O-Desmethyltramadol (O-DSMT) – Research Chemical Opioid & Tramadol Metabolit

O-Desmethyltramadol (O-DSMT) – Research Chemical Opioid & Metabolit von Tramadol

O-Desmethyltramadol (O-DSMT) ist der psychoaktive Haupt-Metabolit von O-Desmethyltramadol RacematTramadol, das ebenso wie Tramadol eine opioide Wirkung entfaltet.
O-DSMT fand jedoch keine Anwendung in der Medizin und wurde bis zu seinem Erscheinen auf dem Legal Highs Markt nicht am Menschen getestet, außer natürlich als Metabolit von Tramadol.

Schlimme Negativschlagzeilen machte diese neue psychoaktive Substanz, als sie 2010-2011 als Zutat des angeblichen Kratom Extrakts „Krypton“ mindestens 9 Menschen in Folge einer Überdosis umbrachte.
Die Wirkung unterscheidet sich ganz deutlich von der von Tramadol, außerdem ist O-DSMT drei bis fünf mal potenter!

Verkauft wird O-DSMT üblicherweise in Reinform als Pulver, es liegt als Racemat, d.h. als Gemisch aus zwei verschiedenen Enantiomeren, vor.

Andere Namen: O-Desmethyltramadol, O-DSMT, O-DMT, Desmethyltramadol

IUPAC: 3-(2-((dimethylamino)methyl)-1-hydroxycyclohexyl)phenol

Summenformel: C15H23NO2

Molekulare Masse: 249,349 g/mol

Es gibt nicht genug Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über diese Designerdroge entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von O-Desmethyltramadol

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Schmerzstillend
  • Euphorisch – Die Euphorie ist deutlich geringer ausgeprägt als bei Morphin, Hydromorphon, Heroin. Ob sie stärker als bei Tramadol ist ist umstritten, bei einigen Konsumenten schon, bei anderen nicht. Vergleichbar vielleicht mit der von Tilidin.
    Nicht jede Person merkt die euphorische Wirkung von Opioiden, oft muss diese Wirkkomponente auch erst „erlernt“ werden.
  • Sedierend (schlaffördernd) – Stärker sedierend als Tramadol, jedoch geringer als Morphin oder Heroin. Ebenfalls vergleichbar mit Tilidin.
  • Angstlösend, Senkung der Hemmschwelle
  • Gefühl der Geborgenheit – Weshalb Menschen, die wegen eines Erlebnises oder der Lebenssituation auf der Suche nach Geborgenheit sind und diese in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht erhalten, sehr viel suchtgefährdeter sind!
  • Betäubung – So wohl des Körpers, wie auch der Gefühle
  • Stimulierend – In geringen Dosierungen wirkt es auf einige Personen auch stimulierend & aktivierend, jedoch deutlich geringer als Tramadol. Kurz nach Wirkeintritt & in den ersten Minuten des Rauschs wirkt O-DSMT oft aktivierend & wachmachend.

Generell ist die Wirkung von O-Desmethyltramadol deutlich opioid-typischer als die von Tramadol.
Während Tramadol eine ganz deutliche serotonerge, und damit oft eine stimulierende, euphorisierende und opioid-atypische Wirkung hervor ruft, hat O-DSMT diese Wirkkomponente nicht, es ist nicht serotonerg.
Das bedeutet es ist weniger stimulierend, für einige Personen weniger euphorisch, sedierender & vergleichbarer mit Tilidin, Morphin & co.

Es gibt teils Berichte, die O-DSMT als eine sehr „schlechte“ Substanz darstellen, dies kann an schlechter Qualität liegen, früher wurden außerdem vermutlich andere Substanzen als O-DSMT verkauft.
Konsumenten die dieses Opioid in guter Qualität erhielten halten es meist für vergleichbar effektiv wie Tilidin (O-DSMT ist jedoch deutlich potenter als Tilidin oder Tramadol!).

 

O-Desmethyltramadol Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Übelkeit & Erbrechen
  • Kater am nächsten Tag – mit Kopfschmerzen und schlechter Laune, ähnlich dem Alkohol Kater.
    Kann durch regelmäßige tägliche Einnahme von Schwarzkümmelöl etwas abgefedert werden.
    Mehr Infos zur Wirkung, Dosierung etc. von Schwarzkümmelöl gibt es hier!
  • Atemdepression – Bei Überdosierung oder Mischkonsum, kann tödlich enden!
  • Juckreiz & Hitzewallungen wegen der gesteigerten Histaminausschüttung – Einige Konsumenten verspüren von O-Desmethyltramadol sehr starken Juckreiz. Verhindert kann dieser durch die Einnahme von Antihistaminen (wie Diphenhydramin).
  • Senkung der Krampfschwelle (Epileptiker aufgepasst!)
  • Sehr hoches Suchtpotential (siehe unten) – Vergleichbar mit Tilidin, Tramadol, Dihydrocodein etc., etwas geringer als bei Morphin, Furanyl-Fentanyl, Heroin & co.
  • Manche Konsumenten können aggressiv werden
  • Verkleinerung der Pupillen
  • Schwindel & motorische Probleme
  • Kopfschmerzen
  • Sehr unangenehme Entzugssymptome

Die Suchtgefahr ist bei Opioiden und Opiaten extrem hoch.
Fast jeder Konsument, der regelmäßig ein hochpotentes Opioid einnimmt, wird irgendwann davon abhängig.
Abhängigkeit bedeutet bei Opioiden (wie auch bei Benzodiazepinen, GBL & Alkohol) eine körperliche Abhängigkeit, wenn die Substanz abgesetzt wird kommt es zu extrem unangenehmen körperlichen Symptomen.

