Methylon (MDMC / bk-MDMA / M1) – MDMA Ersatz & Research Chemical

Methylon (MDMC / bk-MDMA) – MDMA Ersatz & Research Chemical

Methylon (MDMC / bk-MDMA) ist ein sehr bekanntes Research Chemical das als Methylon (bk-MDMA / MDMC / M1)MDMA Alternative verkauft und auch in einigen Ecstasy Tabletten anstelle von MDMA verwendet wird.
Es hat eine sehr MDMA ähnliche Wirkung, dennoch gibt es deutliche Unterschiede. So ist Methylon deutlich unpotenter als MDMA (man benötigt als höhere Dosierungen für eine vergleichbare Wirkung) und laut einigen Konsumenten fehlt Methylon die Magie, die sie bei MDMA kennen.
Andere User empfinden die Wirkung von Methylon hingegen als ebenso gut wie die von MDMA, selten gibt es sogar Menschen, die MDMC lieber als die „Muttersubstanz“ mögen.

Erstmals synthetisiert wurde MDMC 1996 von Peyton Jacob III und Sasha Shulgin (der wohl berühmteste Forscher im Bereich psychedelischer Substanzen & Auto von TiHKAL & PiHKAL), sie waren auf der Suche nach einem Antidepressivum.
Methylon erhielt jedoch nie eine Zulassung als Antidepressivum und es gab, vor dem Erscheinen auf dem Designerdrogen-Markt, keine Berichte über den menschlichen Konsum dieser Substanz.
Wie der Name schon sagt ist bk-MDMA das Betaketon (β-keton) Analog von MDMA, es ist also sozusagen die Cathinon-Version von MDMA..

Erstmals kam Methylon Ende 2004 auf den grauen Legal Highs Markt und zwar in Form einer Flüssigkeit, die in bunt bedruckten Fläschchen mit dem Namen Explosion gefüllt wurden.
In holländischen Smartshops (bspw. Azarius) wurde dieses Produkt dann online und lokal veräußert.
Es handelte sich bei dieser Flüssigkeit um gelöstes MDMC ohne weitere Wirkstoffe, verkauft wurde Explosion als Raumlufterfrischer.
Bald erschien Methylon dann auch bei den typischen Research Chemical Shops, die es als Reinsubstanz in Salzform oder in Kapseln oder Pillen anbieten.

Methylon 3D MolekülDa die Wirkung von den meisten Konsumenten als recht positiv und nahe an MDMA empfunden wird und der Substanz dementsprechend große Aufmerksamkeit zuteil kam, wurde sie dann recht bald in vielen Ländern weltweit verboten.
Mehr dazu bei der Überschrift „Rechtsstatus von Methylon“!

Wir veröffentlichten bereits einen Artikel über die nahe mit MDMC verwandten neue psychoaktive Substanzen Dimethylon (auch M11 oder bk-MDDMA), Ethylon (E1 oder bk-MDEA) und 5-Methylethylon.

Wegen der serotonergen Wirkung könnte diese Substanz potentiell als Streckmittel, bzw. für die Hersteller billigerer Ersatz für XTC-Pillen verwendet werden.
Um sich als Konsument vor einer solchen Verwechslung zu schützen wenn man unbekannte Ecstasy Tabletten konsumieren will, sollte man diese immer mit einem Drogenschnelltest testen ob tatsächlich MDMA enthalten ist. Gleiches gilt auch für kristallines MDMA.

Methylone liegt üblicherweise als Hydrochlorid Salz vor, die Angaben hier beziehen sich dementsprechen auf MDMC HCl.

Andere Namen: Methylon, Methylone (engl.), M1, MDMC, bk-MDMA, beta-keto-MDMA, Moon Rocks, Explosion

IUPAC: 3,4-methylenedioxy-N-methylcathinon, 3,4-methylenedioxy-N-methylcathinone (engl.), (±)-2-Methylamino-1-(3,4-methylendioxyphenyl)propan-1-on, (±)-2-Methylamino-1-(3,4-methylenedioxyphenyl)propan-1-one (engl.)

