Diclazepam (Chlorodiazepam) – Research Chemical Benzodiazepin & Diazepam Ersatz

Diclazepam (Chlorodiazepam) – Research Chemical Benzodiazepin & Diazepam Ersatz (Substanzinfo)

Diclazepam (aka. Chlorodiazepam / Ro5-3448) ist ein Benzodiazepin welches erstmals Diclazepam / O-Chlorodiazepamin den 1960er Jahren von Leo Sternbach beim Pharmakonzern Hoffman-La Roche synthetisiert wurde.
Es gab daraufhin einige Tierversuche mit Diclazepam, es wurde jedoch nie an Menschen angewendet, bis es in den letzten Jahren auf dem Research Chemicals Markt erschien.

Da es in keinem Land weltweit als Medikament zugelassen ist und zu den unbekannteren Benzodiazepinen zählt fällt es auch nicht unter die jeweiligen Gesetze, weshalb es frei im Internet verkauft wird.
Wie der Name schon vermuten lässt ist Diclazepam nahe mit dem gut bekannten Diazepam (verkauft bspw. als Valium) verwandt.

Besteht eine medizinische Notwendigkeit zur regelmäßigen Einnahme eines Benzodiazepins, sollte definitiv ein Arzt konsultiert und ein schon länger erforschtes, pharmazeutisches Benzodiazepin eingenommen werden!
Diclazepam kann körperliche oder psychische Schäden zur Folge haben, die noch nicht bekannt sind und die Verkäufer der Stoffe (die meist halblegal agieren) könnten verunreinigten Stoff verkaufen oder eine andere Substanz als die angegebene verschicken.

Üblicherweise erhält man Diclazepam in Form von Tabletten / Pillen, meist als 1mg oder 2mg Version.
Manchmal wird auch die Reinsubstanz in Pulverform angeboten, dieses kann man nur mit einer extrem teuren Laborwaage (nicht mit einer handelsüblichen Feinwaage, selbst wenn diese 0,0001g Genauigkeit hat, die Schwankungen sind zu groß!) oder durchs Herstellen einer Lösung dosiert werden.

Mehr Infos zur volumetrischen Dosierung & zum Safer Use gibts hier!

Andere Namen: Diclazepam, 2′-chloro-diazepam, Chlorodiazepam, Ro5-3448, o-Chlorodiazepam

IUPAC: 7-chloro-5-(2-chlorophenyl)-1-methyl-1,3-dihydro-2H-1,4-benzodiazepin-2-on, 7-chloro-5-(2-chlorophenyl)-1-methyl-1,3-dihydro-2H-1,4-benzodiazepin-2-one (engl.), 1-Methyl-7-chloro-5-(2-chlorophenyl)-1H-1,4-benzodiazepine-2(3H)-one (engl.), 7-Chloro-5-(2-chlorophenyl)-1,3-dihydro-1-methyl-2H-1,4-benzodiazepin-2-one (engl.)

Summenformel: C16H12Cl2N2O

Molekulare Masse: 319,1853 g/mol

Siedepunkt: 524,6°C

Es gibt sehr wenige Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen zu dieser Substanz.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über Metizolam entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von Diclazepam

  • Sedation (schlaffördernd, beruhigend) – Auf die meisten Konsumenten wirkt Diclazepam sehr stark sedierend, viele berichten sogar davon dass diese Substanz nicht viel mehr als eine Sedation auslöse und eigentlich ein reines Schlafmittel sei.
  • Angstlösend (anxiolytisch) – Eher weniger stark ausgeprägt, bei vielen Menschen jedoch durchaus spürbar.
  • Hypnotisch
  • Muskelrelaxierend – Entspannung der Muskeln, krampflösend
  • Eventuell leichte Euphorie
  • Enthemmung – In sehr hohen Dosierungen oder im Mischkonsum mit anderen Downern (wie Alkohol oder Opioiden – Vorsicht, lebensgefährliche Atemdepression möglich, siehe Überschrift „Mischkonsum und gefährliche Kombinationen“) kann es zu starker Enthemmung kommen, die dazu führen kann dass der Konsument sich oder andere verletzt oder dass er nachlegt, bis eine lebensgefährliche Überdosis eingenommen wurde.

Wie gut die Wirkung von Diclazepam aufgenommen wird ist von Konsument zu Konsument und auch von Verkäufer zu Verkäufer recht stark unterschiedlich.
So gibt es einige eher enttäuschte Berichte, andere, die von einer fast ausschließlich sedierenden Wirkung künden und wiederrum andere, die Diclazepam als hervorragendes Benzodiazepin mit stark angstlösenden, hypnotischen & muskelrelaxierenden Effekten beschreiben.

Meist wird die auch O-Chlorodiazepam genannte Substanz als etwas verwirrender & weniger klarer als Etizolam beschrieben, ein für einige Benzodiazepine typischer Berauschtheitszustand tritt ein.
Subjektiv beschreiben Diclazepam manche als etwas „wärmer“ als Etizolam.