Die Absetzerscheinungen sind gegenteilig zu den Wirkungen, es kommt zu Depression, Schlafstörungen, Panikattacken & Angstzuständen, bei sehr hohen Dosen können die entziehenden Personen sogar halluzinieren.
Die ersten Anzeichen eines Opioid Entzugs sind unter anderem eine laufende Nase, Gelenkschmerzen und Muskelziehen, schlechte Laune und Kopfschmerzen.
Wer einmal von Opioiden abhängig ist, bleibt bis an sein Lebensende stark suchtgefährdet, es kommt häufig zu Rückfällen.

Überdosierungen können zu einer tödlichen Atemdepression führen. Es starben bereits einige Personen an einer O-Desmethyltramadol Überdosierung!
Selbst bei Dosierungen die noch keine Atemdepression auslösen kann der Konsument ersticken, nämlich wenn er auf dem Rücken einschläft und sich im Schlaf übergibt.
Es muss deshalb immer darauf geachtet werden, dass der Konsument nicht auf dem Rücken liegt und dass ihn jemand im Blick hat!

 

Konsumformen / Applikationswege

Üblich ist der orale Konsum von O-Desmethyltramadol.
Selten wird auch vom nasalen Konsum berichtet, dieser ist jedoch nicht geeignet, da recht hohe Dosierungen an Substanz gezogen werden müssen und die Substanz sehr ätzend auf der empfindlichen Nasenschleimhaut ist. Die Bioverfügbarkeit ist nasal außerdem nicht sehr hoch, es wirkt zwar, jedoch nicht viel stärker als bei oraler Einnahme.

Der rektale Konsum ist ebenfalls recht verbreitet, hier ist die Bioverfügbarkeit deutlich höher als bei oralem oder nasalem Konsum, die Darmschleimhaut kann jedoch beschädigt werden und es kann zu Brennen & Schmerzen kommen. Aus diesem Grund sollte man nicht allzu oft Substanzen rektal konsumieren!
Wegen des schnelleren Anflutens ist außerdem die Suchtgefahr erhöht.

Theoretisch sollte auch der sublinguale, intramuskuläre und intravenöse Konsum möglich sein, über diese Applikationswege ist jedoch wenig bekannt.
Der intravenöse & intramuskuläre Konsum ist definitiv der riskanteste, die Suchtgefahr ist enorm und es kommt nicht selten zu Abszessen, Infektionskrankheiten & Venenschädigungen.
Es könnte sein, dass O-Desmethyltramadol IV zusäztliche Gefahren / Schädigungen birgt, die bei anderen bekannteren Opioiden nicht auftreten. Wegen der Unbekanntheit und des kurzen menschlichen Konsums sind die Gefahren nur sehr schwer abzuschätzen!

 

O-Desmethyltramadol Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Bei Opioiden gibt es eine starke Toleranzentwicklung, diese Dosisangaben beziehen sich auf eine Person ohne Opioid-Toleranz.

Oral:

  • Erste Effekte ab: 5-10mg
  • Leichte Wirkung: 10-25mg
  • Normal: 25-50mg
  • Starke Wirkung: 50-100mg
  • Sehr starke Wirkung: 100mg+

Rektal:

  • Erste Effekte ab: 3-8mg
  • Leichte Wirkung: 8-20mg
  • Normal: 15-40mg
  • Starke Wirkung: 35-80mg
  • Sehr starke Wirkung: 70mg+

 

O-Desmethyltramadol Wirkzeit

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 20-45 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-6 Stunden
  • Davon Peak: 2-3 Stunden
  • Afterglow: 1-3 Stunden

Rektal:

  • Wirkungseintritt nach: 5-30 Minuten
  • Hauptwirkung: 3-6 Stunden
  • Davon Peak: 2-3 Stunden
  • Afterglow: 1-3 Stunden

 

Rechtsstatus von O-Desmethyltramadol

In Deutschland ist O-DSMT bisher legal, es unterliegt weder dem BtMG, dem AMG noch dem Neue Psychoaktive Substanzen Gesetz.
Verboten ist es in Großbrittanien.

 

Toleranzentwicklung

Die Toleranzbildung ist bei Opioiden rapide und nimmt mit regelmäßigem Konsum dauerhaft zu.
Deswegen dosieren sich Konsumenten immer weiter hoch um den gleichen Effekt zu erzielen und vertragen so irgendwann Dosierungen, die andere Menschen umbringen würden.
Dies macht den Entzug und die Sucht weitaus schlimmer.

