Ethylphenidat / Ethylphenidate (EPH) – Ritalin Ersatz & Research Chemical

Ethylphenidat / Ethylphenidate (EPH) – Ritalin Ersatz & Research Chemical

Ethylphenidat (engl. Ethylphenidate, abgekürzt EPH oder EP) ist ein Amphetamin & Ethylphenidat / Ethylphenidate / EPHUpper, der sehr nahe mit Methylphenidat (Ritalin, MPH) verwandt ist und in Research Chemical Shops online verkauft wird.
EPH ist bereits seit einigen Jahren bekannt und erreichte eine recht hohe Beliebtheit als legaler Ritalin Ersatz, woraufhin es in einigen Ländern verboten wurde. Mehr dazu bei der Überschrift „Rechtsstatus von Ethylphenidat„!
Außerdem wird Ritalin im menschlichen Körper zu Ethylphenidat metabolisiert, wenn es gemeinsam mit Ethanol konsumiert wird (jedoch nicht in ausreichender Menge um beim Mischkonsum Wirkung zu erzielen!).

Die Wirkung von EPH unterschiedet sich recht deutlich von der von MPH.
Sie wird als etwas euphorischer & berauschender beschrieben, außerdem gilt Ethylphenidat als eines der bestwirksamsten Ritalin Alternativen.
Es existieren noch einige weitere Methylphenidat Analoge, beispielsweise 4F-MPH, Isopropylphenidat und 3,4-CTMP.

Vorsicht:
2016 gab es bereits einige Berichte darüber, dass sich die Potenz von verschiedenen „Batches“ aktuell stark unterscheidet.
Es gibt viele sehr unterschiedliche Dosisangaben (bzw. Angaben darüber, bei welcher Dosis sich welche Wirkungen einstellen), was auf diese Schwankungen zurückzuführen ist.
Dies liegt vermutlich daran, dass sich im Ethylphenidat unterschiedliche Isomere (der l-Isomer und der d-Isomer) befinden, die sehr unterschiedlich stark wirksam sind.

EPH zählt zu den Piperidinen (Eine Untergruppe der Phenethylamine) und wird meist in Reinform, selten auch in Form von Pillen oder Kapseln verkauft.
Es liegt üblicherweise als HCl vor, die Angaben hier beziehen sich demnach auf das Hydrochlorid Salz von EPH.

Andere Namen: Ethylphenidate (engl.), EPH, EP

IUPAC: (RS)-ethyl 2-phenyl-2-piperidin-2-ylacetat, (RS)-ethyl 2-phenyl-2-piperidin-2-ylacetate (engl.), a
-phenyl-2-piperidineacetic acid, ethyl ester
(engl.)

Summenformel: C15H21NO2

Molekulare Masse: 247,33274 g/mol

Ethylphenidat / Ethylphenidate 3DEs gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von Ethylphenidat

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Stimulation (Aufputschend, wachmachend) – Die Stimulation ist bei normalen Dosierungen meist geringer ausgeprägt als die von Amphetamin ausgelöste, jedoch durchaus spürbar und deutlich stärker als die von Koffein.
    Vergleichbar ist die aufputschende Wirkung vielleicht mit der von 3-FPM, wird keine zu hohe Dosierung gewählt ist Schlaf auch wenn die Wirkung noch spürbar ist für die meisten Konsumenten durchaus möglich.
  • Appetitzügelnd
  • Konzentrations-, Motivations- und Leistungssteigerung – Diese Wirkkomponente ist bei EPH sehr stark ausgeprägt und, gerade in niedrigeren bis normalen Dosierungen, der wohl wichtigste Effekt dieser Droge.
  • Aphrodisierend – Steigerung der sexuellen Lust und Verzögerung des Orgasmus
  • Gesteigerter Rededrang – Ein sogenannter „Laberflash“
  • Euphorisch – Ethylphenidate gilt als eine der euphorisierendsten Ritalin-Alternativen, die meisten Konsumenten beschreiben die euphorische Komponente als deutlich stärker ausgeprägt als bei Ritalin (Methylphenidat), Isopropylphenidat (IPH), 4F-MPH oder 3,4-CTMP.
    In normalen Dosierungen ist diese Wirkung eher schwach oder kaum spürbar, in höheren wird sie aber deutlicher.
    Vergleichbar ist sie laut einigen Konsumenten mit der von Amphetamin oder sogar Kokain, sie hält nur recht kurz an und flacht ab, während die sonstigen Effekte noch deutlich spürbar sind.
    Dies kann gefährlich sein und zu Craving & Nachlegen führen, da der Konsument wieder die Euphorie verspüren möchte und mehr EPH nimmt, obwohl eigentlich noch eine stark stimulierende Wirkung vorhanden ist.
  • Steigerung der Empathie & Sozialität – Die empathogene Wirkung ist bei EPH deutlich spürbarer als bei Methylphenidat (MPH) (und auch stärker als bei vielen anderen Stimulanzien wie Amphetamin, 2-FA und 3-FPM), sie ist jedoch noch lange nicht vergleichbar mit der von MDMA, MDAI, 5-MAPB, 6-APB etc.
    In niedrigeren Dosierungen (in denen EPH als Arbeitsdroge & ADHS Medikament eingenommen wird) ist kaum eine Steigerung der Empathie spürbar, in höheren Dosierungen wird diese KOmponente immer präsenter.
    Dies macht Ethylphenidat zu einer sehr beliebten Substanz, die in hohen Dosierungen oftmals auch als Partydroge konsumiert wird.
  • Gesteigertes Selbstbewusstsein
  • Verbesserte Wahrnehmung von Musik