Summenformel: C11H13NO3

Molekulare Masse: 207,23 g/mol

Schmelzpunkt: 236-237°C

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von Methylon

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Empathie & Liebe für die Mitmenschen, Gefühl der Geborgenheit – Dies ist die wohl wichtigste Wirkung dieser Substanz. Sie ist (bei den meisten Konsumenten) etwas (bis hin zu deutlich) schwächer als bei MDMA.
  • Stimulation (Aufputschend, wachmachend) – Die stimulierende Komponente ist, verglichen mit anderen Uppern, nur gering ausgeprägt, da die Wirkung hauptsächlich auf der Serotonin-Aktivität beruht (mehr dazu beim Unterpunkt Pharmakologie) und sich in Empathie und Euphorie äußert.
    Sie ist dennoch deutlich spürbar, einige Konsumenten beschreiben sie als ähnlich stark wie die von MDMA ausgelöste, andere berichten sogar von deutlich stärkerer Stimulation.
    Gerade in höheren Dosierungen kann Methylon sehr forcierend aufputschend werden!
  • Appetitzügelnd
  • Konzentrations- und Leistungssteigerung
  • Aphrodisierend – Steigerung der sexuellen Lust und Verzögerung des Orgasmus, in höheren Dosierungen kann es jedoch sehr schwierig werden sich auf den Sex zu konzentrieren und (für den Mann) eine Erektion zu bewahren.
  • Euphorie – bk-MDMA löst etwas weniger starke Euphorie als MDMA aus, von der Stärke her wird diese oft mit Mephedron, 3-MMC, 4-CMC und anderen Cathinonen verglichen, wobei viele Konsumenten sie als geringer als bei Mephedron empfinden.
  • Gesteigerter Rededrang – Ein sogenannter „Laberflash“
  • Verbessertes Musikempfinden – Konsumenten fühlen sich oft eins mit der Musik und können sich beim Tanzen sehr gut auf sie einlassen.
  • Intensivere Licht- und Farbwarhnehmung
  • Intensivierung des Tastsinns – Berührungen, vor allem von anderen Menschen, können sich kribbelnd und besonders angenehm anfühlen
  • Bodyload & Kribbeln im Körper – Dies tritt bei MDMC sehr häufig auf: Ein euphorisierendes Kribbeln, das nach dem Peak der Wirkung meistens deutlich abflacht.
    Je höher die Dosis gewählt wird, desto stärker wird der Bodyload.
  • Offenheit – Man sollte serotonerge Upper besser nicht mit Menschen nehmen die man nicht gut kennt, da man Dinge von sich erzählen könnte, die man anderen eigentlich nicht erzählen will.
  • Veränderte Zeitwahrnehmung – Die Zeit vergeht für den Konsumenten meist deutlich schneller, weshalb der Rausch oft auch zu kurz vorkommen kann, was den Nachlegedrang steigert.

Wie bereits gesagt fehlt Methylon laut vielen Konsumenten (und auch laut dem „Erfinder“ Sasha Shulgin) die besondere Magie von MDMA, auch wenn die Wirkung ansonsten sehr ähnlich ist.
Generell sind die meisten Effekte schwächer ausgeprägt als bei MDMA, weshalb Methylon auch als „MDMA light“ bezeichnet wird.
Oft wird Methylon jedoch als etwas stimulierender als MDMA beschrieben!

In geringeren Dosierungen steht die stimulierende, wachmachende Wirkung im Vordergrund, in höheren kommt es dann zu den euphorischen, empathischen Effekten, die MDMC zu einem Empathogen machen.

Ob sich diese Substanz lohnt und ob sie eine Daseinsberechtigung hat wenn man auch Zugang zu MDMA hat, ist ein umstrittenes Thema.
Sie hat jedoch einige Vorteile wenn man sie mit MDMA vergleicht, da sie sanfter ist und deutliche Wirkunterschiede spürbar sind, wenn man beide Empathogene gut kennt.
Es zählt definitiv zu den lohnenswerteren Cathinonen / Amphetaminen / Entaktogenen (nicht so wie beispielsweise Dimethylon, 3-MEC oder 3-CMC).

