-APB Wirkzeit

Die Wirkzeit ist bei serotonergen Uppern stark von der konsumierten Dosierung abhängig (und natürlich auch davon ob und wann nachgelegt wurde).

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 20-100 Minuten
  • Hochkommen: 45-90 Minuten
  • Hauptwirkung: 5-8 Stunden
  • Davon Peak: 2-4 Stunden
  • Runterkommen: 1 1/2 – 3 Stunden
  • Afterglow: 6-48 Stunden

Rektal:

  • Wirkungseintritt nach: 5-60 Minuten
  • Hochkommen: 30-90 Minuten
  • Hauptwirkung: 4-8 Stunden
  • Davon Peak: 2-4 Stunden
  • Runterkommen: 1 1/2 – 3 Stunden
  • Afterglow: 6-48 Stunden

 

Safer Use und Set & Setting bei 5-APB

Bei dieser Substanz sind, wie bei allen anderen Empathogenen, das Set und Setting extrem wichtige Faktoren, dafür wie positiv die Wirkung ausfällt.
Set bezeichnet den Zustand des Konsumenten, also beispielsweise seine Stimmung, seine Sicht auf die Dinge, seine Art zu denken und sein bisheriges Leben.
Setting ist der Ort an dem der Konsum stattfindet und beinhaltet auch die Personen, mit der die Droge eingenommen wird.

Man sollte serotonerge Empathogene nur konsumieren, wenn man vorher schon gute Laune hat.
Es handelt sich nicht um eine Glückspille die man einwirft und die einen zuverlässig auf Wolke Sieben schickt, sondern die Gefühle werden, ähnlich wie bei Psychedelika nur nicht ganz so ausgeprägt wie bei diesen, verstärkt.

Das Setting sollte ein sicherer Ort sein, der den Berauschten vertraut und für alle Personen angenehm ist.
Sehr gut eignet sich bei schönem Wetter ein abgeschirmter Platz in der Natur, beispielsweise auf einer Wiese an einem Fluss!
Alternativ nehmen einige Menschen serotonerge Upper auch gerne auf Partys und in Discos, dies ist allerdings nur für erfahrenere Konsumenten geeignet, die bereits einige Erfahrungen mit dieser Substanz machten und sich sicher sind, dass sie der Rausch auch in der Öffentlichkeit nicht überfordert.
Ist dies der Fall können auch Partys, Festivals und Konzerte gute Orte für Einnahme sein, besonders elektronische Musik erfreut sich hier großer Beliebtheit.
Man sollte, konsumiert man öffentlich, allerdings niedriger dosieren um mögliche Nebenwirkungen (wie Übelkeit & Paranoia) zu reduzieren!

Da man wegen er empathogenen Wirkung eventuell Dinge erzählt, von denen man im nüchternen Zustand nicht möchte, dass andere Leute sie wissen, sollte man wie schon gesagt Empathogene nur mit Personen einnehmen, denen man vertraut, die man mag, im besten Falle liebt.
So können sich auch viel tiefere und bessere Gespräche entwickeln als mit weniger guten Bekannten!

 

Rechtsstatus von 5-APB

In Deutschland unterliegt 5-APB der Anlage II des BtMG und ist damit illegal.

Ebenfalls verboten ist es in Großbritannien, Brasilien und Ländern mit Analog- und Stoffgruppenverboten.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzbildung verläuft ähnlich wie bei MDMA.
Gerade bei häufigem, hochdosierten Konsum steigt die Toleranz an und es werden größere Mengen benötigt um den selben Effekt zu erzielen.
Diese baut sich nach etwa 7-14 Tagen Konsumpause wieder ab.

Doch Vorsicht:
Dass die Toleranz gegenüber der Substanz abgebaut ist bedeutet nicht, dass sie nach nur 7-14 Tagen wieder so wie vor der ersten Einnahme wirkt!
Der Serotoninhaushalt muss sich erst wieder einigermaßen erholen und normalisieren, bis während des Rausches wieder eine genug hohe Serotoninkonzentration im Hirn entstehen kann, sodass eine euphorische, positive Wirkung verspürt wird.
Würde der Konsument diese Substanz alle 14 Tage nehmen, würde die Wirkung von mal zu mal schwächer und unangenehmer werden.

Eine Pause von 2-3 Monaten ist das Minimum, wenn eine gute Wirkung durch serotonerge Upper verspürt werden soll!
Selbstverständlich gilt diese Pause für alle serotonerge Upper. MDMA, 5-MAPB und MDAI beispielsweise sind alles Substanzen die eine Kreuztoleranz haben und ein und den selben Serotoninhaushalt beanspruchen.

 

5-APB Pharmakologie

Die Wirkung von 5-APB basiert auf Dopamin-, Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmung
Der Ki Wert von Noradrenalin ist 180nmol/L, der von Dopamin ist 265nmol/L und der von Serotonin ist 811 nmol/L.
Es ist ein potenter Agonist vom 5-HT2A & 5-HT2B Rezeptor und außerdem ein schwächerer Agonist vom 5-HT2C Rezeptor.

Die Wirkung am 5-HT2B Rezeptor könnte Kardiotoxizität (Herzschädigung) bei längerem, zu häufigem Konsum auslösen.
Dies zumindest kann man auch bei anderen 5-HT2B agonistischen Psychoaktiva beobachten, zum Beispiel bei MDMA oder Fenfluramin.