Die Wirkung ist bei Ethylphenidat je nach konsumierter Menge sehr verschieden.
Geringere Dosierungen wirken hauptsächlich stimulierend, konzentrations-, leistungssteigernd und leicht aphrodisierend, höhere Dosierungen können euphorisch, empathogen, stark stimulierend und „berauschend“ wirken.

Ethylphenidate gilt als eines der beliebtesten Ritalin-Alternativen, da es im Gegensatz zu den meisten anderen (und auch im Gegensatz zu Methylphenidat) in hohen Dosierungen recht stark euphorisch und auch empathogen wirkt.
EPH wird deswegen nicht nur als Arbeits- und Leistungsdroge, sondern auch als berauschende Spaß- und Partydroge eingesetzt.
Die hohen Dosierungen die für eine spaßige Verwendung von Nöten sind steigern die Nebenwirkungen und Risiken natürlich enorm!

Dennoch, auch wenn EPH euphorisch und empathogen wirken kann, die Euphorie ist laut den meisten Konsumenten noch lange nicht so stark ausgeprägt wie bei Kokain, Mephedron, 4-CMC und anderen vergleichbaren Substanzen.
Die meisten beschreiben Ethylphenidat einfach als etwas „besseres“ / spaßigeres Methylphenidat (MPH / Ritalin).

 

Ethylphenidat Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist nur wenig bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

Die Nebenwirkungen sind beim Konsum von niedrigeren bis normalen Dosierungen eher gering ausgeprägt, mit Steigerung der Dosis und Nachlegen werden sie aber immer präsenter und irgendwann sehr unangenehm und schädlich.

  • Abhängigkeitspotential vorhanden, es ist etwa ähnlich wie bei Amphetamin!
  • Unangenehmer Kater & Comedown (zu deutsch Runterkommen) – Wenn hoch dosiert oder oft nachgelegt wird, wird der Kater am nächsten Tag und das Runterkommen wenn die Wirkung abflacht deutlich unangenehmer.
    Es kann unter anderem zu (geistiger) Erschöpfung, depressiven Zuständen, gesteigerter Irritabilität, gemindertem Appetit, Angstzuständen und Antriebslosigkeit kommen.
  • Dehydration
  • Steigerung des Blutdrucks
  • Unterdrückung der Körperfunktionen (z.B. Harndrang, Hunger & Durst)
  • Übelkeit & Magenprobleme – Erst recht bei höheren Dosierungen, regelmäßigem Konsum oder wenn oft nachgelegt wird.
  • Paranoia & psychotische Phasen („Drogenpsychose“) möglich, vor allem bei Überdosierung & regelmäßigem Konsum – Eine durch regelmäßigen, hochdosierten Upper Konsum ausgelöste Psychose tritt recht häufig ein und laut einer Studie können sich 5-15% der betroffenen Personen nie komplett von ihrer Krankheit erholen (d.h. haben bis an ihr Lebensende noch hin und wieder psychotische Symptome).
    Dementsprechend vorsichtig ist mit Uppern umzugehen – zu häufiger, exzessiver Konsum wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit heftige Probleme verursachen!
  • Craving, also Gier nach der Substanz (Deswegen wird oft nachgelegt)
  • Kalte Hände & Füße
  • Erweiterung der Pupillen
  • Sexuelle Dysfunktion möglich
  • Neurotoxizität / Kardiotoxizität ist möglich, aber nicht bestätigt
  • Verengung der Blutgefäße (Vasokonstriktion)
  • Zähneknirschen und Kieferkrämpfe („kiefern“, „Kieferkicks“, „Mundgulasch“) – Dies tritt bei EPH Konsum recht häufig auf (gerade in höheren Dosierungen), ist jedoch verglichen mit MDMA, 5-MAPB und MDAI etwas weniger stark vorhanden.
  • Kurzatmigkeit
  • Schweißausbrüche
  • Unangenehmer Körper- und Mundgeruch – tritt vor allem beim Konsum von höheren Dosierungen auf.
  • Unangenehmer Bodyload („aufgeladenes“ Körpergefühl) – Vor allem bei hohen Dosierungen

