Thiopropamin (Thiopropamine) – MPA Ersatz & stimulierende neue psychoaktive Substanz

Thiopropamin (Thiopropamine) – Nahe mit Methioproamin (MPA) verwandte Stimulanz

Thiopropamin ist eine nahe mit Methiopropamin und Amphetamin Thiopropamin / Thiopropamineverwandte Stimulanz, die seit einiger Zeit selten als Designerdroge / Research Chemical im Internet verkauft wird.
Es ist etwa ein Drittel so potent wie Amphetamin und unterschiedet sich von Amphetamin dadurch, dass der Phenyl-Ring mit einem Thiopen-Ring ersetzt wurde!

Meist wird diese Substanz in englischen Research Chemicals Shops angeboten, da Methiopropamin dort verboten ist.
Verglichen mit MPA ist Thiopropamine etwas weniger potent, ansonsten vom Wirkspektrum her sehr gleich.

Andere Namen: Thiopropamine (engl.), TPA, Normethiopropamine, α-methyl-2-thiopheneethanamine

IUPAC: 1-(thiophen-2-yl)-2-aminopropane

Summenformel: C7H11NS

Molekulare Masse: 141.233 g/mol

Es gibt sehr wenige Informationen zu dieser Substanz!
Kaum Erfahrungsberichte von Konsumenten und erst Recht sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen.
Dementsprechend ist der Konsum ein unberechenbares Risiko, mögliche toxische Effekte können unentdeckt sein.
Wir raten deutlichst von der Einnahme ab!
Bei den folgenden Informationen handelt es sich um eine Sammlung an Infos, die aus Berichten über Thiopropamine entnommen wurden. Wir können keinerlei Gewähr auf die Richtigkeit geben und empfehlen jedem, weitere Quellen zu konsultieren.

Wirkung von Thiopropamin

Die hier angegebenen Wirkungen und Nebenwirkungen sind alle sehr subjektiv und werden von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen.
Sie müssen nicht alle immer auftreten und es kann noch weitere, unerwähnte Wirkungen geben. (Dann würden wir uns über ein Kommentar hierzu freuen!)
Diese Listen sollen nicht als Garantie, sondern als Orientierungshilfe dienen.

  • Stimulation (Aufputschend, wachmachend)
  • Appetitzügelnd
  • Konzentrations- und Leistungssteigerung
  • Aphrodisierend – Steigerung der sexuellen Lust und Verzögerung des Orgasmus

Die meisten Konsumenten sind sehr enttäuscht von der Wirkung.
Die Stimulation und auch die Motivationssteigerung ist nur gering vorhanden, die Amphetamin-typischen Nebenwirkungen sind hingegen recht stark spürbar.

Es gibt auch einige Berichte von Usern, die so gut wie gar keine Wirkung spüren!

Laut anderen Erfahrungsberichten ist die Wirkung sehr vergleichbar mit der von Methiopropamin, allerdings ist TPA etwas weniger potent (wie schon oben geschrieben).
MPA ist bei vielen Konsumenten eher unbeliebt und wird als nichts besonderes beschrieben, weshalb es nur begrenzt Interesse an Thiopropamine gibt.

 

Nebenwirkungen und Risiken

Es handelt sich hier um eine kaum erforschte Substanz!
Über den menschlichen Konsum zu Rauschzwecken ist kaum etwas bekannt.
Es kann unvorhersehbare Langzeitschäden und Nebenwirkungen geben, weshalb vom Konsum strikt abzuraten ist.

Die Nebenwirkungen lassen sich durch das Einhalten von vernünftigen Dosierungen stark reduzieren.

Man sollte nicht oft nachlegen, ein bis zwei mal ist noch in Ordnung, jedes weitere Nachlegen verstärkt die Nebenwirkungen und den Kater am nächsten Tag aber drastisch.

