DiPT (Diisopropyltryptamin) – Akustisches Psychedelikum, Research Chemical (Substanzinfo)

DiPT (Diisopropyltryptamin) Substanzinfo

DiPT (Diisopropyltryptamin) ist ein Tryptamin & DMT Verwandter, das erstmals 1975 von Sasha ShulginDiPT / Diisopropyltryptamin synthetisiert und später in seinem Buch TiHKAL (Tryptamines I have known and loved) beschrieben wurde.

Es handelt sich hier um ein starkes Psychedelikum, das als Research Chemical verkauft wird und in vielen Ländern weltweit bislang noch legal ist.
Besonders an dieser DMT Alternative ist, dass sie stark akustisch wirkt, laut vielen Berichten ist sogar die Hauptwirkung eine akustische, während bei DMT, Psilocybin, MET & co. eher die visuelle und gedankliche Komponente im Vordergrund steht.

Das Set & Setting scheint bei dieser Substanz nicht ganz so wichtig für den Verlauf des Trips zu sein, wie bei anderen Psychedelika. Es handelt sich jedoch natürlich immer noch um ein Psychedelikum, das die Gefühle verstärkt! Bei schlechter Laune wird diese also dennoch oft verstärkt, man sollte definitiv trotzdem auf Set & Setting achten.

Andere Namen: DiPT, Diisopropyltryptamin, Diisopropyltryptamine (engl.), N,N-diisopropyltryptamin, N,N-diisopropyltryptamine (engl.), 3-[2-(diisopropylamino)ethyl]indol, 3-[2-(diisopropylamino)ethyl]indole (engl.)

IUPAC: N,N-diisopropyltryptamine, 3-[2-(diisopropylamino)ethyl]indol, N,N-diisopropyltryptamine, 3-[2-(diisopropylamino)ethyl]indole (engl.)

Summenformel: C16H24N2

Molekulare Masse: 244,379 g/mol

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von DiPT

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Psychedelisch (Pseudohalluzinationen, psychedelisches Denken – „Mindtrip“) – Dazu zählen Visionen bei geschlossenen wie auch bei offenen Augen
  • Verändertes Hören / Veränderte Akustik – Wie schon gesagt ist die akustische Veränderung eines der wichtigsten Wirkungen von Diisopropyltryptamin und deutlich stärker ausgeprägt als bei DMT, MET, DPT, 4-HO-MET & co.
    Auf diesem Tryptamin trippende hören Geräusche verzerrt & ungewohnt. Gerade in hohen Dosierungen werden die Geräusch runtergepitcht, die Tonhöhe wird also niedriger.
    Musik hört sich sehr ungewohnt & seltsam, oft negativ seltsam an.
  • Verändertes (meist verlangsamtes) Zeitgefühl
  • Starke Euphorie möglich
  • Gefühl der Einigkeit und Empathie
  • Aphrodisierend – Tiefe Verbundenheit mit dem Partner und ein stark intensivierter Orgasmus kann (vor allem bei gemäßigten / normalen Dosierungen) eintreten, im hohen Dosisbereich kann es sehr schwer werden, bei der Sache zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen.

Eine allgemeine Beschreibung der Wirkung fällt bei Psychedelika recht schwer, da der Trip stark subjektiv ist und von Person zu Person, von Dosis zu Dosis, und sogar von Einnahme zu Einnahme sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Jemandem der noch nie eine starke psychedelische Droge einnahm einen psychedelischen Trip zu erklären funktioniert nur ansatzweise, komplett nachvollziehen kann die unerfahrene Person die Wirkung allerdings nicht.

Die Gefühle werden verstärkt, die Wahrnehmung wird verändert und neue optische und akustische Reize können wahrgenommen werden.
Alles kann einem fremdartig und unbekannt vorkommen, als wäre man wieder ein kleines Kind.
Die Gedankengänge sind verändert, vor dem inneren Auge sieht man Muster, Farben oder sogar Personen und „Animationen“.

DiPT ist ein recht unübliches Psychedelikum – wie schon beschrieben wirkt es meistens hauptsächlich akustisch und wenig oder gar nicht visuell. Die Gedankengänge werden verändert, jedoch auch nicht so stark wie bei DMT, MET & co.
Wegen dieser interessanten und besonderen Wirkung ist DiPT sehr interessant für die Hirnforschung.

Oft wird die Wirkung von Diisopropyltryptamin als nicht sehr positiv & spaßig / euphorisch empfunden, viele finden diese Substanz eher seltsam und neutral, oder gar negativ. Sehr vielen Konsumenten scheint einmaliger Konsum zu genügen, üblich ist, dass DiPT zwar als interessant, jedoch als nicht so toll empfunden wird.