Um der Dehydration entgegen zu wirken und eine Beschädigung der Nieren zu verhindern muss genug getrunken werden (etwa 250-500ml Wasser pro Stunde)!

Auch wenn es viele mögliche Nebenwirkungen gibt, soll seltener, gemäßigter Konsum von Ethylphenidat mit keinen sonderlich großen Gesundheitsproblemen einhergehen.
Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Toxizität & der letalen Dosis, vermutlich ist EPH jedoch nicht viel schädlicher als Methylphenidat & co.
Dass EPH sehr ätzend wirkt, macht den Konsum dieser Substanz jedoch etwas risikoreicher als den von MPH, ebenso wie die Unerforschtheit.

Von nasalem, inhalativem, intravenösem und auch rektalem Konsum ist bei EPH dringend abzuraten, noch mehr als bei vielen anderen stimulierenden Research Chemcials!

Das Abhängigkeitspotential und das Craving sind bei Ethylphenidate stärker als bei anderen Ritalin-Alternativen ausgeprägt, da EPH (im Gegensatz zu Methylphenidat & bspw. 3,4-CTMP) recht stark euphorisch und empathogen wirken kann.
Werden dadurch höhere Dosierungen eingenommen steigern sich die Nebenwirkungen drastisch.

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale Konsum von EPH.
Meist liegt die Substanz in Reinform vor und sollte dann in Leerkapseln gefüllt werden.

Alternativ ist auch der nasale Konsum verbreitet, dieser ist jedoch sehr schädlich für die empfindliche Nasenschleimhaut.
Ethylphenidat ist eine extrem ätzende Substanz, die sogar bei moderatem Konsum enorme Schäden in der Nase anrichten kann!
Von Ethylphenidat nasal ist dementsprechend dringendst abzuraten, noch mehr als bei vielen anderen Stimulanzien & Research Chemcials.
Bei nasaler Aufnahme setzt die Wirkung schneller ein, hält weniger lang an und man muss deutlich niedriger dosieren.

Auch EPH rektal ist verbreitet, hier muss deutlich niedriger als bei oralem Konsum dosiert werden und eine sehr intensive Wirkung kann sich einstellen (meist schneller als bei oralem Konsum).
Dennoch, der anale / rektale Konsum kann die Darmschleimhaut beschädigen, erst Recht da Ethylphenidate als so ätzend gilt!
Die Darmschleimhaut ist deutlich empfindlicher als die Magenschleimhaut, dementsprechend ist vom rektalen Konsum abzuraten.

Ethylphenidat inhalativ ist ebenfalls eine mögliche Konsumform, diese ist jedoch extrem schädlich & suchterzeugend.
Da EPH so ätzend wirkt, irritiert es auch die Lungenschleimhaut wenn es inhaliert wird stark, was meist zu hefitgem Husten & Schmerzen in der Lunge führt.
Man kann nur spekulieren wie unfassbar schädlich dies für die Lunge sein muss – hinzu kommt, dass das Craving (die Gier nach der Substanz) und somit das Abhängigkeitspotential stark erhöht ist, da ein sogenannter „Rush“ spürbar ist wenn inhalativ konsumiert wird.
Vom Inhalieren dieser Substanz sollte jeder vernünftige Mensch Abstand nehmen!

Gleiches gilt auch für den intravenösen & intramuskulären Konsum (EPH IV / IM), die Suchtgefahr und die möglichen Schäden am Körper können hier sogar noch extremer als bei inhalativem Konsum sein.
Die Venen können bereits bei einmaliger Injektion heftige Beschädigungen erleiden und es kann zu Abszessen bis hin zu Armamputationen & Toden kommen!

