Pyrazolam – angstlösendes, schnell wirkendes Research Chemical Benzodiazepin

Pyrazolam – Stark angstlösendes, schnell wirkendes Research Chemical Benzodiazepin

Pyrazolam ist ein Benzodiazepin das in den 1970ern erstmals synthetisiert wurde und Pyrazolamseit 2012 als Research Chemical verkauft wird.
Es ist größtenteils angstlösend (anxiolytisch) und wirkt (wie anderen Benzodiazepine auch) hypnotisch, sedierend und muskelrelaxierend.

Entwickelt wurde es von Leo Sternbach und seinem Team beim Pharmaunternehmen Hoffman-La Roche.

Besteht eine medizinische Notwendigkeit zur regelmäßigen Einnahme eines Benzodiazepins, sollte definitiv ein Arzt konsultiert und ein schon länger erforschtes, pharmazeutisches Benzodiazepin eingenommen werden!
Pyrazolam kann körperliche oder psychische Schäden zur Folge haben, die noch nicht bekannt sind und die Verkäufer der Stoffe (die meist halblegal agieren) könnten verunreinigten Stoff verkaufen oder eine andere Substanz als die angegebene verschicken.

Andere Namen: Pyrazolam

IUPAC: 8-Bromo-1-methyl-6-(pyridin-2-yl)-4H-[1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]benzodiazepin, 8-Bromo-1-methyl-6-(pyridin-2-yl)-4H-[1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]benzodiazepine (engl.)

Summenformel: C16H12BrN5

Molekulare Masse: 354,204 g/mol

Es gibt sehr wenige Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen zu dieser Substanz.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über Metizolam entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

 

Wirkung von Pyrazolam

  • Sedation (schlaffördernd, beruhigend) – Pyrazolam wirkt deutlich weniger sedierend als viele andere Benzodiazepine (wie Diazepam, Clonazolam, Flubromazepam etc.) wenn normale Dosierungen eingenommen werden.
  • Angstlösend (anxiolytisch) – Dies ist die wohl wichtigste Wirkkomponente dieser Substanz, die angstlösende Wirkung ist recht stark ausgeprägt.
  • Hypnotisch
  • Muskelrelaxierend – Entspannung der Muskeln, krampflösend
  • Eventuell leichte Euphorie
  • Enthemmung – In sehr hohen Dosierungen oder im Mischkonsum mit anderen Downern (wie Alkohol oder Opioiden – Vorsicht, lebensgefährliche Atemdepression möglich, siehe Überschrift „Mischkonsum und gefährliche Kombinationen“) kann es zu starker Enthemmung kommen, die dazu führen kann dass der Konsument sich oder andere verletzt oder dass er nachlegt, bis eine lebensgefährliche Überdosis eingenommen wurde.

Pyrazolam ist insgesamt ein wenig sedierendes, hauptsächlich angstlösendes (anxiolytisches) und muskelrelaxierendes Benzodiazepin.
Es hat geringes „Spaß-Potential“ – Konsumenten fühlen sich meist nicht sehr berauscht. Die Wirkung ist nur für Angstpatienten wirklich stark spürbar und sollte möglichst auch nur von diesen (und anderen Menschen, die die medizinische Wirkung von Pyrazolam benötigen) konsumiert werden.
Wie oben bereits gesagt sollte man sich jedoch an einen Arzt wenden und keine Research Chemicals aus dem Internet bestellen wenn man ein solcher Mensch ist!

In normalen bis geringeren Dosierungen wirkt es hauptsächlich angstlösend, in höheren Dosierungen dann auch sedierend / hypnotisch.
Erwartet man ein schlafförderndes, berauschend wirkendes Benzodiazepin sollte man nicht zu Pyrazolam greifen, da man so eventuell immer höher dosiert & nachlegt, da die Wirkung nicht so spürbar ist obwohl sie bereits deutlich anwesend ist.

 

