Flualprazolam – Alprazolam Derivat & Legales Research Chemical Benzodiazepin (Substanzinfo)

Flualprazolam – Alprazolam Derivat

Flualprazolam ist, wie der Name schon sagt, ein fluoriertes Alprazolam Derivat. Dabei handelt es sich also Flualprazolam / Fluouralprazolamum Benzodiazepine, beziehungweise eigentlich ein Thienodiazepin. Die Wirkung erfolgt über die GABA Rezeptoren (GABAergika) und ist sedierend, angstlösend (anxiolytisch), muskelrelaxierend und hypnotisch. (Mehr dazu beim Unterpunkt Flualprazolam Wirkung)!

Es wird aktuell von keinem Pharmakonzern vertrieben und Berichte über den menschlichen Konsum gibt es erst seit dem Erscheinen auf dem Research Chemical  Markt, das nicht lange zurück liegt.
Dort wird Flualprazolam meist als Tablette, aber auch als Reinstoff, Pappe (Löschpapierfetzen) oder gestreckter Stoff (ein Mix) verkauft, allerdings erst seit einigen Monaten (Stand: 2018), weshalb noch nicht viele Erfahrungsberichte zu diesem Research Chemical Benzodiazepin existieren.

Es gibt noch deutlich weniger Berichte als zu anderen neuen Benzos, wie bspw. Etizolam, Clonazolam oder Diclazepam.
Bislang scheint es ein recht beliebtes, wenn auch nicht überdurchschnittlich gutes Benzodiazepin zu sein.

Besteht eine medizinische Notwendigkeit zur regelmäßigen Einnahme eines Benzodiazepins, sollte definitiv ein Arzt konsultiert und ein schon länger erforschtes, pharmazeutisches Benzodiazepin eingenommen werden!
Flualprazolam kann körperliche oder psychische Schäden zur Folge haben, die noch nicht bekannt sind und die Verkäufer der Stoffe (die meist halblegal agieren) könnten verunreinigten Stoff verkaufen oder eine andere Substanz als die angegebene verschicken.

Eine Substanzinfo zu Flubromazolam findet ihr hier!

Andere Namen: Flualprazolam, Fluoralprazolam, SCHEMBL7327360, Flu-Alprazolam, Flu-Alp

IUPAC8-chloro-6-(2-fluorophenyl)-1-methyl-4H-benzo[f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin, 8-chloro-6-(2-fluorophenyl)-1-methyl-4H-benzo[f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepine (engl.)

Summenformel: C17H12ClFN4

Molekulare Masse326,77 g/mol

Es gibt sehr wenige Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen zu dieser Substanz.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über Metizolam entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von Flualprazolam

Da es bislang wenige Erfahrungsberichte zu dieser neuen psychoaktiven Substanz gibt, sind die Wirkungsangaben mit Vorsicht zu genießen!
Es kann leicht zu einer anderen Wirkung kommen, als sie hier angegeben wird!

  • Sedation (schlaffördernd, beruhigend) – Die sedierende Wirkung ist stark ausgeprägt, wenn auch nicht ganz so stark wie bei bspw. Midazolam.
  • Angstlösend (anxiolytisch)
  • hypnotisch – Diese Wirkkomponente ist recht stark ausgeprägt, deutlich stärker als bei Alprazolam, jedoch schwächer als bei Flunitrazolam oder Clonazolam.
  • Muskelrelaxierend – Entspannung der Muskeln, krampflösend. Diese Wirkung ist ebenfalls sehr deutlich spürbar.
  • Eventuell leichte Euphorie – Bei manchen stärker, bei manchen schwächer als bei Alprazolam.
  • Enthemmung – In sehr hohen Dosierungen oder im Mischkonsum mit anderen Downern (wie Alkohol oder Opioiden – Vorsicht, lebensgefährliche Atemdepression möglich, siehe Überschrift „Mischkonsum und gefährliche Kombinationen“) kann es zu starker Enthemmung kommen, die dazu führen kann dass der Konsument sich oder andere verletzt oder dass er nachlegt, bis eine lebensgefährliche Überdosis eingenommen wurde.

Die Wirkung von Flualprazolam wird oft mit der von Alprazolam verglichen, sie scheint recht ähnlich zu sein.
Es handelt sich also nicht um ein extrem stark sedierendes Benzodiazepin (wie Flubromazolam oder Midazolam es bspw. sind), sondern eher um ein „allrounder“ Benzo, wobei es trotzdem deutlich sedierender als Alprazolam zu wirken scheint.

Flualprazolam wird von vielen Konsumenten gemocht, es soll zu den „spaßigeren“ Benzodiazepinen zählen, wobei man bedenken muss, dass Benzos generell eher wenig spaßige Drogen sind. Die Suchtgefahr ist durch diesen Umstand natürlich erhöht!
Alkohol erzeugt bei vielen deutlich mehr Euphorie, als es Benzodiazepine tun.

