Flubromazepam – Hypnotisches Research Chemical Benzodiazepin mit langer HWZ

Flubromazepam – Research Chemical Benzodiazepin mit sehr langer Halbwertszeit

Flubromazepam ist ein 1960 erstmals synthetisiertes Benzodiazepin, über Flubromazepamdessen Konsum es keine Informationen gab, bis es seit Ende 2012 in Research Chemicals Shops als neue psychoaktive Substanz angeboten wird.

Die medizinischen Wirkungen von Flubromazepam wurden von keinem Pharmaunternehmen erforscht und es wurde nie als Medikament eingesetzt, weshalb es, vor seinem Erscheinen im Designerdrogen-Markt, in keinem Land dem Arzneimittelgesetz unterstellt war.

Flubromazepam ist ein nahes Analog von Phenazepam, das Chlorin-Atom von Phenazepam wurde durch ein Fluorin-Atom ersetzt.
Es ist auch verwandt mit Bromazepam, Triazolam, Pyrazolam und weiteren Benzodiazepinen.
Es existiert außerdem ein von Flubromazepam abgeleitetes, noch potenteres Benzodiazepin namens Flubromazolam!

Flubromazepam Isomer
Alternativer Flubromazepam Isomer

Es gibt den Verdacht, dass ein Isomer von Flubromazepam, nämlich 5-(2-bromophenyl)-7-fluoro-1,3-dihydro-2H-1,4-benzodiazepin-2-one unter dem selben Namen wie der Haupt-Isomer dieser Substanz.
Über die pharmakologischen Eigenschaften des alternativen Isomers ist nichts bekannt.

Es existieren einige Userberichte darüber, dass wirkungslose Batches Flubromazepam in Umlauf sein sollen.
So wohl die Reinsubstanz als Pulver als auch die gepressten Tabletten mit üblicherweise 4mg, 5mg oder 8mg Wirkstoff wurden von einigen Konsumenten schon als wirkungslos berichtet.
In den letzten Monaten (Ende 2015 bis 2016) scheinen diese Meldungen seltener geworden zu sein.

IUPAC: 7-Bromo-5-(2-fluorophenyl)-1,3-dihydro-1,4-benzodiazepin-2-one

Summenformel: C15H10BrFN2O

Molekulare Masse: 333.16 g/mol

Schmelzpunkt: ~191°C, Siedepunkt: ~465°C

Es gibt sehr wenige Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen zu dieser Substanz.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über Metizolam entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von Flubromazepam

  • Sedation (schlaffördernd, beruhigend) – Flubromazepam ist verglichen mit anderen Benzodiazepinen sehr stark sedierend (schlaffördernd).
    In hohen Dosierungen soll es sogar schlaferzwingend sein, eine Eigenschaft die nicht viele Benzos haben.
    Laut Userberichten fühlt sich die sedierende Komponente von Flubromazepam so an, als wär man bereits lange wach und sehr energielos.
  • Angstlösend (anxiolytisch) – Auch die angstlösende Komponente steht bei dieser Substanz eher im Vordergrund und ist recht stark ausgeprägt.
  • Hypnotisch – Flubromazepam ist ein sehr stark hypnotisches Benzodiazepin, laut vielen Usern ist dies die Hauptwirkung dieses Benzos.
    Hypnotische Benzodiazepine haben höheres Missbrauchspotential als rein angstlösende oder muskelrelaxierende bspw., was auch bedeutet dass die Suchtgefahr erhöht ist, da die Wirkung oft als angenehmer und spürbarer als bei anderen Benzos empfunden wird.
  • Muskelrelaxierend – Entspannung der Muskeln, krampflösend – muskelrelaxierend ist Flubromazepam zwar, dies wird aber oftmals als die am schwächsten ausgeprägte Wirkkomponente gesehen.
    Für den Zweck der Muskelrelaxierung sollte also, wenn überhaupt ein Benzo von Nöten ist, besser ein anderes Benzodiazepin eingenommen werden.
  • Eventuell leichte Euphorie
  • Lindert Übelkeit und Magenkrämpfe
  • Enthemmung – In sehr hohen Dosierungen oder im Mischkonsum mit anderen Downern (wie Alkohol oder Opioiden – Vorsicht, lebensgefährliche Atemdepression möglich, siehe Überschrift „Mischkonsum und gefährliche Kombinationen“) kann es zu stark Enthemmung kommen, die dazu führen kann dass der Konsument sich oder andere verletzt oder dass er nachlegt, bis eine lebensgefährliche Überdosis eingenommen wurde.

