Eskalin / Escaline – Meskalin Analog und psychedelisches Research Chemical

Eskalin / Escaline – Meskalin Analog und psychedelisches Research Chemical

Eskalin (engl. Escaline) ist ein 1954 erstmals synthetisiertes Psychedelikum das zu denEskalin / Escaline Phenethylaminen zählt und ein naher Verwandter von Meskalin (engl. mescaline), dem Inhaltsstoff der Peyote und San Pedro Kakteen.
Die Wirkung ist sehr nah an der von Meskalin!

Erstmals synthetisiert wurde es von Benington, lange Zeit fand es jedoch keine Aufmerksamkeit bis es dann von David E. Nichols und seinem Team wieder entdeckt wurde (zusammen mit bspw. Proskalin, Isoproskalin).
Es wurde außerdem in Sasha Shulgins Klassiker PiHKAL (Phenethylamines I have known and loved) beschrieben.

Es gibt nicht so viele Erfahrungsberichte zu Escaline wie zu anderen psychedelischen Phenethylaminen (wie 2C-B, 2C-E oder Meskalin) und die Substanz ist sehr selten erhältlich.

Andere Namen: Eskalin, Escaline (engl.), 4-ethoxy Meskalin, 4-ethoxy mescaline (engl.), 4-ethoxy-meskalin, 4-ethoxy-mescaline (engl.), 3,5-Dimethoxy-4-ethoxy-phenethylamin, 3,5-Dimethoxy-4-ethoxy-phenethylamine (engl.), 2-(4-Ethoxy-3,5-dimethoxyphenyl)ethanamin, 2-(4-Ethoxy-3,5-dimethoxyphenyl)ethanamine (engl.)

IUPAC: 2-(4-Ethoxy-3,5-dimethoxy-phenyl)-ethylamin, 2-(4-Ethoxy-3,5-dimethoxy-phenyl)-ethylamine (engl.)

Summenformel: C12H19NO3

Molekulare Masse: 225,28 g/mol

Schmelzpunkt: 165-166°C

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von Eskalin

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Psychedelisch (Pseudohalluzinationen, psychedelisches Denken – „Mindtrip“) – Dazu zählen Visionen bei geschlossenen wie auch bei offenen Augen
  • Verändertes Hören
  • Verändertes (meist verlangsamtes) Zeitgefühl
  • Starke Euphorie möglich
  • Gefühl der Einigkeit und Empathie
  • Aphrodisierend – Tiefe Verbundenheit mit dem Partner und ein stark intensivierter Orgasmus kann (vor allem bei gemäßigten / normalen Dosierungen) eintreten, im hohen Dosisbereich kann es sehr schwer werden, bei der Sache zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen.

Eine allgemeine Beschreibung der Wirkung fällt bei Psychedelika recht schwer, da der Trip stark subjektiv ist und von Person zu Person, von Dosis zu Dosis, und sogar von Einnahme zu Einnahme sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Jemandem der noch nie eine starke psychedelische Droge einnahm einen psychedelischen Trip zu erklären funktioniert nur ansatzweise, komplett nachvollziehen kann die unerfahrene Person die Wirkung allerdings nicht.

Die Gefühle werden verstärkt, die Wahrnehmung wird verändert und neue optische und akustische Reize können wahrgenommen werden.
Alles kann einem fremdartig und unbekannt vorkommen, als wäre man wieder ein kleines Kind.
Die Gedankengänge sind verändert, vor dem inneren Auge sieht man Muster, Farben oder sogar Personen und „Animationen“.

Die Wirkung von Eskalin ist sehr mit der von Meskalin vergleichbar, viele Menschen sagen sie ist fast identisch.
Dennoch wirkt es bei einigen Konsumenten weniger intensiv psychedelisch als Meskalin, was jedoch auch an der Dosierung oder der Erwartungshaltung liegen kann.
Der Mindtrip ist sehr intensiv, gerade in höheren Dosierungen und auch die optischen Veränerungen können heftig werden.

Ebenso wie Meskalin ist Eskalin ein vollwertiges, starkwirksames Psychedelikum das von einigen Menschen sogar als intensiver als LSD oder Psilocin angesehen wird, was jedoch sicher nicht jeder unterschreiben wird.
Für Anfänger ist es eher nicht so gut geeignet.