Diese Substanz unterscheidet sich also ganz deutlich von DMT und kann nicht wirklich als DMT Ersatz bezeichnet werden. Es ist eher für Menschen interessant, die normalere Psychedelika (wie Psilocybin-haltige Pilze, Meskalin, 2C-B, LSD, 1P-LSD o.ä.) schon kennen und eine andere Wirkart erforschen wollen.
Es gibt noch nicht allzu viele Berichte zum Konsum von DiPT, wenn es auch keine wirklich neue Substanz ist.

Bei manchen Menschen scheint die akustisch verändernde Wirkung noch länger nach dem Konsum anzuhalten (24 oder gar 48 Stunden, bei oralem Konsum)!

 

DiPT Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Evtl. Leicht erhöhter Blutdruck / erhöhte Herzfrequenz
  • Paranoia, Angstzustände („Badtrip“)
  • Angstvolle Ich-Auflösung
  • Pupillenerweiterung
  • Dysphorie, Trauer, ein Gefühl des Verlassenseins können aufkommen
  • Druck im Innenohr – Dieser kann recht unangenehm sein & im Mischkonsum mit anderen Substanzen (bspw. Amphetaminen wie MDMA) kann dieser Ohrdruck sogar schmerzhaft werden & den Trip sehr negativ beeinflussen.
    Menschen mit Ohrenproblemen sollten deswegen vom Konsum von DiPT Abstand halten!

Ein starker psychedelischer Trip ist ein sehr intensives, tiefenpsychologisches Erlebnis.
Psychedelische Drogen sind keine Spaßdrogen sondern Werkzeuge, mit denen die eigene Psyche erforscht und sogar geheilt werden kann.
Und so muss man diese Drogen auch behandeln!

Ein schlechter, überfordernder Trip kann im Konsumenten ein Trauma auslösen und eine Angststörung hinterlassen.
Dies vergeht im Normalfall, wenn der Trippende den Trip verarbeitet hat, was Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern kann.
Um die Wahrscheinlichkeit eines schlechten Trips zu verringern, sollte man alle Safer Use Regeln einhalten und sehr gut auf Set, Setting & Dosis achten.
Mehr Safer Use Regeln gibt es hier!

Set & Setting scheint, wie schon gesagt, nicht so wichtig wie bei anderen Psychedelika zu sein, unwichtig ist es jedoch keineswegs.
Die die Akustik verändernde Wirkung kann in manchen Fällen noch länger anhalten, nachdem die Wirkung schon abgeklungen ist, 1-2 Tage sogar.

Da nicht viele Konsumberichte vorhanden sind, könnte es zu negativen Nebenwirkungen kommen, die bislang nicht bekannt sind!

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale Konsum von DiPT, hierfür muss die Substanz nicht mit MAO-Hemmern kombiniert werden, im Gegensatz zur oralen Aufnahme von DMT.
Am besten man misst die Substanz mit einer Feinwaage ab & füllt sie in Leerkapseln, oder man dosiert volumetrisch mit Hilfe eines Lösungsmittels & einer Dosierspritze.

Auch der inhalative Konsum ist möglich & verbreitet. Hier wird am besten die Freebase Version verdampft, nicht verbrannt. Dies funktioniert mit einer Ölpfeife oder einer extra gebauten DMT-Pfeife (genannt „The Machine“).

Nasaler, rektaler und intravenöser Konsum sollte vermutlich auch funktionieren, hierzu sind uns jedoch keine Berichte bekannt.

 

DiPT Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 10-15mg
  • Leichte Wirkung: 15-30mg
  • Normal: 30-75mg
  • Starke Wirkung: 75-150mg
  • Sehr starke Wirkung: 130mg+

Inhalativ:

  • Erste Effekte ab: 5-10mg
  • Leichte Wirkung: 10-15mg
  • Normal: 15-20mg
  • Starke Wirkung: 20-30mg
  • Sehr starke Wirkung: 28mg+

 

DiPT Wirkzeit

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 30-60 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-5 Stunden
  • Afterglow: 12-48 Stunden

Inhalativ:

  • Wirkungseintritt nach: 5-15 Minuten
  • Hauptwirkung: 15-60 Minuten
  • Afterglow: 4-24 Stunden

 

Rechtsstatus von DiPT

DiPT / Diisopropyltryptamin 3DIn Deutschland unterliegt Diisopropyltryptamin bislang weder dem BtMG noch dem Neue Psychoaktive Substanzen Gesetz.

Verboten ist es in Lettland, Großbritannien, Florida, Neuseeland und Ländern, die Tryptamine generell verbieten.

 

Toleranzentwicklung

Nach einmaligem Konsum steigt die Toleranz gegenüber Psychedelika stark an und ist nach etwa 7 Tagen wieder auf Null reduziert, wobei sie bei häufigerem Konsum auch langanhaltender sein kann.

Es gibt eine Kreuztoleranz mit allen anderen serotonergen Psychedelika.

 

Pharmakologie

Es gibt keine exakten Informationen zur Pharmakologie von DiPT.
Vermutlich wirkt es an den 5HT2A Rezeptoren (als partieller Agonist). Wie genau der Wirkmechanismus vonstatten geht ist jedoch unbekannt.