Flubromazepam wird von den meisten Konsumenten als überdurchschnittlich hypnotisches, entspannendes und beruhigendes Benzo beschrieben.
Verglichen wird die Wirkung oftmals mit der von Diazepam (auch aufgrund der sehr langen Halbwertszeit).
Es handelt sich hier um ein sehr beliebtes Research Chemical Benzodiazepin – weswegen es in Deutschland auch dem BtMG unterstellt wurde (siehe Überschrift „Rechtsstatus von Flubromazepam“).

Da die Wirkung eher langsam einsetzt (siehe die Überschrift „Wirkzeit“), wird Flubromazepam von einigen Konsumenten als sanfter (verglichen mit anderen RC-Benzos wie Clonazolam oder Flubromazolam) empfunden.
Tatsächlich ist es aber ein sehr stark sedierendes, hypnotisches Benzodiazepin, das in höheren Dosierungen Schlaf auch erzwingen und einen starken lethargischen Erschöpfungszustand auslösen kann.

Da es bei Flubromazepam vergleichsweise lange dauert, bis nach Einnahme die Wirkung eintritt, ist es nicht als Notfallmedikament gegen Panikattacken oder Krampfanfälle geeignet, auch wenn durchaus eine starke angstlösende Wirkung verspürt werden kann.

 

Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu medizinischen oder berauschenden Zwecken war, bevor diese Droge seit wenigen Jahren als Research Chemical verkauft wird, kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Motorische Schwierigkeiten
  • Schwindel
  • In zu hohen Dosierungen sind Blackouts möglich
  • Sehr hohes Suchtpotential und schlimmer, lebensgefährlicher Entzug – Aufgrund der langen Halbwertszeit von Flubromazepam setzen die Entzugssymptome sehr langsam ein und halten dann eine lange Zeit an.
    Um von einer Flubromazepam Abhängigkeit weg zu kommen sollte der Konsument den Wirkstoff runterdosieren („Warmer Entzug“), bevor er die Einnahme komplett unterlässt („Kalter Entzug“).
    Ein Schema, wie man mit bekannte Benzos am besten ausschleicht, findet sich hier.
    http://www.benzo.org.uk/german/bzsched.htm
  • Gefühlslosigkeit
  • Hangover / Kater am nächsten Tag – Der Benzodiazepin Kater ist ähnlich dem des Alkohols, meist jedoch deutlich schwächer ausgeprägt.
    Müdigkeit, Gereiztheit, schlechte Laune und Kopfschmerzen sind mögliche Symptome – bei normalen Dosierungen sollten diese aber nicht oder nur schwach auftreten.
  • Paradoxe Effekte möglich – Dieser Effekt tritt bei einem sehr kleinen Teil der Benzodiazepin Konsumenten auf, werden öfter größere Mengen an Benzos eingenommen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit dieses Phänomen zu erleben aber.
    Es handelt sich um eine paradoxe Reaktion auf die Wirkung – das heißt die Angst wird verstärkt, Schlaflosigkeit und Aggressivität tritt ein, bei Epileptikern können sogar Krampfanfälle auftreten.
  • Bei Abhängigkeit und längerem regelmäßigen Konsum können Aggressionen, Vergesslichkeit, starke Enthemmung und Gereiztheit auftreten.
  • Verwirrtheit

Der Konsument kann sich nüchtern fühlen, obwohl er eigentlich schon viel Wirkstoff intus hat. Dadurch legen Unerfahrene weitere Tabletten nach und können so einen Blackout erleben.
Man darf auf keinen Fall nachlegen obwohl die Wirkung eigentlich schon stark genug ist, nur weil man sie nicht so sehr spürt!

Benzodiazepine wirken sehr subtil und sind nicht zur Berauschung geeignet.
Das Spaß-Potential ist sehr gering!

Das Suchtpotential ist das größte Problem von diesen Substanzen – da sie so alltagstauglich sind, lässt sich täglicher Konsum leicht in ein normales Leben integrieren.
Gerade Angstpatienten werden schnell abhängig von Downern!
Täglicher Konsum führt immer zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit, die Entzugssymptome können nach Absetzen des Wirkstoffes extrem unangenehm sein und ohne ärztliche Aufsicht sogar tödlich verlaufen.