 

MDMC Nebenwirkungen und Risiken

  • Abhängigkeitspotential vorhanden – ähnlich wie bei MDMA (geringer als bei hauptsächlich dopamin- & noradrenalinergen Uppern wie Amphetamin)
  • Dehydration
  • Steigerung des Blutdrucks
  • Unterdrückung der Körperfunktionen (z.B. Harndrang, Hunger & Durst)
  • Serotonin-Syndrom – Bei Überdosierung & Mischkonsum möglich (siehe Überschrift Mischkonsum und gefährliche Kombinationen), kann im schlimmsten Fall tödlich enden oder dauerhafte Schäden verursachen!
  • Übelkeit & Magenprobleme – Erst recht bei höheren Dosierungen, regelmäßigem Konsum oder wenn oft nachgelegt wird.
  • Paranoia & psychotische Phasen („Drogenpsychose“) möglich – Vor allem bei Überdosierung, wenn auch extrem selten & geringere Gefahr als bei Uppern wie Amphetamin
  • Craving, also Gier nach der Substanz (Deswegen wird oft nachgelegt)
  • Kalte Hände & Füße
  • Erweiterung der Pupillen
  • Sexuelle Dysfunktion möglich
  • Neurotoxizität / Kardiotoxizität ist möglich, aber nicht bestätigt
  • Depressive Verstimmungen beim Runterkommen & in den nächsten Tagen
  • Bei Überdosierung: Halluzinationen, Schwindel & veränderte optische Wahrnehmung, Verwirrtheitszustände
  • Verengung der Blutgefäße
  • Probleme beim Urinieren
  • Augenfalckern & Rollen der Pupillen – Tritt normalerweise erst bei hohen Dosierungen auf und ist ein Zeichen einer Überdosis.
  • Zähneknirschen und Kieferkrämpfe („kiefern“, „Kieferkicks“, „Mundgulasch“) – Diese Nebenwirkung ist etwas weniger stark ausgeprägt als bei MDMA, tritt in hohen Dosierungen jedoch vergleichbar häufig auf.
  • Schweißausbrüche

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

Um der Dehydration entgegen zu wirken und eine Beschädigung der Nieren zu verhindern muss genug getrunken werden (etwa 250-500ml Wasser pro Stunde), man sollte jedoch aufpassen nicht zu viel zu trinken da dies auch gefährlich werden kann!

MDMC ist dafür bekannt, generell etwas nebenwirkungsärmer als MDMA zu sein. Nicht nur wegen der Wirkung, auch wegen den negativen Nebenwirkungen wird es als „MDMA light“ bezeichnet.
Wird eine niedrige bis mittlere Dosis gewählt kann die Einnahme von Methylon so gut wie gar keine negativen Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen an den nächsten Tagen verursachen!
Auch der Kater und der Comedown ist deutlich geringer ausgeprägt als bei MDMA.

 

Konsumformen / Applikationswege

Der üblichste Applikationsweg ist der orale Konsum von Methylon.
Hierfür füllt man die Reinsubstanz (nachdem man die gewünschte Menge mit einer Feinwaage abwog) in eine Leerkapsel.

Es gibt außerdem einige Konsumenten die auch MDMC nasal versuchen, dies ist jedoch (ebenso wie bei MDMA) eine sehr ungeeignete Konsumform.
Erstens werden die empfindlichen Nasenschleimhäute durch die Substanz angegriffen (was zu einem heftigen Schmerz führt, deutlich stärker als beispielsweise bei Speed), zweitens hält die Wirkung deutlich kürzer an und ist laut vielen Userberichten nicht so angenehm und „rund“.

Methylon ist definitiv eine „Oral-Droge“!

Auch rektaler, intravenöser, sublingualer und theoretisch sogar inhalativer Konsum sollte möglich sein, über diese Applikationsformen ist jedoch so gut wie nichts bekannt und sie sind teils mit hohen Risiken verbunden.