 

Escaline Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Evtl. Leicht erhöhter Blutdruck / erhöhte Herzfrequenz
  • Unangenehmes Hochkommen – die erste Stunde des Trips ist das Hochkommen, bei dem es zu einem unangenehmen Bodyload, Übelkeit und Nervosität / Angst kommen kann.
    Laut einigen Konsumenten ist das Hochkommen unangenehmer als bei Meskalin, bei einigen ist jedoch das Gegenteil der Fall. 2C-E oder 2C-P haben jedoch ein deutlich unangenehmeres Hochkommen als Escaline, da sind sich die meisten Menschen einig.
  • Paranoia, Angstzustände („Badtrip“)
  • Angstvolle Ich-Auflösung
  • Pupillenerweiterung
  • Unangenehmer Bodyload – Gerade beim Hochkommen, vor allem in höheren Dosierungen. Dieser kann sehr stark und unangenehm werden, stärker als bei bspw. 2C-B, 2C-C und bei einigen Konsumenten auch stärker als bei Meskalin.
  • Nervosität / Angst – Nervosität ist während des Hochkommens recht häufig und ist kein Anzeichen davon, dass ein schlechter Trip folgen wird! In den allermeisten Fällen verschwindet diese Nervosität sobald die Wirkung eintritt!
  • Dysphorie, Trauer, ein Gefühl des Verlassenseins können aufkommen
  • Übelkeit – Bei einigen Menschen scheint Escaline etwas weniger Übelkeits-auslösend zu sein als Meskalin. Dennoch ist Übelkeit und Erbrechen recht häufig, man kann die Dosis über etwa eine Stunde hinweg langsam einnehmen, dies kann die Übelkeit verringern.

Ein starker psychedelischer Trip ist ein sehr intensives, tiefenpsychologisches Erlebnis.
Psychedelische Drogen sind keine Spaßdrogen sondern Werkzeuge, mit denen die eigene Psyche erforscht und sogar geheilt werden kann.
Und so muss man diese Drogen auch behandeln!

Ein schlechter, überfordernder Trip kann im Konsumenten ein Trauma auslösen und eine Angststörung hinterlassen.
Dies vergeht im Normalfall, wenn der Trippende den Trip verarbeitet hat, was Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern kann.
Um die Wahrscheinlichkeit eines schlechten Trips zu verringern, sollte man alle Safer Use Regeln einhalten und sehr gut auf Set, Setting & Dosis achten.
Mehr Safer Use Regeln gibt es hier!

Eskalin ist eines der weniger beliebten Meskalin-Derivaten und wirkt auf viele Konsumenten stärker negativ als Meskalin, da der Bodyload oft intensiver und unangenehmer, der Afterglow weniger angenehm und die Wirkung generell anstrengender und weniger sanft ist.
Dies trifft natürlich nicht auf jede Person / jede Einnahme zu und hat auch viel mit Erwartungshaltung und Set & Setting zu tun!

Wird die Dosis erhöht, scheinen sich die Nebenwirkungen von Escaline (wie bspw. der Bodyload) sehr zu verstärken, mehr als bei einer Dosiserhöhung von Meskalin.

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale Konsum von Eskalin, hierfür kann die Substanz in Leerkapseln gefüllt oder in ein Getränk eingerührt werden.

Der nasale Konsum ist nicht gut geeignet, da er extrem schmerzhaft ist und man hohe Dosierungen schnupfen muss. Dieser Schmerz kann den Trip negativ beeinflussen und die empfindliche Nasenschleimhaut wird beschädigt.

Auch der inhalative Konsum scheint nicht gut zu funktionieren und die Wirkung nur schwach auszufallen. Hier wird die Lunge womöglich stark beschädigt, also auf keinen Fall zu empfehlen.

Über andere Konsumformen (rektal, intravenös) ist uns nichts bekannt, rektaler Konsum sollte jedoch stärker wirken & man sollte niedriger dosieren (bei intravenösen Konsum natürlich auch).

 

Eskalin Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 20-30mg
  • Leichte Wirkung: 30-50mg
  • Normal: 50-100mg
  • Starke Wirkung: 80-150mg
  • Sehr starke Wirkung: 120mg+

 

Escaline Wirkzeit

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 90-120 Minuten
  • Hauptwirkung: 8-12 Stunden
  • Afterglow: 3-5 Stunden

Rektal:

  • Wirkungseintritt nach: 45-90 Minuten
  • Hauptwirkung: 8-12 Stunden
  • Afterglow: 3-5 Stunden

 

Rechtsstatus von Eskalin

In Deutschland unterliegt Escaline nicht dem BtMG, jedoch dem Neue Psychoaktive Substanzen Gesetz da es sich um ein Phenethylamin handelt. Damit ist der Verkauf und der Import verboten.

Ebenfalls illegal ist es in Schweden, Großbritannien und anderen Ländern mit Analog- und Stoffgruppenverboten.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzentwicklung erfolgt bei Escaline, so wie bei anderen Psychedelika auch, extrem rapide nach der Einnahme und baut sich auch recht schnell wieder ab.
Vermutlich ist sie nach wenigen Tagen oder gar Stunden wieder komplett abgebaut.
Dennoch sollte man deutlich länger Pause machen, da die Psyche sonst stark belastet wird und es zu psychischen Problemen kommen kann!

