6-APB – Empathogen & stimulierendes Benzofuran & MDMA Ersatz – Substanzinfo

6-APB – Empathogenes / entaktogenes Benzofuran & MDMA Ersatz

6-APB ist ein 1993 erstmals von David Nichols und seinem Team 6-APBsynthetisiertes Benzofuran (es zählt also zu den Amphetaminen), das eine stark serotonerge, empathogene / entaktogene und stimulierende Wirkung hat.
David Nichols war auf der Suche nach Analogen von MDMA, die keine Neurotoxizität aufweisen.
Ob 6-APB eine neurotoxische Wirkung hat ist unklar, es wirkt aber ziemlich sicher kardiotoxisch, da es ein 5-HT2B Agonist ist (ebenso wie MDMA, welches auch kardiotoxisch wirkt). Mehr dazu bei der Überschrift „6-APB Pharmakologie“!

Es ähnelt strukturell dem MDA (der 3,4-Methylendioxyphenyl Ring von MDA wurde durch einen Benzofuran Ring ersetzt) und wurde als MDMA / MDA Alternative in den letzten Jahren vergleichsweise häufig konsumiert.
Innerhalb der letzten Jahre wurde es dann in einigen Ländern weltweit illegalisiert (darunter auch in Deutschland, mehr dazu bei der Überschrift 6-APB Rechtslage), inzwischen ist es ein sehr selten zu erstehendes Empathogen.

Wir veröffentlichten bereits eine Substanzinfo zum nah verwandten, derzeit deutlich weiter verbreitetem und öfter anzutreffendem Benzofuran 5-MAPB, außerdem zum noch näher verwandten 5-APB.

Wegen der serotonergen Wirkung könnte diese Substanz potentiell als Streckmittel, bzw. für die Hersteller billigerer Ersatz für XTC-Pillen verwendet werden.
Um sich als Konsument vor einer solchen Verwechslung zu schützen wenn man unbekannte Ecstasy Tabletten konsumieren will, sollte man diese immer mit einem Drogenschnelltest testen ob tatsächlich MDMA enthalten ist. Gleiches gilt auch für kristallines MDMA.

Mehr zu Testreaktionen von 6-APB auf verschiedene Drogentests (Reagents) findet ihr bei der Überschrift „6-APB Reaktionen auf Testing Kits“!
Dort werden auch die farblichen Reaktionen von Drogen Test Kits (wie Marquis, Liebermann, Mecke und Froehde Reagent) auf 6-APB beschrieben!

Andere Namen: Benzofury, Benzofuran

IUPAC: 6-(2-aminopropyl)benzofuran, 1-benzofuran-6-ylpropan-2-amin, 1-benzofuran-6-ylpropan-2-amine (engl.), α-methyl-6-benzofuranethanamin, α-methyl-6-benzofuranethanamine (engl.)

Summenformel: C11H13NO

Molekulare Masse: 6-APB: 175,23 g/mol, 6-APB HCl: 211,7 g/mol

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von 6-APB

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Empathie & Liebe für die Mitmenschen, Gefühl der Geborgenheit – Dies ist die wohl wichtigste Wirkung dieser Substanz.
  • Stimulation (Aufputschend, wachmachend) – Die stimulierende Komponente ist, verglichen mit anderen Uppern, nur gering ausgeprägt, da die Wirkung hauptsächlich auf der Serotonin-Aktivität beruht (mehr dazu beim Unterpunkt Pharmakologie) und sich in Empathie und Euphorie äußert, sie ist allerdings dennoch deutlich bemerkbar und stärker ausgeprägt als bei MDMA oder 5-MAPB.
    Eine recht starker Bewegungsdrang kann sich einstellen und auch nach Abklingen der Wirkung kann noch Schlaflosigkeit beim Konsumenten herrschen!
  • Leicht Psychedelisch – Auch wenn die psychedelische Komponente noch lange nicht mit Psychedelika wie 2C-B, 2C-B-FLY oder gar 1P-LSD vergleichbar ist, gibt es definitiv eine gewisse psychedelische Wirkung.
    Diese ist laut vielen Konsumenten bei 6-APB stärker als bei MDMA ausgeprägt, was zu CEVs (Visuals bei geschlossenen Augen) und bei sehr hohen Dosierungen sogar „Optics“ bei offenen Augen führen kann.
    Es besteht deshalb auch eine gewisse Bad Trip-Gefahr, weshalb man beim Konsum dieses Benzofurans sehr aufs Set & Setting achten muss (mehr dazu bei der Überschrift „Safer Use & Set und Setting bei 6-APB).
    Gerade in höheren Dosierungen oder im Mischkonsum mit Cannabis kommt die psychedelische Wirkung dieser Substanz zum Vorschein!
  • Appetitzügelnd
  • Konzentrations- und Leistungssteigerung
  • Bodyload – Der Bodyload, also eine energetisierende körperliche Wirkung (die bei zu hohen Dosierungen / beim Hochkommen auch unangenehm sein kann) ist bei 6-APB laut einigen Userberichten stärker als bei MDMA ausgeprägt.
  • Aphrodisierend – Steigerung der sexuellen Lust und Verzögerung des Orgasmus
  • Euphorisch
  • Gesteigerter Rededrang – Ein sogenannter „Laberflash“
  • Verbessertes Musikempfinden – Konsumenten fühlen sich oft eins mit der Musik und können sich beim Tanzen sehr gut auf sie einlassen.
  • Intensivere Licht- und Farbwarhnehmung
  • Intensivierung des Tastsinns – Berührungen, vor allem von anderen Menschen, können sich kribbelnd und besonders angenehm anfühlen
  • Offenheit – Man sollte serotonerge Upper besser nicht mit Menschen nehmen die man nicht gut kennt, da man Dinge von sich erzählen könnte, die man anderen eigentlich nicht erzählen will.