Rektaler Konsum ist neben dem oralen Konsum wohl noch der lohnenswerteste, da die Wirkung ähnlich lang wie bei oralem Konsum anhält, etwas schneller eintritt und man niedriger dosieren muss.
Die Darmschleimhaut kann jedoch durch das bk-MDMA stark beschädigt werden (sie ist empfindlicher als die Magenschleimhaut), weshalb man nur sehr selten auf die anale Aufnahme solcher Drogen zurückgreifen sollte.

 

Methylon Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Wir gehen von einem normalschweren Mann aus, je nach Körpergewicht sollte man deutlich niedriger dosieren! Bei MDMA gilt die Faustregel maximal 1,5mg/kg bei Männern und 1,3mg/kg bei Frauen, bei Methylon könnte man die Regel in etwa auf 2-2,5mg/kg bei Männern und 2-2,3mg/kg bei Frauen festlegen, dies ist jedoch nur eine ungefähre Schätzung auf die man sich nicht verlassen sollte, es gibt einige Menschen die sehr empfindlich auf serotonerge Empathogene reagieren!

Oral:

  • Erste Effekte ab: 60-100mg
  • Leichte Wirkung: 100-150mg
  • Normal: 150-220mg
  • Starke Wirkung: 180-250mg
  • Sehr starke Wirkung: 250mg+

Rektal:

  • Erste Effekte ab: 20-50mg
  • Leichte Wirkung: 30-70mg
  • Normal: 60-100mg
  • Starke Wirkung: 100-200mg
  • Sehr starke Wirkung: 200mg+

Nasal:

  • Erste Effekte ab: 10-30mg
  • Leichte Wirkung: 25-50mg
  • Normal: 50-80mg
  • Starke Wirkung: 80-150mg
  • Sehr starke Wirkung: 150mg+

 

bk-MDMA Wirkzeit

Die Wirkzeit ist bei serotonergen Uppern stark von der konsumierten Dosierung abhängig (und natürlich auch davon ob und wann nachgelegt wurde).

Oral / rektal:

  • Wirkungseintritt nach: 20-60 Minuten
  • Hauptwirkung: 2-4 Stunden
  • Davon Peak: 60-90 Minuten
  • Runterkommen: 1-2 Stunden
  • Afterglow: 6-24 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: wenigen Minuten
  • Hauptwirkung: 1-2 Stunden
  • Davon Peak: 15-45 Minuten
  • Runterkommen: 30-90 Minuten
  • Afterglow: 3-12 Stunden

 

Safer Use und Set & Setting bei Methylon

Bei dieser Substanz sind, wie bei allen anderen Empathogenen, das Set und Setting extrem wichtige Faktoren, dafür wie positiv die Wirkung ausfällt.
Set bezeichnet den Zustand des Konsumenten, also beispielsweise seine Stimmung, seine Sicht auf die Dinge, seine Art zu denken und sein bisheriges Leben.
Setting ist der Ort an dem der Konsum stattfindet und beinhaltet auch die Personen, mit der die Droge eingenommen wird.

Man sollte serotonerge Empathogene nur konsumieren, wenn man vorher schon gute Laune hat.
Es handelt sich nicht um eine Glückspille die man einwirft und die einen zuverlässig auf Wolke Sieben schickt, sondern die Gefühle werden, ähnlich wie bei Psychedelika nur nicht ganz so ausgeprägt wie bei diesen, verstärkt.

Das Setting sollte ein sicherer Ort sein, der den Berauschten vertraut und für alle Personen angenehm ist.
Sehr gut eignet sich bei schönem Wetter ein abgeschirmter Platz in der Natur, beispielsweise auf einer Wiese an einem Fluss!
Alternativ nehmen einige Menschen serotonerge Upper auch gerne auf Partys und in Discos, dies ist allerdings nur für erfahrenere Konsumenten geeignet, die bereits einige Erfahrungen mit dieser Substanz machten und sich sicher sind, dass sie der Rausch auch in der Öffentlichkeit nicht überfordert.
Ist dies der Fall können auch Partys, Festivals und Konzerte gute Orte für Einnahme sein, besonders elektronische Musik erfreut sich hier großer Beliebtheit.
Man sollte, konsumiert man öffentlich, allerdings niedriger dosieren um mögliche Nebenwirkungen (wie Übelkeit & Paranoia) zu reduzieren!