Nach etwa 1-2 Wochen Konsumpause sollte die Toleranz wieder auf Null reduziert sein, es kann jedoch auch deutlich länger dauern (wenn eine sehr hohe Toleranz erreicht wurde).

 

O-DSMT Pharmakologie

O-Desmethyltramadol wirkt als potenterer µ-opioid Agonist als Tramadol, außerdem (im Gegensatz zu Tramadol) zusätzlich auf die δ- und κ-opioid Rezeptoren.
Es handelt sich bei O-DSMT um ein Racemat, d.h. eine Mischung aus den zwei Enantiomeren (-)-O-DSMT und (+)-O-DSMT. Beide Enantiomere haben eine unterschiedliche Wirkung, (-)-O-DSMT wirkt als Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer und (+)-O-DSMT nicht.

Dementsprechend kann die Wirkung von O-Desmethyltramadol sehr unterschiedlich sein, je nachdem wie das Mischverhältnis der Enantiomere ist.

O-DSMT wird in der Leber durch CYP3A4 & CYP2B6 zu dem ebenfalls psychoaktiven Metabolit N,O-Didesmethyltramadol verstoffwechselt.
Die biologische Halbwertszeit beträgt etwa neun Stunden.

 

Reaktionen auf Testing Kits

Um zu erkennen, ob es sich bei einer Substanz tatsächlich um die gewünschte Droge handelt, sollte man sie mit Drogen-Test-Kits überprüfen.
Hierbei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Chemikalien, die eine deutlich erkennbare Reaktion zeigen, wenn sie mit bestimmten Substanzen in Berührung kommen.

Diese Drogentest Kits kann man sich auf verschiedenen Seiten bestellen, darunter auf Azarius, Amazon oder Ebay.

Doch Vorsicht: Wenn man sich einen einzigen Test kauft (bspw. den Marquis Reagent) kann dies noch längst keine verlässlichen Ergebnisse zur Identität einer Substanz liefern.
In den Zeiten von Research Chemcials / neuen psychoaktiven Substanzen kann es sich ja um etliche verschiedene, teils sehr nah mit einander verwandte Drogen handeln, auf die viele Tests identisch reagieren werden, sodass man nicht sicher sein kann, ob man nun die eine oder die andere Substanz vor sich hat.
Um eine höhere Sicherheit zu haben, muss man (wenn man nicht die Möglichkeit hat, seine Drogen von einem professionellem Labor testen zu lassen) verschiedene Drogentests verwenden und die Ergebnisse dann genau analysieren.

Auch dies bietet noch keine hundertprozentige Sicherheit, es ist aber deutlich besser, als einfach auf die Angaben des Verkäufers zu vertrauen!

Der Marquis Reagent reagiert auf O-Desmethyltramadol mit einer orangen bis roten Verfärbung, der Mecke Reagent mit einer braunen bis roten.

 

Löslichkeit

O-Desmethyltramadol ist sehr wasserlöslich, es lassen sich (ohne Hitze & Umrühren) mindestens 25mg/ml in Wasser lösen.
Ähnlich gut lösen sollte es sich auch in Ethanol / Methanol / Isopropylalkohol lassen.

Solltet ihr genauere Informationen über die Löslichkeit haben hinterlasst ein Kommentar oder meldet euch hier!

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • Downer: Der Mischkonsum von Opioiden mit anderen Downern wie Alkohol, Benzodiazepinen oder GBL ist lebensgefährlich.
    Es kann leicht zu einer Atemdepression kommen!
    Ein großer Teil aller Drogentode geschahen aufgrund des Mischkonsums von Downern miteinander.
  • Upper: Kann eine erhöhte Kreislaufbelastung bedeuten!
    Desweiteren ist diese Kombination sehr gefährlich, weil die sedierende Wirkung von Opioiden unterdrückt wird. Dadurch kann der Konsument nicht mehr abschätzen, wie berauscht er bereits ist und legt eventuell nach, bis er eine Überdosis einnahm!
    Außerdem besteht stark erhöhte Krampfgefahr. Alles in allem eine sehr unsichere und gefährliche Kombination!
  • Psychedelika: Opioide schwächen die Wirkung von Psychedelika ab.
  • Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Vorsicht, lebensgefährlich! Auch hier kann es zu einer Atemdepression kommen, die Gefahr auf Blackouts ist auch drastisch erhöht.
    Die Wirkungen dieser beiden Stoffklassen können sich unvorhersehbar und gefährlich potenzieren.
  • Cannabis: Die Wirkungen verstärken sich gegenseitig, es gibt keine gefährlichen Wechselwirkungen.
  • Empathogene (wie MDMA, 5-MAPB, MDAI etc.): Auch hier besteht stark erhöhte Krampfgefahr, die Wirkung der Empathogene wird unterdrückt und es fällt schwer abzuschätzen wie berauscht man bereits ist.
    Sehr unsichere, potentiell lebensgefährliche Kombination, auch durch die stark erhöhte Kreislauf- & Herzbelastung!

Mehr Substanzinfos von Opioiden

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