 

Ethylphenidat Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Das sogenannte „therapeutische Spektrum“ ist bei Ethylphenidat sehr umfangreich, das bedeutet, das mit unterschiedlicher Dosierung sehr verschiedene Effekte zum Vorschein treten können.
In niedrigeren Dosierungen, 5-30mg oral etwa, wirkt EPH eher leicht stimulierend, konzentrations- und leistungssteigernd, und kann so wie Methylphenidat (Ritalin) als „Arbeitsdroge“ bzw. Medikament gegen ADHS verwendet werden.
In höheren Dosierungen, also beispielsweise 50-80mg oral, wirkt EPH bei vielen Personen deutlich euphorisch und empathogen (die Empathie steigernd), Rededrang und weitere als berauschend und partytauglich empfundene Wirkungen (siehe Überschrift „Ethylphenidat Wirkung“) können dann eintreten.

Oral:

  • Erste Effekte ab: weniger als 10mg
  • Leichte Wirkung: 15-40mg
  • Normal: 40-90mg
  • Starke Wirkung: 90-150mg
  • Sehr starke Wirkung: 150-200mg

Nasal:

  • Erste Effekte ab: 2-5mg
  • Leichte Wirkung: 5-20mg
  • Normal: 20-60mg
  • Starke Wirkung: 50-130mg
  • Sehr starke Wirkung: 100-180mg

Rektal (anal):

  • Erste Effekte ab: 2-5mg
  • Leichte Wirkung: 5-15mg
  • Normal: 15-30mg
  • Starke Wirkung: 30-60mg
  • Sehr starke Wirkung: 60-80mg

 

Ethylphenidat Wirkzeit

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 45-90 Minuten
  • Hochkommen: 30-90 Minuten
  • Hauptwirkung: 4-10 Stunden
  • Afterglow: 6-12 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 2-10 Minuten
  • Hochkommen: 10-30 Minuten
  • Hauptwirkung: 2-6 Stunden
  • Afterglow: 4-10 Stunden

Rektal (anal):

  • Wirkungseintritt nach: 5-20 Minuten
  • Hochkommen: 10-30 Minuten
  • Hauptwirkung: 2-6 Stunden
  • Afterglow: 4-10 Stunden

 

Rechtsstatus von Ethylphenidat

Ethylphenidat fällt in Deutschland seit 2013 unter das BtMG und ist damit illegal.
Gleiches gilt für Schweden, England, Dänemark, Polen, China und dem US Bundesstaat Jersey.

Wegen seiner Ähnlichkeit zu Methylphenidat kann es in Ländern mit Analog- und Stoffgruppenverboten (wie den USA und Australien) ebenfalls verboten sein.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzentwicklung erfolgt bei EPH so wie bei den meisten anderen vergleichbaren Stimulanzien auch.
Einmaliger Konsum steigert die Toleranz vermutlich nur leicht, regelmäßiger Konsum (bspw. über 2-3 Tage hinweg täglich) steigert die Toleranz sehr stark, nachdem sie dann erstmal aufgebaut ist dauert es etwa 3-7 Tage bis die Toleranz zur Hälfte und 6-14 Tage bis sie komplett reduziert ist.

Es gibt eine Kreuztoleranz mit allen anderen dopaminergen Stimulanzien, wie beispielsweise Kokain, Amphetamin, 4F-MPH oder 3-FPM.

 

Ethylphenidat Pharmakologie

EPH wirkt als Dopamin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer.
Es ist selektiver dopaminerg als Methylphenidat, letzteres wirkt deutlich stärker Noradrenalin wiederaufnahmehemmend.

Im Folgenden ist eine Tabelle mit den Dextro-Enantiomeren und den Racemic-Versionen von Ethylphenidat & Methylphenidat zu sehen, welche verdeutlicht, wie stark diese Substanzen als Dopamin & Noradrenalin Agonist & Wiederaufnahmehemmer wirken.

Substanz Bindung am Dopamin Bindung am Serotonin Wiederaufnahmehemmung Dopamin Wiederaufnahmehemmung Serotonin
d-Methylphenidat 139 408 28 46
d-Ethylphenidat 276 2479 24 247
dl-Methylphenidat 105 1560 24 31
dl-Ethylphenidat 382 4824 82 408

 

Ethylphenidat Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

Ethylphenidat Rekationen auf Testing Kits
Quelle: EcstasyData.org

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun die eine oder die andere Substanz vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

Ethylphenidate zeigt beim Mecke Reagent & Marquis Reagent keine farbliche Reaktion, es kommt jedoch zu „brizzeln“ / blubbern.
Über die Reaktion dieser Substanz beim Mandelin Reagent gibt es unterschiedliche Angaben, EcstasyData.org berichtet von keiner farblichen Veränderung (Marquis Test bleibt gelb), ein Reddit-User berichtet davon, dass der Mandelin Reagent schnell rot und dann mit der Zeit orange-braun wird.