 

Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

5-APB Drug Checking
Quelle: Ecstasydata.org

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun die eine oder die andere Substanz vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

Der Marquis Reagent reagiert auf 5-APB mit einer erst dunkelrötlichen, dann schwarz werdenden Verfärbung, der Mandelin Reagent mit einer schwarzen Verfärbung mit leichten dunkelrötlichen / lilanen Elementen, der Mecke Reagent mit erst kurz rötlichen, dann tiefschwarzen Verfärbung, der Simons Reagent erst mit einer pinken / hautfarbenen, dann mit einer immer dunkler werdenden Verfärbung und der Liebermann Reagent mit einer sofortigen schwarzen Verfärbung.

 

5-APB Löslichkeit

5-APB HCl ist gut in Ethanol, DMSO und Dimethyl Formamid (DMF) löslich, jeweils mit etwa 30mg/ml.
Es sollte auch in Wasser löslich sein, über die genaue Wasserlöslichkeit von 5-APB ist uns jedoch nichts bekannt. Solltet ihr hierzu Infos haben hinterlasst doch ein Kommentar oder meldet euch hier!

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • Stimulanzien: Der Mischkonsum von verschiedenen Stimulanzien ist potentiell sehr gefährlich, da der Blutdruck und die Herzfrequenz stark erhöht und auch die Nebenwirkungen, die Kardiotoxizität & Neurotoxizität und die Dehydration verstärkt werden.
    Es kann gefährliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Uppern geben, man muss sich also vorher genauestens über jede Kombination informieren, die man einnehmen will!
  • Andere Empathogene: Der Mischkonsum von verschiedenen stark serotonergen Empathogenen kann, je nach Wirkmechanismus der einzelnen Substanzen, ein Serotonin-Syndrom hervorrufen und eine sehr intensive serotonerge Wirkung auslösen.
    Die beiden Empathogene können sich gegenseitig unvorhersehbart potenzieren, es muss also deutlich niedriger dosiert werden.
    Auch hier werden normalerweise die Nebenwirkungen und die Neurotoxizität verstärkt und die Kreislauf- und Herzbelastung erhöht!
    5-APB wird von einigen Menschen mit 6-APB oder auch Methylon / MDAI kombiniert, was eine sehr starke Wirkung erzeugt jedoch auch sehr riskant ist und sogar tödlich enden kann.
  • 25X-NBOMe, 25x-NBF & co.: Die Amphetamin-Analoge von psychedelischen Phenethylaminen, wie 25x-NBOMe, 25x-NBF etc. sind an sich schon aufputschend und stimulierend und wirken stark auf die Herzfrequenz und den Blutdruck.
    Der Mischkonsum von Stimulanzien mit diesen Psychedelika kann lebensgefährlich sein!!
  • Psychedelika: Auch bei anderen Psychedelika kann es im Mischkonsum mit Empathogenen zu Komplikationen mit dem Blutdruck und Kreislauf kommen.
    Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen, da serotonerge Upper die Wirkung extrem verstärken und Paranoia auslösen können.
    Möchte man die Kombination von Psychedelika & Empathogenen eingehen wäre es besser, eine erforschtere Substanz wie MDMA zu verwenden.
  • DXM: Der Mischkonsum von DXM mit serotonergen Uppern ist lebensgefährlich! Es kann zu einem potentiell tödlichen Serotoninsyndrom kommen, da DXM auch serotonerg wirkt. Die psychische Seite des Trips ist auch nicht unterschätzen und kann extrem verstörend und zu intensiv sein.
  • Andere Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Paranoia und Verwirrtheitszustände sind häufig, es kann auch zu körperlichen Problemen wie Bluthochdruck und Herzrasen kommen.
    Darf nur sehr niedrig dosiert und von Experten in diesem Bereich eingenommen werden!
  • Alkohol: Stark gesteigerte Dehydration! Die Wirkung des Alkohols wird durch diese Droge unterdrückt, weswegen nicht mehr abgeschätzt werden kann, ob zu viel getrunken wird.
    Dies kann zu einer Alkoholvergiftung, die lebensbedrohlich werden kann, führen.
  • Tramadol: Tramadol ist serotonerg, eine Kombination mit serotonergen Uppern ist deswegen potentiell tödlich, da es zu einem Serotoninsyndrom kommen kann!
  • Kratom & andere Opioide: Die Krampfschwelle wird beim Mischkonsum stark gesenkt, weshalb es leicht zu Krampfanfällen kommen kann.
  • MAO-Hemmer: Tödliche Kombination! Vorsicht!
  • Downer: Die Kombination aus Uppern und Downern (wie Benzodiazepinnen, Opioiden, Alkohol & GBL) kann zu einer gefährlichen Kreislaufbelastung führen.
    Die Herzfreguenz und der Blutdruck könnnen erhöht werden.
    Außerdem wird die sedierende Komponente der Downer unterdrückt, weshalb es leicht zu einer Überdosierung kommen kann, weil der Konsument nicht mehr einschätzen kann, wie stark die Wirkung der Downer bereits ist und er deshalb eventuell nachlegt.

Weitere Substanzinfos zu Benzofuranen

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