Es gibt jedoch auch einige negative Stimmen – auf viele Konsumenten wirkt Flualprazolam deutlich weniger stimmungsaufhellend / euphorisch als Alprazolam, diese würden Alprazolam der Fluor-substituierten Version deutlich vorziehen.
Einig sind sich die meisten Menschen, dass es deutlich weniger euphorisch & hypnotisch als bspw. Clonazolam oder Flunitrazolam (Rohypnol) ist.

 

Flualprazolam Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Motorische Schwierigkeiten
  • Schwindel
  • In zu hohen Dosierungen sind Blackouts möglich
  • Sehr hohes Suchtpotential und schlimmer, lebensgefährlicher Entzug – Um von einer Benzodiazepin Abhängigkeit weg zu kommen sollte der Konsument den Wirkstoff runterdosieren („Warmer Entzug“), bevor er die Einnahme komplett unterlässt („Kalter Entzug“).
    Ein Schema, wie man mit bekannten Benzos am besten ausschleicht, findet sich hier.
    http://www.benzo.org.uk/german/bzsched.htm
  • Gefühlslosigkeit
  • Hangover / Kater am nächsten Tag – Der Benzodiazepin Kater ist ähnlich dem des Alkohols, meist jedoch deutlich schwächer ausgeprägt.
    Müdigkeit, Gereiztheit, schlechte Laune und Kopfschmerzen sind mögliche Symptome – bei normalen Dosierungen sollten diese aber nicht oder nur schwach auftreten.
  • Paradoxe Effekte möglich – Dieser Effekt tritt bei einem sehr kleinen Teil der Benzodiazepin Konsumenten auf, werden öfter größere Mengen an Benzos eingenommen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit dieses Phänomen zu erleben aber.
    Es handelt sich um eine paradoxe Reaktion auf die Wirkung – das heißt die Angst wird verstärkt, Schlaflosigkeit und Aggressivität tritt ein, bei Epileptikern können sogar Krampfanfälle auftreten.
  • Bei Abhängigkeit und längerem regelmäßigen Konsum können Aggressionen, Vergesslichkeit, starke Enthemmung und Gereiztheit auftreten.

Verglichen mit anderen Benzodiazepinen wird Flualprazolam von vielen Konsumenten als potentiell sehr gefährlich empfunden. Es ist extrem potent und die Wirkung wird oft nicht so sehr wahrgenommen, obwohl sie bereits stark vorhanden ist, wodurch die Gefahr von unvernünftigem Nachlegen steigt.
Für Anfänger im Bereich dieser Substanzklasse ist diese Droge also nicht geeignet.

Wegen der sehr hohen Potenz dieser Substanz sollten nur Experten mit dem Reinstoff hantieren!
Am besten, es werden Handschuhe genutzt, evtl. sogar ein Mundschutz. Volumetrisches dosieren (also das Lösen der Substanz in einem Lösemittel, welches mit einer Dosierspritze genau abgemessen wird) ist absolut notwenig und die einzige Möglichkeit, die Reinsubstanz sicher dosieren zu können!
Unbeabsichtigtes Verschlucken oder Einatmen des Pulvers kann zu einer starken Wirkung, Blackouts und dadurch auch dem Tode führen!

Der Konsument kann sich nüchtern fühlen, obwohl er eigentlich schon viel Wirkstoff intus hat. Dadurch legen Unerfahrene weitere Tabletten nach und können so einen Blackout erleben.
Man darf auf keinen Fall nachlegen obwohl die Wirkung eigentlich schon stark genug ist, nur weil man sie nicht so sehr spürt!

Benzodiazepine wirken sehr subtil und sind nicht zur Berauschung geeignet.
Das Spaß-Potential ist sehr gering!

Das Suchtpotential ist das größte Problem von diesen Substanzen – da sie so alltagstauglich sind, lässt sich täglicher Konsum leicht in ein normales Leben integrieren.
Gerade Angstpatienten werden schnell abhängig von Downern!
Täglicher Konsum führt immer zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit, die Entzugssymptome können nach Absetzen des Wirkstoffes extrem unangenehm sein und ohne ärztliche Aufsicht sogar tödlich verlaufen.

Die Wirkungen dieser Substanzen werden beim Entzug ins Gegenteil umgekehrt.
Krampfanfälle können eintreten, Panikattacken und Angstzustände, Schlaflosigkeit und sogar Halluzinationen. Der Entzug ist von der Intensität durchaus mit dem von Heroin zu vergleichen und er hält deutlich länger an!
Um diese heftigen Absetzerscheinungen zu verhindern müssen Benzodiazepine ausgeschlichen bzw. abdosiert werden.

 

Konsumformen / Applikationswege

Die übliche Konsumform ist der orale Konsum.

Auch der sublinguale Konsum, also das Aufnehmen des Wirkstoffes über die Mundschleimhaut, ist verbreitet, indem die Tablette unter der Zunge gelassen wird.
Die Wirkung setzt so oft etwas schneller ein.

Nasaler Konsum funktioniert zwar ebenfalls, ist jedoch unnötig, da die Bioverfügbarkeit oral bereits hoch genug ist. Die Intranasale Aufnahme ist natürlich schädlich für die Nasenschleimhaut, weswegen hiervon klar abzuraten ist.
Besonders das „Ziehen“ von zerkleinerten Flualprazolam Tabletten ist sehr schädlich und kann zu unangenehmen und gefährlichen Ablagerungen von Tablettenfüllstoffen in Nase und Lunge führen!

