Homomazindol – Research Chemical Upper – nicht im Neue Psychoaktive Substanzen Gesetz

Homomazindol – Research Chemical Upper der nicht dem Neue Psychoaktive Substanzen Gesetz unterliegt

Homomazindol ist ein Upper und Analog des medizinisch verwendeten Mazindol, das Homomazindolseit nicht allzu langer Zeit als Research Chemical verkauft wird.
Es ist ein Benzylamin mit einem ähnlichen Wirkmechanismus wie Amphetamin (Speed), 2-FA, Ethylphenidat & co. – es wirkt hauptsächlich auf die Dopamin und Noradrenalin Rezeptoren im Gehirn (mehr zum Wirkmechanismus bei der Überschrift „Pharmakologie“).

Homomazindol ist eine sehr unbekannte neue psychoaktive Substanz, selbst verglichen mit anderen Research Chemical Uppern.
In Deutschland & anderen Ländern mit Stoffgruppenverboten gewann Homomazindol deutlich an Aufmerksamkeit, da es nicht unter das Neue Psychoaktive Substanzen Gesetz fällt und damit noch legal ist (zum Zeitpunkt als dieser Artikel verfasst wurde). Es hemmt die Dopamin Wiederaufnahme 60 bis 80 mal stärker als Kokain.

Auch wenn dieses Mazindol Analog von einem Pharmaunternehmen entdeckt wurde, wurde die Wirkung auf den Menschen nur ansatzweise, jedoch nicht ausreichend untersucht.
Die Wirkung unterscheidet sich deutlich von der des Mazindol!
Es gibt nur wenige Berichte über Homomazindol Konsum, die sich teils widersprechen. Manche empfinden die Effekte als sehr positiv, andere hingegen als unanangenehm stimulierend, manche verspüren in normalen Dosierungen fast gar nichts.

Solltet ihr Erfahrungen mit Homomazindol gemacht haben und von Dosis, Wirkung, Nebenwirkungen etc. Berichten könnt, schreibt uns doch bitte ein Kommentar oder eine Mail, sodass wir diese Substanzinfo verbessern können!

Andere Namen: Homomazindol

IUPAC: 6-(4-chlorophenyl)-2,3,4,6-tetrahydro-pyrimido[2,1-a]isoindol-6-ol

Summenformel: C16H13ClN2O

Molekulare Masse: 298,74 g/mol

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von Homomazindol

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

Da Homomazindol in der Research Chemical Szene (noch) nicht allzu starke Verbreitung fand und es recht wenige Erfahrungsberichte gibt, sind die hier angegebenen Wirkungen noch mehr mit Vorsicht zu genießen!

  • Stimulation (Aufputschend, wachmachend)
  • Appetitzügelnd
  • Konzentrations- und Leistungssteigerung
  • Aphrodisierend – Steigerung der sexuellen Lust und Verzögerung des Orgasmus
  • Gesteigerter Rededrang – Ein sogenannter „Laberflash“
  • Euphorisch
  • Gesteigertes Selbstbewusstsein
  • Verbesserte Wahrnehmung von Musik
  • Eventuell antidepressiv – Laut einem Bericht, ist also nicht gesichert!

Es gibt nur wenige Erfahrungsberichte zu Homomazindol, deswegen können wir die Wirkung nicht mit Sicherheit & nicht ausreichend genau angeben.
Die Effekte können deutlich anders ausfallen, als hier beschrieben!

Insgesamt ist die Wirkung dieser Substanz laut jetzigem Wissensstand nicht allzu empfehlenswert, wenn es um den Konsum zu Rauschzwecken geht.

Manchmal werden die Effekte mit denen von Methylphenidat (Ritalin) verglichen, ein Konsument vergleicht sie mit einer niedrigen Dosis Atomoxetin (ein Medikament gegen AD(H)S).
Oft wird sie als nicht sehr euphorisch empfunden, oder die Euphorie findet nur kurz nach dem Konsum statt und hört schnell wieder auf.
Nach der Hauptwirkung, die oft nur 3 Stunden hält, wird von einer unangenehmen, nervösen Nachwirkung / Reststimulation berichtet, die 2-3 Stunden anhält.

Bei einer Person fühlte sich der Rausch „kalt“ und nervös an, was aber auch an zu hoher Dosis gelegen haben konnte.

Es wurde schon davon berichtet, dass am Tag nach dem Konsum von Homomazindol antidepressive Effekte spürbar waren, was sehr untypisch für Stimulanzien wäre.