Generell wird die Wirkung von 6-APB sehr oft mit der von MDMA verglichen und ist dieser recht ähnlich.
Es gibt dennoch deutliche Wirkunterschiede, 6-APB ist eine eigene Substanz und hat eine ganz eigenständige Wirkung, die Experten deutlich von der MDMA Wirkung unterscheiden können!
Sie beruht darauf, dass die Wahrnehmung und die Gedankengänge verändert werden, starke Euphorie und Empathie und oftmals auch Stimulation / eine energetisierende Wirkung eintritt.
In sehr hohen Dosierungen kann es dann (neben sehr unangenehmen Nebenwirkungen / Nachwirkungen) auch zu Halluzinationen kommen, je höher die Dosis, desto präsenter werden die psychedelischen Effekte.

6-APB gilt als stimulierender als MDMA und auch als das nah verwandte 5-MAPB, das von manchen Konsumenten sogar als leicht sedierend beschrieben wird.
Während die empathogene, euphorische Wirkung nur etwa 4-8 Stunden anhält (je nach Dosis), hält die stimulierende Komponente (und damit die Schlaflosigkeit) deutlich länger an, bis zu 12-16 Stunden nach der Einnahme kann sie noch verspürt werden!

Verglichen mit MDMA und 4-FA soll die Wirkung außerdem laut einigen Konsumenten verwirrender und „berauschender“ sein, das heißt es fällt einem schwerer klare Gedanken zu fassen und sich zu konzentrieren.
5-APB wirkt dopaminlastiger und Kokain-ähnlicher als 6-APB, während letzteres eher mit MDMA als mit Kokain zu vergleichen ist.

 