Pyrazolam Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

  • Motorische Schwierigkeiten
  • Schwindel
  • In zu hohen Dosierungen sind Blackouts möglich
  • Sehr hohes Suchtpotential und schlimmer, lebensgefährlicher Entzug – Um von einer Benzodiazepin Abhängigkeit weg zu kommen sollte der Konsument den Wirkstoff runterdosieren („Warmer Entzug“), bevor er die Einnahme komplett unterlässt („Kalter Entzug“).
    Ein Schema, wie man mit bekannten Benzos am besten ausschleicht, findet sich hier.
    http://www.benzo.org.uk/german/bzsched.htm
  • Gefühlslosigkeit
  • Hangover / Kater am nächsten Tag – Der Benzodiazepin Kater ist ähnlich dem des Alkohols, meist jedoch deutlich schwächer ausgeprägt.
    Müdigkeit, Gereiztheit, schlechte Laune und Kopfschmerzen sind mögliche Symptome – bei normalen Dosierungen sollten diese aber nicht oder nur schwach auftreten.
  • Paradoxe Effekte möglich – Dieser Effekt tritt bei einem sehr kleinen Teil der Benzodiazepin Konsumenten auf, werden öfter größere Mengen an Benzos eingenommen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit dieses Phänomen zu erleben aber.
    Es handelt sich um eine paradoxe Reaktion auf die Wirkung – das heißt die Angst wird verstärkt, Schlaflosigkeit und Aggressivität tritt ein, bei Epileptikern können sogar Krampfanfälle auftreten.
  • Bei Abhängigkeit und längerem regelmäßigen Konsum können Aggressionen, Vergesslichkeit, starke Enthemmung und Gereiztheit auftreten.

Der Konsument kann sich nüchtern fühlen, obwohl er eigentlich schon viel Wirkstoff intus hat. Dadurch legen Unerfahrene weitere Tabletten nach und können so einen Blackout erleben.
Man darf auf keinen Fall nachlegen obwohl die Wirkung eigentlich schon stark genug ist, nur weil man sie nicht so sehr spürt!

Benzodiazepine wirken sehr subtil und sind nicht zur Berauschung geeignet.
Das Spaß-Potential ist sehr gering – erst recht bei Pyrazolam da dieses hauptsächlich angstlösend und wenig sedierend (entspannend / schlaffördernd) & hypnotisch wirkt und sich die Wirkung kaum wie ein Rausch anfühlt!

Das Suchtpotential ist das größte Problem von diesen Substanzen – da sie so alltagstauglich sind, lässt sich täglicher Konsum leicht in ein normales Leben integrieren.
Gerade Angstpatienten werden schnell abhängig von Downern!
Täglicher Konsum führt immer zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit, die Entzugssymptome können nach Absetzen des Wirkstoffes extrem unangenehm sein und ohne ärztliche Aufsicht sogar tödlich verlaufen.

Die Wirkungen dieser Substanzen werden beim Entzug ins Gegenteil umgekehrt.
Krampfanfälle können eintreten, Panikattacken und Angstzustände, Schlaflosigkeit und sogar Halluzinationen. Der Entzug ist von der Intensität durchaus mit dem von Heroin zu vergleichen und er hält deutlich länger an!
Um diese heftigen Absetzerscheinungen zu verhindern müssen Benzodiazepine ausgeschlichen bzw. abdosiert werden.

 

Konsumformen / Applikationswege

Die übliche Konsumform ist der orale Konsum.

Auch der sublinguale Konsum, also das Aufnehmen des Wirkstoffes über die Mundschleimhaut, ist verbreitet, indem die Tablette unter der Zunge gelassen wird.
Die Wirkung setzt so etwas schneller ein, es kann jedoch zu einem Schmerz auf der Zunge kommen; sie kann sogar verätzt werden. Oraler Konsum ist also definitiv der geeignetste!

Andere Konsumformen (wie rektal, nasal oder intravenös) sollten theoretisch funktionieren sind aber ein unnötiges Risiko, da der deutlich sicherere orale Konsum ebenso stark wirkt.
Bei nasalem Konsum setzt die Wirkung deutlich schneller ein – Tabletten sollten jedoch auf keinen Fall zerstampft & nasal eingenommen werden, die Füllstoffe setzen sich in der Lunge ab und sind sehr schädlich!

 

Pyrazolam Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.
Dort findet sich auch eine Anleitung zum volumetrischen Dosieren, also dem Lösen der Substanz in einem Lösemittel.
Dies ist nötig, wenn man die Reinsubstanz und nicht fertige Pillen erhält.

Bei Benzodiazepinen gibt es eine starke Toleranzentwicklung, an Benzos Gewöhnte benötigen eventuell deutlich höhere Mengen.

Oral / sublingual:

  • Erste Effekte ab: 0,5mg
  • Leichte Wirkung: 0,5-1mg
  • Normal: 1-2mg
  • Starke Wirkung: 2-3mg
  • Sehr starke Wirkung: 3mg+

 

Pyrazolam Wirkzeit

Die Wirkzeit variiert sehr stark mit der eingenommenen Menge! Bei Überdosierungen kann die Wirkung bedeutend länger anhalten.