Homomazindol Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist nur wenig bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Abhängigkeitspotential vorhanden, es ist etwa ähnlich wie bei Amphetamin!
  • Sehr unangenehmer Kater & Comedown (zu deutsch Runterkommen) – Wenn hoch dosiert oder oft nachgelegt wird, wird der Kater am nächsten Tag und das Runterkommen wenn die Wirkung abflacht deutlich unangenehmer
  • Dehydration
  • Steigerung des Blutdrucks
  • Unterdrückung der Körperfunktionen (z.B. Harndrang, Hunger & Durst)
  • Übelkeit & Magenprobleme – Erst recht bei höheren Dosierungen, regelmäßigem Konsum oder wenn oft nachgelegt wird.
  • Paranoia & psychotische Phasen („Drogenpsychose“) möglich, vor allem bei Überdosierung & regelmäßigem Konsum – Eine durch regelmäßigen, hochdosierten Upper Konsum ausgelöste Psychose tritt recht häufig ein und laut einer Studie können sich 5-15% der betroffenen Personen nie komplett von ihrer Krankheit erholen (d.h. haben bis an ihr Lebensende noch hin und wieder psychotische Symptome).
    Dementsprechend vorsichtig ist mit Uppern umzugehen – zu häufiger, exzessiver Konsum wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit heftige Probleme verursachen!
  • Craving, also Gier nach der Substanz (Deswegen wird oft nachgelegt)
  • Kalte Hände & Füße
  • Erweiterung der Pupillen
  • Sexuelle Dysfunktion möglich
  • Neurotoxizität / Kardiotoxizität ist möglich, aber nicht bestätigt
  • Verengung der Blutgefäße (Vasokonstriktion)
  • Zähneknirschen und Kieferkrämpfe („kiefern“, „Kieferkicks“, „Mundgulasch“)
  • Kurzatmigkeit
  • Schweißausbrüche
  • Unangenehmer Körper- und Mundgeruch – tritt vor allem beim Konsum von höheren Dosierungen auf.
  • Unangenehmer Bodyload („aufgeladenes“ Körpergefühl) – Vor allem bei hohen Dosierungen

Um der Dehydration entgegen zu wirken und eine Beschädigung der Nieren zu verhindern muss genug getrunken werden (etwa 250-500ml Wasser pro Stunde)!

Es wird über nervöse Nebenwirkungen berichtet, die manchmal nach der Hauptwirkung noch einige Stunden anhalten.
Außerdem gibt es einen Bericht über stärkere Übelkeit, verglichen mit anderen Stimulanzien.
Ansonsten scheinen die Nebenwirkungen ähnlich wie bei Methylphenidat, Amphetamin & co. ausgeprägt zu sein.

Da es so wenige Erfahrungsberichte gibt, können die Nebenwirkungen & Risiken nicht mit Sicherheit angegeben werden. Es kann noch zu weiteren, hier nicht genannten Nebenwirkungen kommen! Hinterlasst, wenn ihr solche erfahrt, doch bitte ein Kommentar / eine Mail hier, sodass andere gewarnt werden können!

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist es, Homomazindol oral zu konsumieren. Hierfür sollte man wegen der niedrigen Dosierung eine Lösung herstellen und volumetrisch dosieren. Hinweise hierzu bei unserem Safer-Use Artikel!
Alternativ wird die Substanz manchmal auch als fertiger Mix (also Verreibung mit einem Streckmittel) verkauft, sodass auch mit einer Feinwaage dosiert werden kann.

Auch der nasale Konsum wird praktiziert, hier muss man niedriger dosieren, da der Stoff so anscheinend etwas besser aufgenommen wird.
Die empfindliche Nasenschleimhaut kann durch das Schnupfen von Substanzen stark beschädigt werden und es kommt wohl zu einem unangenehmen Brennen!

Theoretisch könnte auch der rektale, intravenöse und sublinguale Konsum möglich sein, über diese Applikationswege ist uns bei Homomazindol jedoch nichts bekannt, da es nur sehr wenige Erfahrungsberichte gibt.
Vom intravenösen Konsum ist dringend abzuraten, es kann hier extreme Nebenwirkungen geben, bis hin zur Armamputation!

Homomazindol Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Da es sich bei Homomazindol um eine noch so unbekannte, selten konsumierte Substanz handelt, sind die Dosisangaben nur mit großer Vorsicht zu genießen. Sie basieren auf den wenigen veröffentlichten Erfahrungsberichten.
Es muss mit sehr niedriger Dosis begonnen werden! Wir würden uns sehr über Kommentare / Mails von euch freuen, solltet ihr Erfahrungen mit der Dosierung & Wirkung gemacht haben.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 0,5-2mg
  • Leichte Wirkung: 1-3mg
  • Normal: 2-10mg
  • Starke Wirkung: 7-20mg
  • Sehr starke Wirkung: 15mg+

 

Homomazindol Wirkzeit

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 20-60 Minuten
  • Hauptwirkung:3-6 Stunden
  • Afterglow: 4-24 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 2-30 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-6 Stunden
  • Afterglow: 4-24 Sstunden

 

Rechtsstatus von Homomazindol

In Deutschland unterliegt Homomazindol bislang weder dem BtMG (Betäubungsmittelgesetz), dem AMG (Arzneimittelgesetz) noch dem Neue Psychoaktive Substanzen Gesetz und ist damit noch legal.

Ebenso wird es in den meisten anderen Ländern weltweit aussehen, in Ländern mit Analog- und Stoffgruppenverboten könnte es jedoch illegal sein (wegen der Nähe zu Mazindol).