Da man wegen er empathogenen Wirkung eventuell Dinge erzählt, von denen man im nüchternen Zustand nicht möchte, dass andere Leute sie wissen, sollte man wie schon gesagt Empathogene nur mit Personen einnehmen, denen man vertraut, die man mag, im besten Falle liebt.
So können sich auch viel tiefere und bessere Gespräche entwickeln als mit weniger guten Bekannten!

 

Rechtsstatus von Methylon

In Deutschland unterliegt MDMC seit dem 26. Juli 2012 dem BtMG und ist damit illegal.

Ebenfalls explizit verboten ist es in England (seit 2010), Schweden (ebenfalls seit 2010) und den USA (seit 2011).
In Holland ist es deren Arzneimittelgesetz unterstellt, hat allerdings keine Zulassung als Medikament, weswegen die Veräußerung dieser Substanz dort verboten ist.
Da es zu den Amphetaminen (genauer Cathinonen) zählt, ist es außerdem in Ländern mit Analog- und Stoffgruppenverboten illegal, beispielsweise in Neu Seeland oder Canada.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzbildung verläuft bei Methylone ähnlich wie bei MDMA.
Gerade bei häufigem, hochdosierten Konsum steigt die Toleranz an und es werden größere Mengen benötigt um den selben Effekt zu erzielen.
Diese baut sich nach etwa 7-14 Tagen Konsumpause wieder ab.

Doch Vorsicht:
Dass die Toleranz gegenüber der Substanz abgebaut ist bedeutet nicht, dass sie nach nur 7-14 Tagen wieder so wie vor der ersten Einnahme wirkt!
Der Serotoninhaushalt muss sich erst wieder einigermaßen erholen und normalisieren, bis während des Rausches wieder eine genug hohe Serotoninkonzentration im Hirn entstehen kann, sodass eine euphorische, positive Wirkung verspürt wird.
Würde der Konsument diese Substanz alle 14 Tage nehmen, würde die Wirkung von mal zu mal schwächer und unangenehmer werden.

Eine Pause von 2-3 Monaten ist das Minimum, wenn eine gute Wirkung durch serotonerge Upper verspürt werden soll!
Selbstverständlich gilt diese Pause für alle serotonerge Upper. Methylon, MDMA, 5-MAPB und MDAI beispielsweise sind alles Substanzen die eine Kreuztoleranz haben und ein und den selben Serotoninhaushalt beanspruchen.

 

Methylon Pharmakologie

Methylon wirkt hauptsächlich als Serotonin Wiederaufnahmehemmer & Ausschütter, aber auch als leichter Dopamin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer & Ausschütter.

Es wurden einige Tierversuche (an Ratten) gemacht, um den Wirkmechanismus von MDMC zu erforschen.
Dort zeigte sich, dass es in Sachen Serotonin-Aktivität ein Drittel der Potenz von MDMA besitzt, die Aktivität an den Dopamin & Noradrenalin Rezeptoren ist bei beiden Substanzen etwa gleich.
Außerdem hat Methylon eine etwa 13 mal geringere Aktivität am vesikulären Monoamintransporter (VMAT2).

 

Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun die eine oder die andere Substanz vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

Methylon reagiert auf den Marquis Reagent mit blubbern und einer hellgelben bis hin zu dunkelgelben oder sogar leicht bräunlichen Verfärbung.
Auf den Mecke Reagent reagiert es hellgelb bis hin zu braun, der Mandelin Reagent wird hellgelb und kann mit der Zeit dunkelgelb, leicht schwärzlich werden.

 

Löslichkeit von bk-MDMA

Die Angaben zur Löslichkeit beziehen sich auf das Hydrochlorid Salz Methylon HCl.
Es ist sehr gut in Wasser löslich, bei Zimmertemperatur lassen sich 357 mg/ml lösen.