  • Abhängigkeitspotential vorhanden, es ist etwa ähnlich wie bei Amphetamin!
  • Dehydration
  • Steigerung des Blutdrucks
  • Unterdrückung der Körperfunktionen (z.B. Harndrang, Hunger & Durst)
  • Übelkeit
  • Paranoia & psychotische Phasen („Drogenpsychose“) möglich, vor allem bei Überdosierung
  • Craving, also Gier nach der Substanz (Deswegen wird oft nachgelegt)
  • Kalte Hände & Füße
  • Erweiterung der Pupillen
  • Sexuelle Dysfunktion möglich
  • Neurotoxizität / Kardiotoxizität ist möglich, aber nicht bestätigt
  • Mundgeruch
  • Verengung der Blutgefäße
  • Kieferkrämpfe, Zähneknirschen („kiefern“, „Kieferkicks“, „Mundgulasch“)

TPA ist, ebenso wie MPA, verglichen mit anderen Amphetaminen eher reich an Nebenwirkungen.
Es wird oft als „billig und dreckig“ beschrieben.

Um der Dehydration entgegen zu wirken und eine Beschädigung der Nieren zu verhindern muss genug getrunken werden (etwa 250-500ml Wasser pro Stunde)!

 

Konsumformen / Applikationswege

Am üblichsten ist der orale Konsum.
Auch der nasale Konsum ist möglich, dieser löst aber einen deutlichen Schmerz aus und greift die Nasenschleimhäute an.
Außerdem funktioniert der nasale Konsum laut einigen Userberichten weniger gut als der orale Konsum, die Bioverfügbarkeit scheint hier nicht so hoch zu sein!
Am besten man füllt die gewünschte Dosierung der Substanz in eine Leerkapsel (klick) und schluckt diese:

Beim nasalen und oralen Konsum dieser Substanz ist zu beachten, dass sie starken Mundgeruch auslöst und sehr widerlich schmeckt.
Die meisten User empfehlen die rektale Einnahme, diese kann allerdings den Darm schädigen!

Es gibt auch einen Userbericht über das Verdampfen und Inhalieren von Thiopropamine.
Hierfür gab er die Substanz auf eine Alufolie und erhitzte sie von unten. Dies funktionierte, hinterließ aber gelbes und rostartiges Öl.
Der inhalative Konsum von Research Chemicals ist extrem unsicher und schädlich, da sie der Lunge wirklich schlimm schaden können.
Das Suchtpotential ist so auch höher, von dieser Konsumform ist nur abzuraten!

Auch der rektale Konsum ist möglich und wahrscheinlich auch der intravenöse / intramuskuläre.

 

Thiopropamine Dosis / Dosierung

Diese Dosisangaben sind nur eine ungefähre Orientierungshilfe, die aus Konsumentenberichten abgeleitet wurden.
Es muss mit einem Allergietest und einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden!
Mehr Safer Use Regeln findet ihr hier.

Oral / rektal / nasal:

  • Erste Effekte ab: 20-30mg
  • Leichte Wirkung: 30-60mg
  • Normal: 60-100mg
  • Starke Wirkung: 80-110mg
  • Sehr starke Wirkung: 110mg+

Inhalativ und intravenös muss deutlich niedriger dosiert werden, genaues ist über die Dosierung bei diesen Applikationswegen nicht bekannt.

 

Wirkzeit

Die Wirkzeit ist stark von der Dosis abhängig.
Eine höhere Dosis steigert die Dauer der Wirkung natürlich.

Oral / rektal:

  • Wirkungseintritt nach: 15-45 Minuten
  • Hauptwirkung: 1-3 Stunden
  • Afterglow: 1-3 Stunden

Nasal:

  • Wirkungseintritt nach: 5-15 Minuten
  • Hauptwirkung: 1-2 Stunden
  • Afterglow: 1-2 Stunden

Inhalativ:

  • Wirkungseintritt nach: 2-10 Minuten
  • Hauptwirkung: 1-2 Stunden
  • Afterglow: 1-2 Stunden

 

Rechtsstatus von Thiopropamine

Thiopropamin unterliegt in Deutschland der Anlage 1 des BtMG und ist damit nichtverkehrsfähig, nichtverschreibungsfähig und verboten.

In den meisten anderen Ländern der Welt ist es nicht explizit verboten und gilt als halblegale Droge, wegen seiner Ähnlichkeit zu Methiopropamin (MPA) könnte es in Ländern mit Analog-Gesetzen allerdings illegal sein.

 

Toleranzbildung

Die einmalige Einnahme von Thiopropamin erhöht die toleranz gegenüber dieser Substanz.
Man benötigt mit erhöhter Toleranz mehr Material um den selben Effekt zu erzielen.
Es dauert etwa 1-2 Wochen, bis sich die Toleranz wieder auf das Anfangslevel reduziert!