 

Pharmakologie

Wie andere Psychedelika auch wirkt Eskalin auf den 5-HT2A Serotonin Rezeptor.
Es wirkt fünf bis acht mal stärker auf den 5-HT2A Rezeptor als Meskalin, was sich jedoch nicht in der Potenz oder der Wirkung wiederzuspiegeln scheint.

 

Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun die eine oder die andere Substanz vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

Der Marquis Reagent reagiert auf Eskalin mit einer orangenen Verfärbung, der Mecke Reagent mit einer schwarzen, der Mandelin Reagent mit einer orangenen und der Ehrlich Reagent ohne Verfärbung.

 

Löslichkeit

Über die Löslichkeit von Escaline in Wasser ist uns nichts bekannt. Die Löslichkeit in Ethanol beträgt etwa 10mg/ml, die in DMSO ~3mg/ml und die in Dimethyl Formamid (DMF) ~0,5mg/ml.

Solltet ihr weiter Informationen haben hinterlasst ein Kommentar oder meldet euch hier!

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • MAO-Hemmer: Es sind uns keine Userberichte zum Mischkonsum von MAOI mit Escaline bekannt. Es kann also zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen die bislang unbekannt sind! Außerdem ist mit einer enormen Verstärkung & Verlängerung der Wirkung zu rechnen.
    Es kann körperliche Risiken geben die bis hin zum Tod führen können, von der Kombination von psychedelischen Phenethylaminen mit MAO-Hemmern ist dringend abzuraten!
  • Andere Psychedelika: Der Mischkonsum von verschiedenen Psychedelika miteinander kann eine unvorhersehbar intensive Verstärkung der Wirkung (Wechselwirkungen) auslösen. Nur erfahrene Psychonauten sollten mit solchen Kombinationen experimentieren!
    Es kann außerdem gefährliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Psychedelika geben, man muss sich also vorher genauestens über jede Kombination informieren, die man einnehmen möchte!
  • Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Paranoia und Verwirrtheitszustände sind häufig, es kann auch zu körperlichen Problemen wie Bluthochdruck und Herzrasen kommen.
    Viele Konsumenten berichten außerdem davon, dass die Kombination aus Psychedelika und Dissoziativa oft einen düsteren, nur schwer zu kontrollierenden Trip verursacht. Auch diese Kombinationen dürfen nur von erfahrenen Psychonauten eingegangen werden, die wissen was sie tun.
  • Alkohol: Der Trip wird etwas abgestumpft wenn Alkohol dazu getrunken wird. Der Mischkonsum ist nicht empfehlenswert, es kann zu Übelkeit kommen.
  • Kratom & andere Opioide: Auch hier wird der psychedelische Trip abgestumpft und abgeschwächt.
  • Benzodiazepine: Benzodiazepine schwächen den Trip stark ab und können Angstzustände und Panikattacken während einer psychedelischen Reise unterdrücken.
    Benzos werden auch im Krankenhaus Konsumenten gegeben, die starke Panik haben.
    Oft wird der Trip nicht komplett beendet, sondern nur die Angst, dies kommt auf das Benzodiazepin und auf die Dosierung an.
    Vorsicht, Benzodiazepine als Tripstopper zu haben ist kein Freifahrtsschein auf die Safer Use Regeln verzichten zu können!
    Auch ein Horrortrip der mit Benzos abgebrochen wurde kann eine posttraumatische Belastungsstörung hinterlassen. Einige Konsumenten spekulieren sogar, dass ein mit Benzo abgebrochener Trip das häufiger tut als ein durchgestandener Badtrip.
  • Upper (Amphetamin, 2-FA, 4F-MPH, Kokain etc.): Der Mischkonsum von Stimulanzien mit Psychedelika ist gar keine gute Idee!
    Da Upper psychotisch und angststeigernd wirken, ist die Horrortrip-Gefahr deutlich erhöht und auch die Gefahr eine anhaltende „Drogenpsychose“ zu entwickeln steigt massiv.
    Auch körperlich kann diese Kombination sehr bedrohlich, bis hin zu lebensgefährlich sein, da der Kreislauf und das Herz belastet wird.
    Wenn der Upper extrem gering dosiert wird können manch erfahrene Konsumenten vielleicht mit dieser Mischung umgehen, für die allermeisten ist dies jedoch ein striktes Tabu!
  • Empathogene (MDMA, Methylon, 5-MAPB etc.): Das Mischen von Psychedelika mit Empathogenen (was meist stark serotonerge Upper sind) erzeugt eine sehr heftige psychedelische Erfahrung, die von starker Empathie und Liebe begleitet, aber auch sehr belastend und intensiv sein kann, weshalb sie nur von erfahrenen Psychonauten eingenommen werden sollte.
    Beide Substanzen (so wohl das Psychedelikum als auch das Empathogen) müssen etwa halb so niedrig dosiert werden, wie wenn man die Substanzen im Monokonsum nehmen würde!

Weitere Substanzinfos zu Phenylethylaminen

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