Desweiteren löst es sich (wenn auch schlecht) in Methanol (~5mg/ml) und Dimethyl Formamid (DMF) (~0,5mg/ml), in Methanol ist es jedoch instabil, wenn es länger als 24 Stunden gelagert wird.
Vermutlich löst es sich ähnlich gut (bzw. schlecht) in Ethanol & Aceton.

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • Stimulanzien: Der Mischkonsum von verschiedenen Stimulanzien ist potentiell sehr gefährlich, da der Blutdruck und die Herzfrequenz stark erhöht und auch die Nebenwirkungen, die Neurotoxizität und die Dehydration verstärkt werden.
    Es kann gefährliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Uppern geben, man muss sich also vorher genauestens über jede Kombination informieren, die man einnehmen will!
  • Andere Empathogene: Der Mischkonsum von verschiedenen stark serotonergen Empathogenen kann, je nach Wirkmechanismus der einzelnen Substanzen, ein Serotonin-Syndrom hervorrufen und eine sehr intensive serotonerge Wirkung auslösen.
    Die beiden Empathogene können sich gegenseitig unvorhersehbart potenzieren, es muss also deutlich niedriger dosiert werden.
    Auch hier werden normalerweise die Nebenwirkungen und die Neurotoxizität verstärkt und die Kreislauf- und Herzbelastung erhöht!
  • 25X-NBOMe, 25x-NBF & co.: Die Amphetamin-Analoge von psychedelischen Phenethylaminen, wie 25x-NBOMe, 25x-NBF etc. sind an sich schon aufputschend und stimulierend und wirken stark auf die Herzfrequenz und den Blutdruck.
    Der Mischkonsum von Stimulanzien mit diesen Psychedelika kann lebensgefährlich sein!!
  • Psychedelika: Auch bei anderen Psychedelika kann es im Mischkonsum mit Empathogenen zu Komplikationen mit dem Blutdruck und Kreislauf kommen.
    Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen, da die serotonerge Upper die Wirkung extrem verstärken und Paranoia auslösen können.
  • DXM: Der Mischkonsum von DXM mit serotonergen Uppern ist lebensgefährlich! Es kann zu einem potentiell tödlichen Serotoninsyndrom kommen, da DXM auch serotonerg wirkt. Die psychische Seite des Trips ist auch nicht unterschätzen und kann extrem verstörend und zu intensiv sein.
  • Andere Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Paranoia und Verwirrtheitszustände sind häufig, es kann auch zu körperlichen Problemen wie Bluthochdruck und Herzrasen kommen.
    Darf nur sehr niedrig dosiert und von Experten in diesem Bereich eingenommen werden!
  • Alkohol: Stark gesteigerte Dehydration! Die Wirkung des Alkohols wird durch diese Droge unterdrückt, weswegen nicht mehr abgeschätzt werden kann, ob zu viel getrunken wird.
    Dies kann zu einer Alkoholvergiftung, die lebensbedrohlich werden kann, führen.
  • Tramadol: Tramadol ist serotonerg, eine Kombination mit serotonergen Uppern ist deswegen potentiell tödlich, da es zu einem Serotoninsyndrom kommen kann!
  • Kratom & andere Opioide: Die Krampfschwelle wird beim Mischkonsum stark gesenkt, weshalb es leicht zu Krampfanfällen kommen kann.
  • MAO-Hemmer: Tödliche Kombination! Vorsicht!
  • Downer: Die Kombination aus Uppern und Downern (wie Benzodiazepinnen, Opioiden, Alkohol & GBL) kann zu einer gefährlichen Kreislaufbelastung führen.
    Die Herzfreguenz und der Blutdruck könnnen erhöht werden.
    Außerdem wird die sedierende Komponente der Downer unterdrückt, weshalb es leicht zu einer Überdosierung kommen kann, weil der Konsument nicht mehr einschätzen kann, wie stark die Wirkung der Downer bereits ist und er deshalb eventuell nachlegt.

Weitere Substanzinfos zu Cathinonen

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