Die Wirkungen dieser Substanzen werden beim Entzug ins Gegenteil umgekehrt.
Krampfanfälle können eintreten, Panikattacken und Angstzustände, Schlaflosigkeit und sogar Halluzinationen. Der Entzug ist von der Intensität durchaus mit dem von Heroin zu vergleichen und er hält deutlich länger an!
Um diese heftigen Absetzerscheinungen zu verhindern müssen Benzodiazepine ausgeschlichen bzw. abdosiert werden.

 

Konsumformen / Applikationswege

Die übliche Konsumform ist der orale Konsum.

Auch der sublinguale Konsum, also das Aufnehmen des Wirkstoffes über die Mundschleimhaut, ist verbreitet, indem die Tablette unter der Zunge gelassen wird.
Die Wirkung setzt so oft etwas schneller ein.

Inhalativer Konsum von Flubromazepam (also das Vaporisieren und inhalieren des Dampfes) ist theoretisch möglich wenn es sich um die Freebase-Form des Stoffes handelt, diese Konsumform ist allerdings stärker suchterzeugend als oraler Konsum und extrem schädlich, da der Dampf von Benzodiazepinen üblicherweise sehr krebserregend (karzinogen) ist.
Auch abgesehen von der karzinogenen Wirkung wird die Lunge enorm belastet.
Erfahrungsberichte über Flubromazepam inhalativ gibt es nicht zu finden.
Vom inhalativen Konsum ist nur abzuraten!

Flubromazepan IV (intravenös) ist, ebenso wie inhalativer Konsum, theoretisch möglich aber extrem schädlich für die Venen und deutlich suchterzeugender als oraler Konsum.
Da die Bioverfügbarkeit oral vermutlich ebenso gut ist wie intravenös lohnt sich diese Konsumform nicht, von ihr ist stark abzuraten.
Es existieren keine Erfahrungsberichte über Flubromazepam intravenös im Internet.

 

Flubromazepam Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.
Dort findet sich auch eine Anleitung zum volumetrischen Dosieren, also dem Lösen der Substanz in einem Lösemittel.
Dies ist nötig, wenn man die Reinsubstanz und nicht fertige Pillen erhält.

Bei Benzodiazepinen gibt es eine starke Toleranzentwicklung, an Benzos Gewöhnte benötigen eventuell deutlich höhere Mengen.

Oral / sublingual:

  • Erste Effekte ab: 0,5-2mg
  • Leichte Wirkung: 2-4mg
  • Normal: 3-6mg
  • Starke Wirkung: 6-12mg
  • Sehr starke Wirkung: 12mg+

 

Wirkzeit & Halbwertszeit

Die biologische Halbwertszeit von Flubromazepam ist 106 Stunden, damit ist diese Substanz extrem lange im Körper und zählt zu den langwirkenden Benzodiazepinen.

Aufgepasst:
Nach 106 Stunden ist immer noch erst die Hälfte der eingenommenen Menge an Flubromazepam abgebaut (bei einer Einnahme von 5mg sind also bspw. noch 2,5mg im Körper), nach weiteren 106 Stunden ist dann wiederum die Hälfte der Menge abgebaut, die noch im Körper war (um bei dem Beispiel zu bleiben: Es sind dann noch 1,25mg übrig).

Es kann also bei höheren Dosierungen mitunter Wochen dauern, bis keine aktive Menge des Wirkstoffes mehr im Körper ist!

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 45-90 Minuten
  • Höhepunkt der Wirkung erreicht nach: 3-8 Stunden (nach Einnahme)
  • Hauptwirkung: 6-12 Stunden
  • Afterglow: 24-48 Stunden

Sublingual:

  • Wirkungseintritt nach: 15-60 Minuten
  • Höhepunkt der Wirkung erreicht nach: 2-7 Stunden (nach Einnahme)
  • Hauptwirkung: 6-12 Stunden
  • Afterglow: 24-48 Stunden

 

Rechtsstatus von Flubromazepam

Seit der 30. BtMG Änderung vom 21.11.2015 unterliegt Flubromazepam in Deutschland der Anlage 2 des BtMG (Betäubungsmittelgesetz) und ist damit verboten.

Ansonsten ist es in den meisten anderen Ländern weltweit noch nicht verboten, in Ländern mit Analog-Gesetzen kann es wegen Ähnlichkeit zu bekannten Benzodiazepinen unter ein Arzneimittelgesetz-ähnliches Gesetz fallen.
Explizit verboten ist es abgesehen von Deutschland nur noch in Canada.