 

Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun die eine oder die andere Substanz vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

 

Diisopropyltryptamin Löslichkeit

Die Löslichkeit von DiPT in Ethanol beträgt etwa 5mg/ml, in DMSO 14mg/ml und in Dimethyl Formamid 10mg/ml.

Infos zur Löslichkeit in Wasser haben wir nicht, man sollte jedoch keinesfalls Leitungswasser verwenden, da sich die Substanz in diesem zersetzen kann.
Solltet ihr hierzu Erfahrungen haben, hinterlasst doch ein Kommentar oder meldet euch hier!

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.
Über den Mischkonsum von DiPT ist sehr wenig bekannt, deswegen sollte man generell von Mischkonsum absehen!

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • MAO-Hemmer: Zum Kombinieren von DiPT mit MAOI ist nichts bekannt, deswegen sollte man davon absehen!
    Die Wirkung wird vermutlich extrem verstärkt & verlängert, eventuell kommt es zu gefährlichen Wechselwirkungen, die lebensgefährlich sein kann.
  • Andere Psychedelika: Der Mischkonsum von verschiedenen Psychedelika miteinander kann eine unvorhersehbar intensive Verstärkung der Wirkung (Wechselwirkungen) auslösen. Nur erfahrene Psychonauten sollten mit solchen Kombinationen experimentieren!
    Es kann außerdem gefährliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Psychedelika geben, man muss sich also vorher genauestens über jede Kombination informieren, die man einnehmen möchte!
  • Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Paranoia und Verwirrtheitszustände sind häufig, es kann auch zu körperlichen Problemen wie Bluthochdruck und Herzrasen kommen.
    Viele Konsumenten berichten außerdem davon, dass die Kombination aus Psychedelika und Dissoziativa oft einen düsteren, nur schwer zu kontrollierenden Trip verursacht. Auch diese Kombinationen dürfen nur von erfahrenen Psychonauten eingegangen werden, die wissen was sie tun.
  • Alkohol: Der Trip wird etwas abgestumpft wenn Alkohol dazu getrunken wird. Der Mischkonsum ist nicht empfehlenswert, es kann zu Übelkeit kommen.
  • Kratom & andere Opioide: Auch hier wird der psychedelische Trip abgestumpft und abgeschwächt.
  • Benzodiazepine: Benzodiazepine schwächen den Trip stark ab und können Angstzustände und Panikattacken während einer psychedelischen Reise unterdrücken.
    Benzos werden auch im Krankenhaus Konsumenten gegeben, die starke Panik haben.
    Oft wird der Trip nicht komplett beendet, sondern nur die Angst, dies kommt auf das Benzodiazepin und auf die Dosierung an.
    Vorsicht, Benzodiazepine als Tripstopper zu haben ist kein Freifahrtsschein auf die Safer Use Regeln verzichten zu können!
    Auch ein Horrortrip der mit Benzos abgebrochen wurde kann eine posttraumatische Belastungsstörung hinterlassen. Einige Konsumenten spekulieren sogar, dass ein mit Benzo abgebrochener Trip das häufiger tut als ein durchgestandener Badtrip.
  • Upper (Amphetamin, 2-FA, 4F-MPH, Kokain etc.): Der Mischkonsum von Stimulanzien mit Psychedelika ist gar keine gute Idee!
    Da Upper psychotisch und angststeigernd wirken, ist die Horrortrip-Gefahr deutlich erhöht und auch die Gefahr eine anhaltende „Drogenpsychose“ zu entwickeln steigt massiv.
    Auch körperlich kann diese Kombination sehr bedrohlich, bis hin zu lebensgefährlich sein, da der Kreislauf und das Herz belastet wird.
    Wenn der Upper extrem gering dosiert wird können manch erfahrene Konsumenten vielleicht mit dieser Mischung umgehen, für die allermeisten ist dies jedoch ein striktes Tabu!
    Besonders bei DiPT: Kann den Innenohrdruck, der öfter als Nebenwirkung empfunden wird, bei Mischkonsum noch verstärken & schmerzhaft werden lassen! Deswegen sollte man erst Recht vom Mischkonsum absehen!
  • Empathogene (MDMA, Methylon, 5-MAPB etc.): Das Mischen von Psychedelika mit Empathogenen (was meist stark serotonerge Upper sind) erzeugt eine sehr heftige psychedelische Erfahrung, die von starker Empathie und Liebe begleitet, aber auch sehr belastend und intensiv sein kann, weshalb sie nur von erfahrenen Psychonauten eingenommen werden sollte.
    Beide Substanzen (so wohl das Psychedelikum als auch das Empathogen) müssen etwa halb so niedrig dosiert werden, wie wenn man die Substanzen im Monokonsum nehmen würde!
    Auch hier kann der Innenohrdruck schmerzhaft verstärkt werden! Deswegen sollte man keinen „Candyflip“ mit DiPT versuchen!

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