 

Diclazepam Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Motorische Schwierigkeiten
  • Schwindel
  • In zu hohen Dosierungen sind Blackouts möglich
  • Sehr hohes Suchtpotential und schlimmer, lebensgefährlicher Entzug – Um von einer Benzodiazepin Abhängigkeit weg zu kommen sollte der Konsument den Wirkstoff runterdosieren („Warmer Entzug“), bevor er die Einnahme komplett unterlässt („Kalter Entzug“).
    Ein Schema, wie man mit bekannten Benzos am besten ausschleicht, findet sich hier.
    http://www.benzo.org.uk/german/bzsched.htm
  • Gefühlslosigkeit
  • Hangover / Kater am nächsten Tag – Der Benzodiazepin Kater ist ähnlich dem des Alkohols, meist jedoch deutlich schwächer ausgeprägt.
    Müdigkeit, Gereiztheit, schlechte Laune und Kopfschmerzen sind mögliche Symptome – bei normalen Dosierungen sollten diese aber nicht oder nur schwach auftreten.
  • Paradoxe Effekte möglich – Dieser Effekt tritt bei einem sehr kleinen Teil der Benzodiazepin Konsumenten auf, werden öfter größere Mengen an Benzos eingenommen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit dieses Phänomen zu erleben aber.
    Es handelt sich um eine paradoxe Reaktion auf die Wirkung – das heißt die Angst wird verstärkt, Schlaflosigkeit und Aggressivität tritt ein, bei Epileptikern können sogar Krampfanfälle auftreten.
  • Bei Abhängigkeit und längerem regelmäßigen Konsum können Aggressionen, Vergesslichkeit, starke Enthemmung und Gereiztheit auftreten.

Der Konsument kann sich nüchtern fühlen, obwohl er eigentlich schon viel Wirkstoff intus hat. Dadurch legen Unerfahrene weitere Tabletten nach und können so einen Blackout erleben.
Man darf auf keinen Fall nachlegen obwohl die Wirkung eigentlich schon stark genug ist, nur weil man sie nicht so sehr spürt!

Benzodiazepine wirken sehr subtil und sind nicht zur Berauschung geeignet.
Das Spaß-Potential ist sehr gering!

Das Suchtpotential ist das größte Problem von diesen Substanzen – da sie so alltagstauglich sind, lässt sich täglicher Konsum leicht in ein normales Leben integrieren.
Gerade Angstpatienten werden schnell abhängig von Downern!
Täglicher Konsum führt immer zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit, die Entzugssymptome können nach Absetzen des Wirkstoffes extrem unangenehm sein und ohne ärztliche Aufsicht sogar tödlich verlaufen.

Die Wirkungen dieser Substanzen werden beim Entzug ins Gegenteil umgekehrt.
Krampfanfälle können eintreten, Panikattacken und Angstzustände, Schlaflosigkeit und sogar Halluzinationen. Der Entzug ist von der Intensität durchaus mit dem von Heroin zu vergleichen und er hält deutlich länger an!
Um diese heftigen Absetzerscheinungen zu verhindern müssen Benzodiazepine ausgeschlichen bzw. abdosiert werden.

 

Konsumformen / Applikationswege

Die übliche Konsumform ist der orale Konsum.

Auch der sublinguale Konsum, also das Aufnehmen des Wirkstoffes über die Mundschleimhaut, ist verbreitet, indem die Tablette unter der Zunge gelassen wird.
Die Wirkung setzt so etwas schneller ein, der Geschmack ist jedoch unangenehm bitter.

Auch der intravenöse, nasale & rektale Konsum sollte möglich sein, über diese Konsumformen ist jedoch eher weniger bekannt und sie sind auch unnötig, da der orale / sublinguale Konsum schnell und stark genug wirkt (die Bioverfügbarkeit ist oral hoch genug).

Beim nasalen Konsum kommt es zu recht starkem Brennen in der Nase & die Nasenschleimhaut wird verletzt, die Wirkung setzt deutlich schneller ein, man muss jedoch ähnlich hoch dosieren wie bei oralem Konsum.
Pillen sollte man außerdem niemals nasal konsumieren, da die Tablettenfüllstoffe schädlich für die Atemwege sein können!

 

Diclazepam Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.
Dort findet sich auch eine Anleitung zum volumetrischen Dosieren, also dem Lösen der Substanz in einem Lösemittel.
Dies ist nötig, wenn man die Reinsubstanz und nicht fertige Pillen erhält.

Bei Benzodiazepinen gibt es eine starke Toleranzentwicklung, an Benzos Gewöhnte benötigen eventuell deutlich höhere Mengen.