Oral:

  • Wirkungseintritt nach: 10-30 Minuten
  • Hauptwirkung: 5-8 Stunden
  • Afterglow: 4-12 Stunden

Sublingual:

  • Wirkungseintritt nach: 2-10 Minuten
  • Hauptwirkung: 5-8 Stunden
  • Afterglow: 4-12 Stunden

 

Rechtsstatus von Pyrazolam

In Deutschland unterliegt Pyrazolam weder dem BtMG, dem AMG noch dem Neue Psychoaktive Substanzen Gesetz und ist damit noch legal.
Explizit verboten scheint es in keinem Land der Welt zu sein, Analog- und Stoffgruppenverbote können es jedoch betreffen.

 

Toleranzentwicklung

Jede Einnahme dieser Droge lässt die Toleranz steigen.
Es dauert etwa 3-5 Tage bis sich diese halbiert, nach 1-2 Wochen sollte die Toleranz wieder abgebaut sein.
Diese Zeit verlängert sich deutlich, wenn das Benzodiazepin täglich über einen längeren Zeitraum konsumiert wurde! Es kann einige Tage dauern bis der Stoff und alle aktiven Metaboliten aus dem Körper ausgeschieden wurden.

 

Pyrazolam Halbwertszeit

Die biologische Halbwertszeit von Pyrazolam beträgt etwa 17 Stunden.

 

Pyrazolam Pharmakologie

Pyrazolam wirkt, wie andere Benzodiazepine auch, an den GABA Rezeptoren und verstärkt die Wirkung von GABA im Körper, dadurch kann es sedierend & anxiolytisch wirken. Es hat eine höhere Affinität für die Untertypen α2 und α3 der GABA-Rezeptoren.
Desweiteren wirkt es am spannungsabhängigen Natriumkanal, wodurch die krampflösenden Effekte ausgelöst werden.

Eine Besonderheit, die Pyrazolam von den meisten anderen Benzos unterscheidet, ist dass es in der Leber nicht durch Enzyme verstoffwechselt wird sondern den Körper unverändert verlässt (durch den Urin).
Dadurch ist es nicht belastend für die Leber und kann von Menschen mit fehlerhaften Leberfunktionen eventuell risikoärmer konsumiert werden als andere Substanzen.

 

Löslichkeit

Pyrazolam ist gut löslich in Ethanol (~10mg/ml), DMSO (~20mg/ml) und Dimethyl Formamid (DMF) (~30mg/ml).

Vermutlich ist es leicht wasserlöslich und lässt sich nicht allzu gut in Propylenglykol lösen.
Solltet ihr mehr über die Löslichkeit wissen hinterlasst ein Kommentar oder meldet euch hier!

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

  • Downer: Der Mischkonsum von Benzodiazepinen mit anderen Downern wie Alkohol, Opioiden oder GBL ist lebensgefährlich.
    Es kann leicht zu einer Atemdepression kommen!
    Ein großer Teil aller Drogentode geschahen aufgrund des Mischkonsums von Downern miteinander.
    Da Downer im Mischkonsum sehr stark enthemmend wirken, kann der Konsument seine Vorsicht und Vernunft temporär verlieren und immer weiter Nachlegen, bis eine gefährliche Überdosierung eingenommen wurde.
    Die Gefahr auf Blackouts ist bei dem Mischkonsum von Benzodiazepinen mit Downern außerdem sehr stark erhöht, in diese Blackouts kann der Berauschte sich oder andere verletzen und auch immer weiter nachlegen, bis eine körperlich gefährliche Überdosis erreicht ist.
  • Upper: Kann eine erhöhte Kreislaufbelastung bedeuten!
    Desweiteren ist diese Kombination sehr gefährlich, weil die sedierende Wirkung von Benzos unterdrückt wird. Dadurch kann der Konsument nicht mehr abschätzen, wie berauscht er bereits ist und legt eventuell nach, bis er eine Überdosis einnahm!
  • Psychedelika: Benzodiazepine schwächen die Wirkung von Psychedelika ab und werden auch in Krankenhäusern bei Panikattacken, die durch psychedelische Drogen ausgelöst wurden, eingesetzt.
  • Dissoziativa (MXE, Ketamin etc.): Vorsicht, lebensgefährlich! Auch hier kann es zu einer Atemdepression kommen, die Gefahr auf Blackouts ist auch drastisch erhöht.
    Die Wirkungen dieser beiden Stoffklassen können sich unvorhersehbar und gefährlich potenzieren.
  • Cannabis: Die Wirkungen verstärken sich gegenseitig, es gibt keine gefährlichen Wechselwirkungen.

 

Mehr Substanzinfos von Benzodiazepinen

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