Nebenwirkungen und Risiken

  • Abhängigkeitspotential vorhanden – ähnlich wie bei MDMA (geringer als bei hauptsächlich dopamin- & noradrenalinergen Uppern wie Amphetamin)
  • Dehydration
  • Steigerung des Blutdrucks
  • Kreislaufbelastung – Die Belastung des Kreislaufs ist laut einigen Konsumenten bei 6-APB etwas geringer ausgeprägt als bei anderen ähnlichen Empathogenen (wie MDA, MDMA oder 5-MAPB), sie ist aber dennoch merklich.
  • Unterdrückung der Körperfunktionen (z.B. Harndrang, Hunger & Durst) – Starke Appetitminderung ist eine häufige Nebenwirkung nach dem Konsum von 6-APB. Vermutlich wird diese dadurch hervor gerufen, dass dieses Benzofuran als 5-HT2C Rezeptor Agonist wirkt (mehr dazu bei der Überschrift 6-APB Pharmakologie).
  • Serotonin-Syndrom – Bei Überdosierung & Mischkonsum möglich (siehe Überschrift Mischkonsum und gefährliche Kombinationen), kann im schlimmsten Fall tödlich enden oder dauerhafte Schäden verursachen!
  • Übelkeit & Magenprobleme – Erst recht bei höheren Dosierungen, regelmäßigem Konsum oder wenn oft nachgelegt wird.
  • Paranoia & psychotische Phasen („Drogenpsychose“) möglich – Vor allem bei Überdosierung, wenn auch extrem selten & geringere Gefahr als bei Uppern wie Amphetamin
  • Craving, also Gier nach der Substanz (Deswegen wird oft nachgelegt)
  • Kalte Hände & Füße
  • Kopfschmerzen – Von dieser Nebenwirkung wird recht häufig berichtet!
  • Zittern & Unruhe – Eine recht häufig verspürte Nebenwirkung beim Konsum von 6-APB (erst Recht bei der Einnahme von höheren Dosierungen)
  • Schlaflosigkeit – Diese kann selbst nachdem die Hauptwirkung schon abflachte noch vorhanden sein, auch wenn keine positiven Effekte mehr spürbar sind. Man sollte damit rechnen, mindestens 10 Stunden nach der Einnahme noch wach zu sein.
  • Erweiterung der Pupillen
  • Sexuelle Dysfunktion möglich
  • Kardiotoxizität (herzschädigend) – Es ist sehr wahrscheinlich, dass zu häufiger, regelmäßiger Konsum dieser Substanz Kardiotoxizität, also eine Schädigung des Herzens, zur Folge hat.
    Dies liegt daran, dass dieses Empathogen als 5-HT2B Agonist wirkt, dieser Wirkmechanismus sorgt nämlich bei anderen Substanzen (wie beispielsweise dem MDMA) für Kardiotoxizität.
    Ob die herzschädigende Komponente von 6-APB genauso stark, stärker oder weniger stark als bei MDMA ausgeprägt ist, ist unklar.
    Bei gemäßigtem, seltenem Konsum nach dem Safer Use Prinzip (mindestens 3 Monate Pause zwischen dem Konsum jedes serotonergen Empathogens – es existiert eine „Kreuztoleranz“ zwischen MDMA, 6-APB, MDAI, 5-MAPB usw.!) wirkt dieses Research Chemical allen Anschein nach jedoch nicht kardiotoxisch.
  • Neurotoxizität ist möglich, aber nicht bestätigt – In zu hohen Dosierungen oder im Mischkonsum mit anderen serotonergen Substanzen ist es aber sehr wahrscheinlich, dass es zu nicht zu vernachlässigender Neurotoxizität kommt!
    Dennoch, 6-APB ist beim Konsum von normalen Dosierungen potentiell weniger neurotoxisch als MDMA (aber vermutlich ähnlich so kardiotoxisch).
  • Schädigung der Nieren / Nierenstechen – Von dieser Nebenwirkung wird selten, aber durchaus hin und wieder berichtet. Es wird spekuliert dass 6-APB sehr belastend auf die Nieren wirkt.
  • Depressive Verstimmungen beim Runterkommen & in den nächsten Tagen
  • Bei Überdosierung: Halluzinationen, Schwindel & veränderte optische Wahrnehmung, Verwirrtheitszustände
  • Verengung der Blutgefäße
  • Probleme beim Urinieren
  • Zähneknirschen und Kieferkrämpfe („kiefern“, „Kieferkicks“, „Mundgulasch“)
  • Schweißausbrüche
  • Erhöhung der Körpertemperatur – Die Körpertemperatur wird durch 6-APB ganz deutlich gesteigert, oftmals stärker als bei MDMA, 5-MAPB oder anderen vergleichbaren Substanzen.

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

Um der Dehydration entgegen zu wirken und eine Beschädigung der Nieren zu verhindern muss genug getrunken werden (etwa 250-500ml Wasser pro Stunde)!

Man sollte nicht nachlegen, um die Nebenwirkungen und Risiken zu minimieren.
Nachlegen löst sowieso eine deutlich geringere Wirkung aus, als wenn man eine etwas höhere Dosierung initial einnimmt und ist damit eine Materialverschwendung.

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale Konsum von 6-APB.
Hierfür wird die Substanz üblicherweise mit einer Feinwaage abgewogen und dann entweder in ein Getränk geschüttet, in ein kleines Stück eines Taschentuchs gewickelt oder in eine Leerkapsel (klick) gefüllt und geschluckt.
Letzteres ist die komfortabelste Lösung, da der Geschmack alles andere als angenehm ist.

Selten wird auch vom nasalen, rektalen, sublingualen oder intravenösen Konsum dieses Empathogens berichtet, über diese Konsumformen ist aber sehr wenig bekannt und sie sind teils extrem risikoreich.
Es ist ziemlich unnötig auf andere Konsumformen als auf den oralen zurück zu greifen, da die Bioverfügbarkeit oral hoch genug ist.