 

Löslichkeit

EPH ist sehr gut wasserlöslich, man sollte jedoch für längere Lagerung destilliertes Wasser oder ein Ethanol-Wasser-Gemisch verwenden, um zu verhindern dass die Substanz an Potenz verliert oder „schlecht wird“.
Die Löslichkeit in Wasser ist etwa 50-100mg/ml, wobei es sogar Konsumentenberichte darüber gibt, dass sich 500mg in 1ml Wasser lösen ließen.

Ethylphenidat ist außerdem gut in Ethanol (~25mg/ml), DMSO (~14mg/ml) und Dimethyl Formamid (DMF) (~14mg/ml) löslich.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • Andere Stimulanzien: Der Mischkonsum von verschiedenen Stimulanzien ist potentiell sehr gefährlich, da der Blutdruck und die Herzfrequenz stark erhöht und auch die Nebenwirkungen wie Dehydration verstärkt werden.
    Die Wirkung kann sich unvorhersehbar potenzieren und es kann gefährliche Wechselwirkungen (wie starke Neurotoxizität oder ein Serotonin-Syndrom) geben, man muss sich also genauestens über jede einzelne Kombination informieren, die man einnehmen will!
  • 25X-NBOMe, 25x-NBF & co.: Die Amphetamin-Analoge von psychedelischen Phenethylaminen, wie 25x-NBOMe, 25x-NBF etc. sind an sich schon aufputschend und stimulierend und wirken stark auf die Herzfrequenz und den Blutdruck.
    Der Mischkonsum von Stimulanzien mit diesen Psychedelika ist lebensgefährlich!!
  • Psychedelika: Auch bei anderen Psychedelika kann es im Mischkonsum mit Stimulanzien zu Komplikationen mit dem Blutdruck und Kreislauf kommen.
    Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen, da die Upper Paranoia verstärken und die Gefahr auf einen Badtrip erhöhen.
  • DXM & andere Dissoziativa: Der Mischkonsum von DXM (und auch anderen Dissoziativa) mit Stimulanzien kann sehr gefährlich sein. Blutdruck und Herzfrequenz werden erhöht und auch hier kann es zu psychischen Problemen (Panikattacken, Badtrip) kommen.
  • Alkohol: Stark gesteigerte Dehydration! Die Wirkung des Alkohols wird durch den Upper unterdrückt, weswegen nicht mehr abgeschätzt werden kann, ob zu viel getrunken wird.
    Dies kann zu einer Alkoholvergiftung, die lebensbedrohlich werden kann, führen.
  • Tramadol, Kratom & andere Opioide: Die Krampfschwelle wird beim Mischkonsum stark gesenkt, weshalb es leicht zu Krampfanfällen kommen kann.
  • MDMA & andere Empathogene (5-MAPB, MDAI etc.): Die neurotoxischen Effekte des MDMA werden durch den Mischkonsum mit Uppern verstärkt, der Kater am nächsten Tag wird dadurch deutlich schlimmer.
  • MAO-Hemmer: Tödliche Kombination! Vorsicht!
  • Downer: Die Kombination aus Uppern und Downern (wie Benzodiazepinnen, Opioiden, Alkohol & GBL) kann zu einer gefährlichen Kreislaufbelastung führen.
    Die Herzfreguenz und der Blutdruck könnnen erhöht werden.
    Außerdem wird die sedierende Komponente der Downer unterdrückt, weshalb es leicht zu einer Überdosierung kommen kann, weil der Konsument nicht mehr einschätzen kann, wie stark die Wirkung der Downer bereits ist und er deshalb eventuell nachlegt.

 

Weitere Substanzinfos zu Phenylethylaminen

5 Kommentare

    1. Guten Tag,
      ebenso wie bei anderen Uppern. Kann den Zustand so wohl deutlich unangenehmer als auch angenehmer machen, psychotische / paranoide Nebenwirkungen können durch Cannabis verstärkt werden.

      Verhält sich also ähnlich wie bei Speed / Amphetamin, wenn man sich sicher ist dass man damit klar kommt kann „runterrauchen“ okay sein, es gibt jedoch auch Gefahren!

      LG

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