Theoretisch könnte auch der rektale und intravenöse Konsum funktionieren, von diesem Konsummethoden ist jedoch auch abzuraten. Gerade der IV Konsum ist höchst riskant und schädlich (Abszess-Gefahr)!

 

Flualprazolam Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.
Dort findet sich auch eine Anleitung zum volumetrischen Dosieren, also dem Lösen der Substanz in einem Lösemittel.
Dies ist nötig, wenn man die Reinsubstanz und nicht fertige Pillen erhält.

Bei Benzodiazepinen gibt es eine starke Toleranzentwicklung, an Benzos Gewöhnte benötigen eventuell deutlich höhere Mengen.

Oral

  • Erste Effekte ab: 0,1-0,2mg
  • Leichte Wirkung: 0,2-0,4mg
  • Normal: 0,4-1mg
  • Starke Wirkung: 1-2,5mg
  • Sehr starke Wirkung: 2mg+

Die Substanz wird als etwa doppelt so potent wie Alprazolam beschrieben, manche sprechen auch von einer drei mal so hohen Potenz.

 

Flualprazolam Wirkzeit

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 15-60 Minuten
  • Hauptwirkung: 5-8 Stunden
  • Afterglow: 1-12 Stunden

 

Rechtsstatus von Flualprazolam

In Deutschland unterliegt diese Substanz bislang weder dem BtMG, dem Arzneimittelgesetz noch dem Neue Psychoaktive Substanzen Gesetz und ist damit noch legal, wobei auf einen Verstoß gegen das AMG plädiert werden könnte.

Noch ist mir kein Land bekannt, in dem dieses Benzodiazepin explizit illegalisiert ist, lediglich in Ländern mit Stoffgruppenverboten könnte es illegal sein.

 

Toleranzentwicklung

Jede Einnahme dieser Droge lässt die Toleranz steigen.
Es dauert etwa 3-5 Tage bis sich diese halbiert, nach 1-2 Wochen sollte die Toleranz wieder abgebaut sein.
Diese Zeit verlängert sich deutlich, wenn das Benzodiazepin täglich über einen längeren Zeitraum konsumiert wurde! Es kann einige Tage dauern bis der Stoff und alle aktiven Metaboliten aus dem Körper ausgeschieden wurden.

Die Toleranz scheint sich weniger schnell als bei Clonazola und Flubromazolam aufzubauen.

 

Halbwertszeit

Es liegen keine wissenschaftliche Daten zur HWZ vor, sie wird jedoch auf 12-18 Stunden geschätzt und liegt damit im Mittelfeld, verglichen mit anderen Thienodiazepinen / Benzodiazepinen.

 

Pharmakologie

Auch hierzu gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, wegen der Wirkung ist jedoch davon auszugehen, dass die Substanz GABA-erg wirkt.

 

Löslichkeit

Uns liegen keine Daten zur Löslichkeit von Flualprazolam vor, solltet ihr welche haben, hinterlasst doch ein Kommentar oder schickt eine Mail!

Vermutlich ist es schlecht in Wasser und gut in Propylenglykol und Ethanol löslich.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

  • Downer: Der Mischkonsum von Benzodiazepinen mit anderen Downern wie Alkohol, Opioiden oder GBL ist lebensgefährlich.
    Es kann leicht zu einer Atemdepression kommen!
    Ein großer Teil aller Drogentode geschahen aufgrund des Mischkonsums von Downern miteinander.
    Da Downer im Mischkonsum sehr stark enthemmend wirken, kann der Konsument seine Vorsicht und Vernunft temporär verlieren und immer weiter Nachlegen, bis eine gefährliche Überdosierung eingenommen wurde.
    Die Gefahr auf Blackouts ist bei dem Mischkonsum von Benzodiazepinen mit Downern außerdem sehr stark erhöht, in diese Blackouts kann der Berauschte sich oder andere verletzen und auch immer weiter nachlegen, bis eine körperlich gefährliche Überdosis erreicht ist.
  • Upper: Kann eine erhöhte Kreislaufbelastung bedeuten!
    Desweiteren ist diese Kombination sehr gefährlich, weil die sedierende Wirkung von Benzos unterdrückt wird. Dadurch kann der Konsument nicht mehr abschätzen, wie berauscht er bereits ist und legt eventuell nach, bis er eine Überdosis einnahm!
  • Psychedelika: Benzodiazepine schwächen die Wirkung von Psychedelika ab und werden auch in Krankenhäusern bei Panikattacken, die durch psychedelische Drogen ausgelöst wurden, eingesetzt.
  • Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Vorsicht, lebensgefährlich! Auch hier kann es zu einer Atemdepression kommen, die Gefahr auf Blackouts ist auch drastisch erhöht.
    Die Wirkungen dieser beiden Stoffklassen können sich unvorhersehbar und gefährlich potenzieren.
  • Cannabis: Die Wirkungen verstärken sich gegenseitig, es gibt keine gefährlichen Wechselwirkungen.

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