Oral / sublingual / nasal:

  • Erste Effekte ab: 0,5-1mg
  • Leichte Wirkung: 1-2mg
  • Normal: 2-3mg
  • Starke Wirkung: 3-4mg
  • Sehr starke Wirkung: 4mg+

 

Diclazepam Wirkzeit

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 30-45 Minuten
  • Hauptwirkung: 8-12 Stunden
  • Afterglow: 12-24 Stunden

Sublingual / Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 10-30 Minuten
  • Hauptwirkung: 8-12 Stunden
  • Afterglow: 12-24 Stunden

 

Rechtsstatus von Diclazepam

In Deutschland unterliegt Diclazepam seit dem 21. November 2015 dem BtMG und ist damit illegal.
Ansonsten ist es in den meisten anderen Ländern weltweit noch erlaubt!

 

Toleranzentwicklung

Jede Einnahme dieser Droge lässt die Toleranz steigen.
Es dauert etwa 3-5 Tage bis sich diese halbiert, nach 1-2 Wochen sollte die Toleranz wieder abgebaut sein.
Diese Zeit verlängert sich deutlich, wenn das Benzodiazepin täglich über einen längeren Zeitraum konsumiert wurde! Es kann einige Tage dauern bis der Stoff und alle aktiven Metaboliten aus dem Körper ausgeschieden wurden.

 

Diclazepam Halbwertszeit & Nachweisbarkeit

Die Halbwertszeit von 2′-Chlorodiazepam wurde untersucht und beträgt etwa 42 Stunden.
Es wird im Körper hauptsächlich zu Delorazepam verstoffwechselt (dieses ist 6 Tage im Urin nachweisbar), außerdem in Lorazepam (etwa 19 Tage nachweisbar) und Lormetazepam (etwa 11 Tage nachweisbar).

 

Pharmakologie

Vermutlich wirkt Diclazepam, wie die anderen Benzodiazepine auch, als GABA Agonist
Wie bereits geschrieben wird es im Körper zu Delorazepam, Lorazepam und Lormetazepam metabolisiert.
Diese Metabolite spürt man jedoch nicht in Form einer angstlösenden oder sedierenden Wirkung, nach etwa spätestens 12 Stunden sollte die Wirkung (bei moderater Dosierung) abgeklungen sein!

 

Löslichkeit

Diclazepam ist recht schlecht in Wasser löslich, bei Zimmertemperatur lösen sich etwa 20,5mg in 1 Liter Wasser, also etwa 0,0205mg pro ml.

Außerdem ist es gut in Ethanol (~10mg/ml), DMSO (~30mg/ml) und Dimethyl Formamid (DMF) (~30mg/ml) löslich.

Über die Löslichkeit von Diclazepam in Propylen Glycol (PG) gibt es unterschiedliche Angaben, meist wird eine Konzentration von 1mg/ml empfohlen, eventuell wird ein wenig Hitze (durch warmes Wasser außerhalb des Gefäßes), schütteln / rühren und etwa 30-60 Minuten „Ziehzeit“ benötigt um die Substanz richtig zu lösen.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

  • Downer: Der Mischkonsum von Benzodiazepinen mit anderen Downern wie Alkohol, Opioiden oder GBL ist lebensgefährlich.
    Es kann leicht zu einer Atemdepression kommen!
    Ein großer Teil aller Drogentode geschahen aufgrund des Mischkonsums von Downern miteinander.
    Da Downer im Mischkonsum sehr stark enthemmend wirken, kann der Konsument seine Vorsicht und Vernunft temporär verlieren und immer weiter Nachlegen, bis eine gefährliche Überdosierung eingenommen wurde.
    Die Gefahr auf Blackouts ist bei dem Mischkonsum von Benzodiazepinen mit Downern außerdem sehr stark erhöht, in diese Blackouts kann der Berauschte sich oder andere verletzen und auch immer weiter nachlegen, bis eine körperlich gefährliche Überdosis erreicht ist.
  • Upper: Kann eine erhöhte Kreislaufbelastung bedeuten!
    Desweiteren ist diese Kombination sehr gefährlich, weil die sedierende Wirkung von Benzos unterdrückt wird. Dadurch kann der Konsument nicht mehr abschätzen, wie berauscht er bereits ist und legt eventuell nach, bis er eine Überdosis einnahm!
  • Psychedelika: Benzodiazepine schwächen die Wirkung von Psychedelika ab und werden auch in Krankenhäusern bei Panikattacken, die durch psychedelische Drogen ausgelöst wurden, eingesetzt.
  • Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Vorsicht, lebensgefährlich! Auch hier kann es zu einer Atemdepression kommen, die Gefahr auf Blackouts ist auch drastisch erhöht.
    Die Wirkungen dieser beiden Stoffklassen können sich unvorhersehbar und gefährlich potenzieren.
  • Cannabis: Die Wirkungen verstärken sich gegenseitig, es gibt keine gefährlichen Wechselwirkungen.

 

Mehr Substanzinfos von Benzodiazepinen

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