Nasaler Konsum ist extrem schmerzhaft und schädlich für Nasenschleimhaut und führt zu Husten und heftiger Verstopfung der Nase. Intranasler Konsum ist hier also ebenso ungeeignet wie bei MDMA (oder 5-MAPB, 5-APB, 6-MAPB etc).
Wer 6-APB nasal konsumiert handelt entgegen des Safer Use und nimmt ein unnötiges Risiko & Schmerzen auf sich!
Diese Applikationsform löst schneller eine etwas kürzer anhaltende Wirkung aus, die stimulierender und weniger entspannend als die von oralem Konsum sein soll.

Gleiches gilt auch für den intravenösen Konsum, dieser ist wohl die schädlichste Konsumform, da es zu heftigen Venenschäden und auch starkem Craving (Suchtdruck) kommen kann.
Man muss bei IV Konsum deutlich niedriger dosieren, die Wirkung setzt viel schneller ein, ist heftiger, hält kürzer an und hat oftmals eine stark psychedelische Seite.
Es ist unbekannt ob 6-APB häufiger als andere Drogen zu Abszessen, Venenschäden bis hin zu Arm-Amputationen führen kann, möglich ist es allerdings!

 

6-APB Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Wie auch bei MDMA ist die Dosierung von 6-APB von Person zu Person sehr unterschiedlich, leichtere Menschen sollten generell weniger einnehmen als schwerere.
Von 1,3-1,5mg/kg Körpergewicht als maximale Initialdosis auszugehen, so wie man es auch bei MDMA tut, ist eine gute Idee.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 20-40mg
  • Leichte Wirkung: 50-75mg
  • Normal: 75-125mg
  • Starke Wirkung: 120mg-150mg
  • Sehr starke Wirkung: 150mg+

Nasal / rektal / sublingual:

  • Erste Effekte ab: 5-15mg
  • Leichte Wirkung: 20-40mg
  • Normal: 40-80mg
  • Starke Wirkung: 80mg-110mg
  • Sehr starke Wirkung: 110mg+

Intravenös / intramuskulär:

  • Erste Effekte ab: 3-10mg
  • Leichte Wirkung: 10-25mg
  • Normal: 25-60mg
  • Starke Wirkung: 60mg-90mg
  • Sehr starke Wirkung: 90mg+

 

Wirkzeit von 6-APB

Die Wirkzeit ist bei serotonergen Uppern stark von der konsumierten Dosierung abhängig (und natürlich auch davon ob und wann nachgelegt wurde).

Das Runterkommen wird meist als recht angenehm empfunden und ist eigentlich sogar noch ein Teil der Hauptwirkung, da sich der Konsument noch ziemlich berauscht fühlt!
Die gesamte Wirkung kann also (leichte Nacheffekte ausgenommen) bis zu 14 Stunden anhalten.

Bis die volle Wirkung da ist kann es mitunter 3-4 Stunden dauern, dementsprechend darf man auf keinen Fall zu früh nachlegen um eine Überdosierung zu vermeiden, selbst wenn man denkt die Wirkung ist noch nicht stark genug!

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 45-120 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-4 Stunden
  • Runterkommen: 2-12 Stunden
  • Afterglow: 12-24 Stunden

Nasal / rektal / sublingual:

  • Wirkungseintritt nach: 15-45 Minuten
  • Hauptwirkung: 2-3 Stunden
  • Runterkommen: 2-10 Stunden
  • Afterglow: 12-24 Stunden

 

Safer Use und Set & Setting bei 6-APB

Bei dieser Substanz sind, wie bei allen anderen Empathogenen, das Set und Setting extrem wichtige Faktoren, dafür wie positiv die Wirkung ausfällt.
Set bezeichnet den Zustand des Konsumenten, also beispielsweise seine Stimmung, seine Sicht auf die Dinge, seine Art zu denken und sein bisheriges Leben.
Setting ist der Ort an dem der Konsum stattfindet und beinhaltet auch die Personen, mit der die Droge eingenommen wird.

Man sollte serotonerge Empathogene nur konsumieren, wenn man vorher schon gute Laune hat.
Es handelt sich nicht um eine Glückspille die man einwirft und die einen zuverlässig auf Wolke Sieben schickt, sondern die Gefühle werden, ähnlich wie bei Psychedelika nur nicht ganz so ausgeprägt wie bei diesen, verstärkt.