 

Toleranzentwicklung

Jede Einnahme dieser Droge lässt die Toleranz steigen, eine einzelne Einnahme von einer normalen Dosis aber nur relativ gering.
Es dauert etwa 3-5 Tage bis sich diese halbiert, nach 1-2 Wochen sollte die Toleranz wieder abgebaut sein.
Diese Zeit verlängert sich deutlich, wenn das Benzodiazepin täglich über einen längeren Zeitraum konsumiert wurde! Es kann einige Tage oder gar Wochen dauern bis der Stoff und alle aktiven Metaboliten aus dem Körper ausgeschieden wurden.

 

Pharmakologie

Es gibt keinerlei Studien über die Pharmakologie von Flubromazepam, diese Angaben basieren demnach auf Vermutungen wegen der Wirkung und der Ähnlichkeit zu anderen Benzodiazepinen.

Wie bei anderen Benzos wird die Wirkung dadurch erzeugt, dass Flubromazepam an den GABA-Rezeptoren (also GABA-erg) wirkt.

 

Flubromazepam Löslichkeit

Flubromazepam ist nur schlecht wasserlöslich.
Es lösen sich bei Zimmtertemperatur etwa 22,3mg Wirkstoff pro Liter Wasser.
Für volumetrische Dosierung ist Wasser also ungeeignet, zumal die Haltbarkeit in einer wässrigen Lösung nur gering ist, die Lösung kann nach wenigen Tagen schlecht oder die Substanz inaktiv werden!

Die Löslichkeit von Flubromazepam in Ethanol beträgt etwa 10mg/ml, in DMSO und Dimethyl Formamid (DMF) beträgt sie etwa 25mg/ml.

Genaue wissenschaftliche Daten zur Lösbarkeit in Propylenglycol (PG) gibt es nicht, laut Userberichten sollten sich bei Zimmertemperatur aber etwa 4-8mg/ml lösen.
Unter Zugabe von etwas Hitze und durch Umrühren sollen sich bis zu 10-20mg/ml lösen können.
Um eine gleichmäßige Lösung zu garantieren sollte man die Wirkstoffkonzentration allerdings etwas geringer ansetzen, 2-4mg Flubromazepam sollten sich problemlos pro ml Propylenglycol lösen.

 

Nachweisbarkeit

Flubromazepam und seine Metaboliten sind (je nach Dosis und Person) 2-4 Wochen nach einmaligem Konsum im Urin oder im Blut nachweisbar.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

  • Downer: Der Mischkonsum von Benzodiazepinen mit anderen Downern wie Alkohol, Opioiden oder GBL ist lebensgefährlich.
    Es kann leicht zu einer Atemdepression kommen!
    Ein großer Teil aller Drogentode geschahen aufgrund des Mischkonsums von Downern miteinander.
    Da Downer im Mischkonsum sehr stark enthemmend wirken, kann der Konsument seine Vorsicht und Vernunft temporär verlieren und immer weiter Nachlegen, bis eine gefährliche Überdosierung eingenommen wurde.
    Die Gefahr auf Blackouts ist bei dem Mischkonsum von Benzodiazepinen mit Downern außerdem sehr stark erhöht, in diese Blackouts kann der Berauschte sich oder andere verletzen und auch immer weiter nachlegen, bis eine körperlich gefährliche Überdosis erreicht ist.
  • Upper: Kann eine erhöhte Kreislaufbelastung bedeuten!
    Desweiteren ist diese Kombination sehr gefährlich, weil die sedierende Wirkung von Benzos unterdrückt wird. Dadurch kann der Konsument nicht mehr abschätzen, wie berauscht er bereits ist und legt eventuell nach, bis er eine Überdosis einnahm!
  • Psychedelika: Benzodiazepine schwächen die Wirkung von Psychedelika ab und werden auch in Krankenhäusern bei Panikattacken, die durch psychedelische Drogen ausgelöst wurden, eingesetzt.
  • Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Vorsicht, lebensgefährlich! Auch hier kann es zu einer Atemdepression kommen, die Gefahr auf Blackouts ist auch drastisch erhöht.
    Die Wirkungen dieser beiden Stoffklassen können sich unvorhersehbar und gefährlich potenzieren.
  • Cannabis: Die Wirkungen verstärken sich gegenseitig, es gibt keine gefährlichen Wechselwirkungen.

 

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