Natürlich gibt es eine Kreuztoleranz mit anderen Amphetaminen.

 

Pharmakologie

Es wird vermutet, dass diese neue psychoaktive Substanz im Körper zu den aktiven Metaboliten 4-Hydroxymethiopropamin und Thiophen S-Oxide verstoffwechselt wird.
In der Leber werden diese Stoffe dann durch das CYP2C Enzym in das inaktive Phenylaceton-Dreivat 1-(Thiophen-2-yl)-2-propan-2-one verwandelt.

Es ist nicht wissenschaftlich bestätigt, aber höchstwahrscheinlich, dass Thiopropamin, so wie andere ähnliche Substanzen, als Noradrenalin- und Dopamin-Wiederaufnahmehemmer und/oder -Ausschütter wirkt.

 

Löslichkeit

Thiopropamin ist sehr gut löslich in Wasser, über die genaue Löslichkeit ist nichts bekannt.

Außerdem löst sich Thiopropamine gut in Ethanol und DMSO (bei beiden ~20mg/ml) und in Dimethylformamid (DMF) (~10mg/ml).

 

Mischkonsum und gefährliche Kombinationen

Mischkonsum ist grundsätzlich eine drastische Erhöhung der Gefahr.

Über jede einzelne Kombination muss sich vorher genauestens informiert und Erfahrungsberichte gesucht werden, da es immer gefährliche Wechselwirkungen geben kann.

  • Andere Stimulanzien: Der Mischkonsum von verschiedenen Stimulanzien ist potentiell sehr gefährlich, da der Blutdruck und die Herzfrequenz stark erhöht und auch die Nebenwirkungen wie Dehydration verstärkt werden.
  • 25X-NBOMe, 25x-NBF & co.: Die Amphetamin-Analoge von psychedelischen Phenethylaminen, wie 25x-NBOMe, 25x-NBF etc. sind an sich schon aufputschend und stimulierend und wirken stark auf die Herzfrequenz und den Blutdruck.
    Der Mischkonsum von Stimulanzien wie Thiopropamin mit diesen Psychedelika ist lebensgefährlich!!
  • Psychedelika: Auch bei anderen Psychedelika kann es im Mischkonsum mit Stimulanzien zu Komplikationen mit dem Blutdruck und Kreislauf kommen.
    Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen, da die Upper Paranoia verstärken und die Gefahr auf einen Badtrip erhöhen.
  • DXM & andere Dissoziativa: Der Mischkonsum von DXM (und auch anderen Dissoziativa) mit Stimulanzien kann sehr gefährlich sein. Blutdruck und Herzfrequenz werden erhöht und auch hier kann es zu psychischen Problemen (Panikattacken, Badtrip) kommen.
  • Alkohol: Stark gesteigerte Dehydration! Die Wirkung des Alkohols wird durch das TPA unterdrückt, weswegen nicht mehr abgeschätzt werden kann, ob zu viel getrunken wird.
    Dies kann zu einer Alkoholvergiftung, die lebensbedrohlich werden kann, führen.
  • Tramadol, Kratom & andere Opioide: Die Krampfschwelle wird beim Mischkonsum stark gesenkt, weshalb es leicht zu Krampfanfällen kommen kann.
  • MDMA: Die neurotoxischen Effekte des MDMA werden durch den Mischkonsum mit Uppern verstärkt, der Kater am nächsten Tag wird dadurch deutlich schlimmer.
  • MAO-Hemmer: Tödliche Kombination! Vorsicht!
  • Downer: Die Kombination aus Uppern und Downern (wie Benzodiazepinnen, Opioiden, Alkohol & GBL) kann zu einer gefährlichen Kreislaufbelastung führen.
    Die Herzfreguenz und der Blutdruck könnnen erhöht werden.
    Außerdem wird die sedierende Komponente der Downer unterdrückt, weshalb es leicht zu einer Überdosierung kommen kann, weil der Konsument nicht mehr einschätzen kann, wie stark die Wirkung der Downer bereits ist und er deshalb eventuell nachlegt.

 

Mehr Substanzinfos von Amphetaminen

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