Das Setting sollte ein sicherer Ort sein, der den Berauschten vertraut und für alle Personen angenehm ist.
Sehr gut eignet sich bei schönem Wetter ein abgeschirmter Platz in der Natur, beispielsweise auf einer Wiese an einem Fluss!
Alternativ nehmen einige Menschen serotonerge Upper auch gerne auf Partys und in Discos, dies ist allerdings nur für erfahrenere Konsumenten geeignet, die bereits einige Erfahrungen mit dieser Substanz machten und sich sicher sind, dass sie der Rausch auch in der Öffentlichkeit nicht überfordert.
Ist dies der Fall können auch Partys, Festivals und Konzerte gute Orte für Einnahme sein, besonders elektronische Musik erfreut sich hier großer Beliebtheit.
Man sollte, konsumiert man öffentlich, allerdings niedriger dosieren um mögliche Nebenwirkungen (wie Übelkeit & Paranoia) zu reduzieren!

Da man wegen er empathogenen Wirkung eventuell Dinge erzählt, von denen man im nüchternen Zustand nicht möchte, dass andere Leute sie wissen, sollte man wie schon gesagt Empathogene nur mit Personen einnehmen, denen man vertraut, die man mag, im besten Falle liebt.
So können sich auch viel tiefere und bessere Gespräche entwickeln als mit weniger guten Bekannten!

 

6-APB Rechtslage

In Deutschland unterliegt 6-APB seit dem 17.06.2013 dem BtMG (Anlage 2).

Ebenfalls verboten ist es in den Niederlanden, Schweden, England und in Ländern mit Analog- oder Stoffgruppenverboten, da es strukturell so nahe mit MDA verwandt bzw. ein Benzofuran / Amphetamin ist.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzbildung verläuft bei 6-APB ähnlich wie bei MDMA.
Gerade bei häufigem, hochdosierten Konsum steigt die Toleranz an und es werden größere Mengen benötigt um den selben Effekt zu erzielen.
Diese baut sich nach etwa 7-14 Tagen Konsumpause wieder ab.

Doch Vorsicht:
Dass die Toleranz gegenüber der Substanz abgebaut ist bedeutet nicht, dass sie nach nur 7-14 Tagen wieder so wie vor der ersten Einnahme wirkt!
Der Serotoninhaushalt muss sich erst wieder einigermaßen erholen und normalisieren, bis während des Rausches wieder eine genug hohe Serotoninkonzentration im Hirn entstehen kann, sodass eine euphorische, positive Wirkung verspürt wird.
Würde der Konsument diese Substanz alle 14 Tage nehmen, würde die Wirkung von mal zu mal schwächer und unangenehmer werden.

Eine Pause von 2-3 Monaten ist das Minimum, wenn eine gute Wirkung durch serotonerge Upper verspürt werden soll!
Selbstverständlich gilt diese Pause für alle serotonerge Upper. MDMA, 5-MAPB und MDAI beispielsweise sind alles Substanzen die eine Kreuztoleranz haben und ein und den selben Serotoninhaushalt beanspruchen.

 

6-APB Pharmakologie

Es existieren einige wissenschaftliche Untersuchungen zu dieser „neuen psychoaktiven Substanz“.
Komplett untersucht und verstanden ist der Wirkmechanismus jedoch nicht – verglichen mit MDMA zählt 6-APB immer noch zu den sehr unerforschten und damit unsicheren Empathogenen.

6-APB wirkt als Noradrenalin-, Dopamin- und Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Es wird spekuliert, dass dieses Benzofuran auch als Serotonin- (und eventuell auch Dopamin- / Noradrenalin-) Ausschütter wirkt, dies wurde bisher jedoch in keinen wissenschaftlichen Studien untersucht.
Außerdem ist es auch ein hochpotenter Agonist des 5-HT2B Rezeptors (Ki 3.7 nM) und ein (etwas niederpotenterer) Agonist der 5-HT2B und 5-HT2A Rezeptoren.

Da andere vergleichbare 5-HT2B Agonisten kardiotoxisch (herzschädigend) wirken, könnte dies auch auf 6-APB zutreffen.

 

Löslichkeit

6-APB ist nur sehr schlecht wasserlöslich, einigermaßen in Wasser lösen lässt es sich lediglich durch die Zufuhr von Hite. So gut wie unlöslich ist es in Chloroform.

Gut löslich ist es in Ethanol, DMSO und Dimethyl Formamid (DMF), jeweils lassen sich etwa 20mg/ml lösen. Diese Angaben beziehen sich auf das Hydrochlorid Salz (HCl) dieser Substanz und stammen von Caymanchem.