Toleranzentwicklung

Die Toleranz entwickelt sich bei Homomazindol wohl wie bei anderen Stimulanzien auch. Jeder einzelne Konsum lässt die Toleranz steigen, nach 3-7 Tagen ist sie wieder auf Null reduziert.
Bei regelmäßigerem / höher dosierten Konsum kann die Toleranz auch deutlich länger bestehen bleiben.

Es gibt eine Kreuztoleranz mit anderen dopaminergen, adrenergen Stimulanzien (wie Amphetamin, Methylphenidat, 2-FA, Ethylphenidat, 4-FA & co.).

 

Homomazindol Pharmakologie

Es handelt sich hier um einen starken Noradrenalin und Dopamin Wiederaufnahmehemmer, die Bindungsaffinität beträgt 10,7.
Das Verhältnis der Wiederaufnahmehemmung von Noradrenalin zu Dopamin beträgt 1:8, das heißt es hat eine deutlich stärkere Wirkung auf die Dopamin Rezeptoren als auf die Noradrenalin Rezeptoren.
Es wirkt wohl auch als leichter Serotonin Wiederaufnahmehemmer.

Es gibt keine ausreichenden wissenschaftlichen Untersuchungen zum Wirkmechanismus von Homomazindol.

 

Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun die eine oder die andere Substanz vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

Uns sind leider keine Infos zur Reaktion dieses Mazindol Analogs auf Testing Reagents bekannt. Solltet ihr welche haben, hinterlasst ein Kommentar oder schreibt uns eine Mail!

 

Löslichkeit

Uns ist bislang nichts zur Löslichkeit von Homomazindol bekannt, auch hier bitten wir euch um Kommentare / Mail, solltet ihr welche haben.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.
Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.
Da es so wenige Konsumberichte zu Homomazindol gibt, ist hier gesondert vom Mischkonsum abzuraten! Es kann bislang unbekannte Risiken geben!

  • Andere Stimulanzien: Der Mischkonsum von verschiedenen Stimulanzien ist potentiell sehr gefährlich, da der Blutdruck und die Herzfrequenz stark erhöht und auch die Nebenwirkungen wie Dehydration verstärkt werden.
    Die Wirkung kann sich unvorhersehbar potenzieren und es kann gefährliche Wechselwirkungen (wie starke Neurotoxizität oder ein Serotonin-Syndrom) geben, man muss sich also genauestens über jede einzelne Kombination informieren, die man einnehmen will!
  • 25X-NBOMe, 25x-NBF & co.: Die Amphetamin-Analoge von psychedelischen Phenethylaminen, wie 25x-NBOMe, 25x-NBF etc. sind an sich schon aufputschend und stimulierend und wirken stark auf die Herzfrequenz und den Blutdruck.
    Der Mischkonsum von Stimulanzien mit diesen Psychedelika ist lebensgefährlich!!
  • Psychedelika: Auch bei anderen Psychedelika kann es im Mischkonsum mit Stimulanzien zu Komplikationen mit dem Blutdruck und Kreislauf kommen.
    Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen, da die Upper Paranoia verstärken und die Gefahr auf einen Badtrip erhöhen. Auf keinen Fall kombinieren!
  • DXM & andere Dissoziativa: Der Mischkonsum von DXM (und auch anderen Dissoziativa) mit Stimulanzien kann sehr gefährlich sein. Blutdruck und Herzfrequenz werden erhöht und auch hier kann es zu psychischen Problemen (Panikattacken, Badtrip) kommen.
  • Alkohol: Stark gesteigerte Dehydration! Die Wirkung des Alkohols wird durch den Upper unterdrückt, weswegen nicht mehr abgeschätzt werden kann, ob zu viel getrunken wird.
    Dies kann zu einer Alkoholvergiftung, die lebensbedrohlich werden kann, führen.
  • Tramadol, Kratom & andere Opioide: Die Krampfschwelle wird beim Mischkonsum stark gesenkt, weshalb es leicht zu Krampfanfällen kommen kann.
    Bei Tramadol kann es zu einem Serotoninsyndrom kommen, da Tramadol serotonerg wirkt, Homomazindol auch leicht.
  • MDMA & andere Empathogene: Die neurotoxischen Effekte des MDMA werden durch den Mischkonsum mit Uppern verstärkt, der Kater am nächsten Tag wird dadurch deutlich schlimmer.
    Auf keinen Fall kombinieren, da es zu einem Serotoninsyndrom kommen kann! Homomazindol hat eine Wirkung auf die Serotonin Rezeptoren, ebenso wie die Empathogene.
  • MAO-Hemmer: Tödliche Kombination! Vorsicht!
  • Downer: Die Kombination aus Uppern und Downern (wie Benzodiazepinnen, Opioiden, Alkohol & GBL) kann zu einer gefährlichen Kreislaufbelastung führen.
    Die Herzfreguenz und der Blutdruck könnnen erhöht werden.
    Außerdem wird die sedierende Komponente der Downer unterdrückt, weshalb es leicht zu einer Überdosierung kommen kann, weil der Konsument nicht mehr einschätzen kann, wie stark die Wirkung der Downer bereits ist und er deshalb eventuell nachlegt.

Weitere Substanzinfos zu Uppern

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.