 

6-APB Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis

6-APB Testing Kits Reaktionen
©ecstasydata.org

Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun (beispielsweise) 6-APB oder 6-MAPB vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

6-APB reagiert auf den Marquis Reagent mit etwas zischen / blubbern und der Veränderung der Farbe ins Schwarze, der Liebermann Reagent reagiert mit einem dunkelen lila, der Mecke Reagent mit einem normalen Lila und auch der Froehde Reagent wird lila.
Zum Vergleich: 5-APB sorgt beim Marquis, Liebermann und Mecke für eine schwarze Reaktion und beim Froehde Reagent für eine Dunkellilane.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.
Da der Wirkmechanismus von 6-APB noch nicht ausreichend erforscht ist, sollte der Mischkonsum vermieden werden!

  • Stimulanzien: Der Mischkonsum von verschiedenen Stimulanzien ist potentiell sehr gefährlich, da der Blutdruck und die Herzfrequenz stark erhöht und auch die Nebenwirkungen, die Neurotoxizität und die Dehydration verstärkt werden.
    Es kann gefährliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Uppern geben, man muss sich also vorher genauestens über jede Kombination informieren, die man einnehmen will!
  • Andere Empathogene: Der Mischkonsum von verschiedenen stark serotonergen Empathogenen kann, je nach Wirkmechanismus der einzelnen Substanzen, ein Serotonin-Syndrom hervorrufen und eine sehr intensive serotonerge Wirkung auslösen.
    Die beiden Empathogene können sich gegenseitig unvorhersehbart potenzieren, es muss also deutlich niedriger dosiert werden.
    Auch hier werden normalerweise die Nebenwirkungen und die Neurotoxizität verstärkt und die Kreislauf- und Herzbelastung erhöht!
  • 25X-NBOMe, 25x-NBF & co.: Die Amphetamin-Analoge von psychedelischen Phenethylaminen, wie 25x-NBOMe, 25x-NBF etc. sind an sich schon aufputschend und stimulierend und wirken stark auf die Herzfrequenz und den Blutdruck.
    Der Mischkonsum von Stimulanzien mit diesen Psychedelika kann lebensgefährlich sein!!
  • Psychedelika: Auch bei anderen Psychedelika kann es im Mischkonsum mit Empathogenen zu Komplikationen mit dem Blutdruck und Kreislauf kommen.
    Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen, da die serotonerge Upper die Wirkung extrem verstärken und Paranoia auslösen können.
  • DXM: Der Mischkonsum von DXM mit serotonergen Uppern ist lebensgefährlich! Es kann zu einem potentiell tödlichen Serotoninsyndrom kommen, da DXM auch serotonerg wirkt. Die psychische Seite des Trips ist auch nicht unterschätzen und kann extrem verstörend und zu intensiv sein.
  • Andere Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Paranoia und Verwirrtheitszustände sind häufig, es kann auch zu körperlichen Problemen wie Bluthochdruck und Herzrasen kommen.
    Darf nur sehr niedrig dosiert und von Experten in diesem Bereich eingenommen werden!
  • Alkohol: Stark gesteigerte Dehydration! Die Wirkung des Alkohols wird durch diese Droge unterdrückt, weswegen nicht mehr abgeschätzt werden kann, ob zu viel getrunken wird.
    Dies kann zu einer Alkoholvergiftung, die lebensbedrohlich werden kann, führen.
  • Tramadol: Tramadol ist serotonerg, eine Kombination mit serotonergen Uppern ist deswegen potentiell tödlich, da es zu einem Serotoninsyndrom kommen kann!
  • Kratom & andere Opioide: Die Krampfschwelle wird beim Mischkonsum stark gesenkt, weshalb es leicht zu Krampfanfällen kommen kann.
  • MAO-Hemmer: Tödliche Kombination! Vorsicht!
  • Downer: Die Kombination aus Uppern und Downern (wie Benzodiazepinnen, Opioiden, Alkohol & GBL) kann zu einer gefährlichen Kreislaufbelastung führen.
    Die Herzfreguenz und der Blutdruck könnnen erhöht werden.
    Außerdem wird die sedierende Komponente der Downer unterdrückt, weshalb es leicht zu einer Überdosierung kommen kann, weil der Konsument nicht mehr einschätzen kann, wie stark die Wirkung der Downer bereits ist und er deshalb eventuell nachlegt.

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